Anna | Design | 1 Kind

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Anna | Design | 1 Kind

Glaube an dein Projekt!

 

Wer bist du und was machst du?

Mein Name ist Anna Orlinski; ich bin eine enthusiastische Ideenausbrüterin und Gründerin des Stillmodelabels Mania. Bis zur Geburt meines Sohnes verband mich mit Design und E-Commerce weder persönliche Erfahrung noch Qualifikation. Während meiner eigenen Stillzeit und der damit verbundenen Suche nach hübscher Stillkleidung, die jedoch meistens erfolglos blieb, entstand die Idee ein eigenes Stillmode-Label zu gründen.

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So wurde ich zur autodidaktischen Designerin, die sich mit den eigenen Erfahrungen als Mutter ein feines Gespür für die Bedürfnisse stillender Frauen angeeignet hat. Heute entwerfe und vertreibe ich Stillschals und Kleidungsstücke mit dem Anspruch diskretes Stillen in der Öffentlichkeit zu ermöglichen und diese Funktionalität mit Tragekomfort und Design zu verbinden.

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Woher kam die Idee für dein Business? Wie bis du gestartet und wie hast du das finanziert?

Als mein Sohn ca. sechs Wochen alt war, verabredete ich mich mit Freundinnen im Park. Die Herausforderung lag in dem Umstand, dass der Park am anderen Ende der Stadt lag. Mir war klar, dass wir nun zum ersten Mal eine Stillmahlzeit außerhalb der eigenen vier Wände absolvieren werden.

Das löste Unbehagen in mir aus. Stillen absolut JA, es jedoch öffentlich zu tun, kostete mich Überwindung. Noch am gleichen Abend fragte ich Google nach einer Lösung für diskretes Stillen in der Öffentlichkeit. Das Resultat der Suche war absolut unbefriedigend. Amerikanische Stillschürzen, die weder meinen Anspruch an Funktionalität, noch nach Ästhetik erfüllten.

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Und da war sie, meine Idee von einem Stillschal. Meine Mutter setzte die Idee an der Nähmaschine um. So war ich vor neugierigen Blicken geschützt und mein Baby vor störenden Geräuschen und Licht abgeschirmt. Der Stillschal wurde zu meinem ständigen Begleiter. Und damit auch das positive Feedback von anderen Stillenden. Täglich wurde ich in Cafés, Parks und Babykursen von anderen Müttern auf meinen Stillschal angesprochen.

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Doch nur selten blieb es dabei. Sie baten mich auch für sie einen Stillschal zu nähen. Diese Mütter waren meine erste Kundinnen. Es dauerte nicht lange, bis ich meine erste kleine „Kollektion“ an Stillschals entwarf. Während Mark schlief, bastelte ich an einer Homepage. Eine befreundete Fotografin setzte meine Schals hübsch in Szene, eine andere gestaltete ansprechende Flyer. Mit diesen in der Stilltasche ausgestattet, ging ich mit dem Kinderwagen auf Akquise. Meine Ansprache schien erfolgreich zu sein, denn es dauerte nicht lange, bis die ersten Bestellungen reinkamen.

Es war toll neben meinem Baby eine kreative Nebenbeschäftigung zu haben. Ich entwickelte die Idee weiter, nahm zusätzliche Vertriebskanäle auf. Nach Ablauf meiner einjährigen Elternzeit fasste ich dann den Entschluss, alles auf eine Karte zu setzen. Zum damaligen Zeitpunkt eine vielleicht gewagte Entscheidung, denn als Alleinerziehende tauschte ich eine Festanstellung gegen eine Idee, die mich zu diesem Zeitpunkt finanziell noch nicht tragen konnte. Es fühlte sich jedoch gut und richtig an und ich hatte noch so viele Idee. Und glücklicherweise ein kleines finanzielles Polster. Also wagte ich den Schritt.

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Wie läuft es jetzt? Haben sich deine Erwartungen erfüllt? Und finanziell?

In den letzten fünf Jahren habe ich sukzessive mein Sortiment erweitert und den Vertrieb auf andere Länder ausgeweitet. Heute erhalte ich Bestellungen von stillenden Frauen aus ganz Europa. Diese Entwicklung brachte mit sich, dass ich personelle Unterstützung benötigte, um mich in der operativen Arbeit nicht zu verlieren.

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Zuerst griffen mir meine Eltern unter die Arme und seit letztem Jahr ist auch mein Bruder in der Firma aktiv. Es ist großartig, wie aus einer kleinen Idee nun ein Familienunternehmen wurde. Ich kann mich so weiterhin auf den kreativen und strategischen Part konzentrieren. Die Ideenwerkstatt in meinem Kopf läuft auf Hochtouren und von Langweile fehlt zum Glück jede Spur. Das ist mein allerhöchster Anspruch an eine Aufgabe!

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Wo und wie arbeitest du?

Nachdem die ersten drei Jahre mein Zuhause gleichzeitig mein Büro, Meetingplatz, Packstation und Lager war, haben wir seit zwei Jahren ein gemütliches Büro mit angeschlossenem Lager angemietet. Dort ist hauptsächlich mein Bruder und meine Mutter tätig. Ich arbeite größtenteils vom Home-Office aus. Aktuell, da wir in Kürze Nachwuchs erwarten, sind wir für ein paar Monate nach Südspanien umgesiedelt. Das sind Vorteile ortsunabhängiger Arbeit. Nur für Messen, die im Herbst noch stattfinden, fliege ich nach Deutschland. Ab Januar werden wir dann die Elternzeit hier genießen.

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Wie ist dein Setup und wie schaffst du es Beruf und Familie unter einen Hut zu bringen?

Es ist immer wieder ein Spagat, meinem Kind (und bald auch Kindern) und der Arbeit gerecht zu werden. Zum Glück fühle ich mich in der Selbstorganisation ganz wohl und es gelingt mir meistens gut, sowohl meinem Sohn, als auch den Projekten, genug Aufmerksamkeit zu schenken.
Schwierig wird es nur, wenn mein Sohn krank wird oder Ferien hat. Denn die Arbeit lässt sich schwer verschieben, kennt auch kein Wochenende und keine Feiertage. Dafür kann ich jedoch selbst entscheiden, ob ich morgens, mittags oder eben abends arbeite, wenn mein Sohn bereits im Bett ist.
Und auch das von wo aus ich arbeite, obliegt meiner Entscheidung. Das macht wiederum vieles einfacher.

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Was würdest du anderen Müttern raten, die sich selbständig machen möchten?

Mit einer ersten, kleinen Ideen fängt alles an. Dann heißt es aber die nächsten Schritte zu gehen und in der Aktivität zu bleiben. Sonst wird die Idee schnell reines Science-Fiction. Verfolge deine Idee leidenschaftlich und glaube an dein Projekt! Habe jedoch nicht den Anspruch, alles selbst machen zu wollen. Gebe die Buchhaltung an den Steuerberater und die Flyergestaltung an eine Grafikerin ab und schaffe dir somit Raum, dich auf deine Kernkompetenz zu konzentrieren. Nur so kannst du die Komponistin deiner eigenen Sache werden. Das ist Entrepreneurship par excellence!

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Deine Top 3 Tipps & Tools für selbständige Mütter, die Zeit, Geld und Nerven sparen?

  1. Das Buch „Kopf schlägt Kapital“ von Günter Faltin macht deutlich, weshalb für eine Gründung kein BWL-Studium erforderlich ist! Es beleuchtet die Relevanz eine Idee in ein ausgeklügeltes Konzept zu überführen und alle Komponenten, die nicht mit der eigenen Kernkompetenz zu tun haben an Experten abzugeben. Schließlich zeigt er auch auf, wie man ein solches Konzept auch ohne großes Startkapital realisieren kann. Unbedingt lesen!
  2. Umgebe dich mit Menschen, die kritisch, aber positiv denken! Hast Du erfolgreiche Entrepreneure in Deinem Freundeskreis? Dann tausche Dich mit diesen aus, hole Dir Inspirationen und Anregungen. Zusätzlich ist ein Austausch mit Entrepreneuren in Gruppen auf sozialen Netzwerken sehr hilfreich wie bspw. der MomPreneurs Facebook Gruppe!
  3. Hast Du ein gut durchdachtes Konzept ausgearbeitet, dann lass Dich nicht von konventionellem Business-Plan Beratern abschrecken!

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Links:

Website: https://www.mania-shop.de/ und https://stillschal.de/

Facebook: https://www.facebook.com/ManiaStillmode

Blog: https://www.mania-shop.de/mania/

Xing: https://www.xing.com/profile/Anna_Orlinski

Bilder: Anna Orlinski

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