Annette | Social Selling | 2 Kinder

Annette | Social Selling | 2 Kinder

Sei mutig. Trau dir etwas zu!

Wer bist du und was machst du?

Ich bin Annette Albrecht-Wetzel, 43 Jahre alt, verheiratet und Mutter von zwei kleinen Töchtern (8 und 11 Jahre). In meiner ersten Karriere war ich Global Brand Manager bei Unilever, unter anderem für Dove, mit Stationen in Hamburg, New York und Mailand. Dann habe ich mir meinen Traum einer Familie erfüllt, und nach der Geburt meiner zwei Töchter stellte ich fest: Beides lässt sich nicht miteinander vereinbaren.

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Mein neuestes Baby seit 2011: Ich bin Mitgründerin, Geschäftsführerin und Creative Director bei Pippa&Jean. Unsere Marke steht für individuellen Designerschmuck und Accessoires, also sehr weibliche, emotionale Produkte. Das ist die eine Seite von Pippa&Jean.

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Die andere ist, dass wir Frauen eine einfache, risikolose Möglichkeit an die Hand geben, sich mit Pippa&Jean selbstständig zu machen und sich damit ihre Träume zu erfüllen. Den Traum vom selbstbestimmten Arbeiten, von einem Job, der richtig Spaß macht, von einer ausgeglichenen Work-Life-Balance – oder auch ganz einfach von einem zusätzlichen Einkommen, mit dem sich der eine oder andere Wunsch erfüllen lässt.

Ich habe also sozusagen gegründet, um Frauen das Gründen zu erleichtern. Neben mir als Gründerin stehen mehr als 1.400 weitere Frauen, die sich diesen Traum ebenfalls erfüllt haben und heute als Style Coach für Pippa&Jean unterwegs sind.

Woher kam die Idee für dein Business? Wie bist du gestartet und wie hast du das finanziert?

Mich verbindet seit vielen Jahren eine Freundschaft mit Gerald Heydenreich, einem Mann, den man wohl getrost als „Serial Entrepreneur“ bezeichnen kann. Als er mich anrief, ob wir gemeinsam etwas starten wollen, hatte ich Unilever gerade verlassen und meine eigene Markenberatung gegründet. Das, was er am Telefon kurz schilderte, hatte augenblicklich meine Aufmerksamkeit.

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Eine Gründungsmöglichkeit für Frauen? Flexibel und ohne Risiko? Ich war sofort dabei! Genau das war es doch, wonach ich selbst suchte! Insofern habe ich meine Erwartungen ganz klar einbringen können – und nur ein halbes Jahr nach diesem Anruf sind wir live gegangen.

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Ich muss zugeben, dass wir Glück mit der Finanzierung hatten: Gerald und ich hatten gute Kontakte, die wir überzeugen konnten. Und so hatten wir von Anfang an mit Vorwerk und Holtzbrinck ganz starke Partner. Mittlerweile sind auch SevenVentures und die Klingel-Gruppe an uns beteiligt. Damit sind wir natürlich in einer vergleichsweise komfortablen Situation.

Wie läuft es jetzt? Haben sich deine Erwartungen erfüllt? Und finanziell?

Ich hätte selber nie gedacht, dass Schmuck mein Leben verändern kann – aber es ist wahr. Die Arbeit macht mir riesigen Spaß, auch nach drei Jahren am Markt gibt es immer noch so viel zu gestalten und aufzubauen. Es wird nie langweilig – bei zwei großen Kollektionswechseln pro Jahr sowieso nicht.

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Ich bin viel mutiger und experimentierfreudiger geworden – auch modisch. Ich trage unseren Schmuck immer und überall, identifiziere mich total damit. Meine Erwartungen an Pippa&Jean als Community wurden sogar übertroffen. Mit vielen unserer 1.400 Style Coaches verbindet mich viel. Ich verfolge ihre Geschichten und Erfolge sehr genau und bin jedes Mal begeistert, wie sie ihren Traum leben.

Wo und wie arbeitest du?

Ich habe meinen Lebensmittelpunkt in Hamburg, und das ist mir aufgrund meiner Familie auch ganz wichtig. Die Zentrale von Pippa&Jean sitzt indes Frankfurt am Main. Am Anfang bin ich noch viel gependelt, aber damit wurde ich niemandem gerecht. Den Aufgaben nicht, meinem Team nicht, meiner Familie nicht – und am allerwenigsten mir. Ich möchte Beruf und Familie doch verbinden und nicht ständig ein Entweder-Oder organisieren müssen.

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Die Flexibilität, die wir unseren Partnerinnen anbieten, lebe ich mittlerweile also auch und arbeite vom Home Office in Hamburg aus. Sowohl mit meinem Team als auch mit dem Board haben wir feste Call-Zeiten. Die Struktur halte ich für unheimlich wichtig, wenn wir nicht alle an einem Ort sind. Zwischendurch telefonieren wir natürlich und sind per Mail im Kontakt. Durch Dropbox und Google Docs halten wir alle unsere Unterlagen zentral auf einem Stand. Seit einiger Zeit arbeiten wir auch mit Asana als Projektmanagementsoftware – unheimlich praktisch und effizient!

Wie ist dein Setup und wie schaffst du es Beruf und Familie unter einen Hut zu bringen?

Eine leitende Position zu haben und Mutter zu sein – das sind zwei Full Time Jobs, und ich bin weit davon entfernt zu sagen, dass das total easy ist. Mittlerweile bekomme ich es aber gut organisiert. Ich kann zum Glück auf ein tolles Netzwerk zurückgreifen. Mein Mann unterstützt mich in allem, was ich tue und kümmert sich selbstverständlich auch um unsere Kinder. Wenn alle Stricke reißen, habe ich eine sehr liebenswerte Kinderfrau, die einspringt. Und ich kann mich voll uns ganz auf mein super Team in Frankfurt verlassen.

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Ganz wichtig ist, dass die Familie mitmacht. Ohne die Unterstützung meines Mannes und meiner Kinder wäre der Spagat nicht zu schaffen. Meine beiden Töchter sind überzeugte PIPPAJEANerinnen, helfen mir bei der Schmuckwahl und sind auch ein bisschen stolz auf ihre Mama.

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Was würdest du anderen Müttern raten, die sich selbständig machen möchten?

Knüpfe Kontakte, nutze deine Netzwerke, denn durch Communities entsteht ganz viel Inspiration. Sei mutig. Trau dir etwas zu! Bleib‘ dran an deinem Traum, er ist es wert! Und vor allem: Tu es einfach – der wichtigste Schritt ist der erste: Anfangen!

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Deine Top 3 Tipps & Tools für selbständige Mütter, die Zeit, Geld und Nerven sparen?

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  1. Die Projektmanagementsoftware Asana ist ein super Tool, gerade, wenn das Team an sehr vielen unterschiedlichen Projekten arbeitet und nicht immer zusammen sitzt.
  2. Gute Strukturen helfen. Jour Fixes, wöchentliche Calls, monatliche Status. So sind alle immer auf demselben Stand – und ich kann mich dann doch mal ausklinken, wenn beispielsweise eines der Kinder krank ist.
  3. Binde deine Familie und Freunde ein, sie alle verstehen ein „Ich habe gerade keine Zeit“ viel besser, wenn sie wissen, was dich gerade beschäftigt. Und meine Töchter sind immer mit Begeisterung dabei, wenn wir neue Kollektionen entwickeln.

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Links

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Fotos: Theodossios Theodoridis, Annette Albrecht-Wetzel

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