Christina | Grafikdesign & Papeterie | 1 Kind

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Christina | Grafikdesign & Papeterie | 1 Kind

„Ich brenne für das, was ich tue!“

 

Wer bist du und was machst du?

„Gestatten meinerseits: Designerseits – Grafisches Glück!“

Oder hinter den Kulissen: Christina Winter, 34 Jahre alt, verheiratet mit Mr. Right (Holger) und Mutter von Malu (5). Mit Leib und Seele Designerin. Lieber Macherin als Mitläuferin. Besitzerin des Unternehmerinnenbriefes. Und ehrenamtliche Sommersprossenträgerin.

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Designerseits steht für Grafisches Glück – und das gleich im doppelten Sinne!

Designerseits einerseits: Grafikdesign für Existenzgründer, Start-Up’s und kleine Unternehmen, die Wert auf individuelles, handgemachtes Design legen. Von der Beratung und Ideenfindung über Logogestaltung und Geschäftsausstattung bis hin zum kompletten Corporate Design mit fertig gedruckten Produkten – Designerseits bietet dir alles, was dich als Unternehmen nach außen optimal und authentisch darstellt und dich grafisch glücklich macht.

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Designerseits andererseits: Individuelle Papeterie für all diejenigen, die das Leben lieben und feiern. Für frisch Verlobte, lang Verheiratete, glückliche Eltern, (Geburtstags-)Jubilare, Könige und Königinnen. Designerseits gestaltet nicht einfach nur Karten – Designerseits kreiert Emotionen. Und steckt Leidenschaft, Kreativität, Herz und Seele in die Gestaltung einzigartiger Papeterie wie Hochzeitssets, Danksagungskarten zur Geburt, Einladungskarten zu Geburtstagen oder Jubiläen und sonstigen feierwürdigen Anlässen, die das Leben schöner machen.

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Woher kam die Idee für dein Business? Wie bist du gestartet und wie hast du das finanziert?

Designerseits gibt es schon seit 2007, immer als Kleinunternehmen neben der Vollzeitbeschäftigung als Grafikerin, entstanden aus der kurzfristigen 1-monatigen Arbeitslosigkeit. Entscheidender Wendepunkt in meinem Leben war natürlich die Geburt unserer Tochter im Dezember 2011. Aufgrund der veränderten Firmenstruktur bei meinem ehemaligen Arbeitgeber und der Anforderung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf war aus meiner Sicht ein Zurückkehren in die alte Anstellung nicht mehr möglich.

Von meinem Mann kam letztendlich vor 5 Jahren der alles entscheidende Satz: „Wenn dir die Umstände nicht mehr passen, dann mach dich doch selbstständig – die Voraussetzungen dafür sind doch da!“. Rein nüchtern betrachtet hatte er natürlich Recht – eine abgeschlossene Ausbildung zur Mediendesignerin, eine Fortbildung zur Fachkkauffrau für Marketing und Vertriebsmanagement (sogar mit IHK-Auszeichnung!), ein gut laufendes Kleinunternehmen, ein eigenes Büro im Haus, ein Mac mit entsprechenden Programmen, der Rückhalt der Familie, ein großes Netzwerk, eine kleine lokale Bekanntheit und vor allem der Wille zu arbeiten waren vorhanden.

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Ohne vorherige Beratung beim Arbeitsamt, ohne Beantragung des Existenzgründerzuschusses, ohne Existenzgründerseminare – einfach drauflosarbeiten. Das war es, was ich wollte – einfach arbeiten, ohne endlose Formulare und ohne dass mir jemand reinspricht! Denn Designerseits ist nicht nur ein Job, sondern eine Berufung. Ich brenne für das, was ich tue. Also los ins Grafikgetümmel – gestatten meinerseits: Designerseits! Seit dem 1.1.2013 zu 100% selbstständig! Seit September 2014 sogar mit dem Unternehmerinnenbrief NRW für eine erfolgreiche Gründung ausgezeichnet. Seit 2015 mit eigenem Büro.

Wie läuft es jetzt? Haben sich deine Erwartungen erfüllt? Und finanziell?

Wer gefunden hat, was ihn bewegt, der weiß, dass eine persönliche Berufung viel mehr als irgendwelche Karriereziele bedeutet und losgelöst von materieller Wertschöpfung ist. Dennoch war es immer mein Ziel, mit der Selbstständigkeit abzüglich aller Kosten mindestens genauso viel zu verdienen als wenn ich angestellt wäre. Aktueller Stand finanziell: Ziel erreicht, mit Luft nach oben.

An meiner Selbstständigkeit schätze ich am meisten, dass ich meine eigene Chefin bin, meine eigenen Ideen umsetzen kann und meine Arbeitszeiten so lege, dass es mir möglich ist, Familie und Beruf optimal zu vereinen. Dass jeder Tag mit tollen Kunden mit kreativen Aufträgen Spaß macht, dass es nie langweilig wird und dass sich Arbeit nicht wie Arbeit anfühlt. Selbst Montage sind herrlich – und das macht mich glücklich. Mit Designerseits kann ich mich selbst verwirklichen. Aktueller Stand persönlich: Yay – so kann es bleiben!

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Die größten Herausforderungen für mich an der Selbstständigkeit: Mir nicht selbst im Weg zu stehen, an mich selbst zu glauben, mich nicht mit anderen Leuten zu vergleichen, den Perfektionismus ab und zu mal runterzuschrauben und ins Handeln zu kommen. Alles Gründe, die mir im Weg stehen, um z. B. einen eigenen Onlineshop an den Start zu bringen. Geplant: Ja. Realisiert: Nein (immerhin stehen Name und Logo!). Aktueller Stand Entwicklung: Na ja, noch sehr viel Luft nach oben!

Wo und wie arbeitest du? Wie ist dein Set-up und wie schaffst du es, Beruf und Familie unter einen Hut zu bringen?

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Nach der Geburt von Malu habe ich 3,5 Jahre von zu Hause aus meinem großen Home-Office gearbeitet – was viele sich so toll ausmalen, war für den Anfang eine gute Lösung, hat sich aber immer mehr zum Selbstläufer entwickelt und wurde zum Schluss unkontrollierbar. Der Rechner war 24 Stunden am Tag und 7 Tage die Woche an. Jede freie Minute wurde zum Arbeiten genutzt – Familienzeit hatten wir zu wenig, Zweisamkeit nur noch selten. Designerseits war immer präsent, eine Abgrenzung von Familien- und Berufsleben war nicht möglich.

Aus diesen Gründen habe ich seit dem 1.2.2015 mein Büro im 20 Minuten entfernten Gescher in der freien Bürogemeinschaft „einfallsreich!“ mit drei weiteren branchenfremden Bürokolleginnen, die gute Freundinnen geworden sind – verbunden mit täglichen Öffnungszeiten von 9-14 Uhr, die sich mit den KIGA-Zeiten vereinbaren lassen. Nach 14 Uhr geht der Anrufbeantworter an, eine Handynummer sucht man vergebens auf der Visitenkarte. Der Rechner steht im Büro – Zuhause ist also kreatives Gestalten am Rechner nicht mehr möglich. Höchstens noch Bastelarbeiten für Hochzeitspapeterie oder Zeit für Social Media.

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Es gibt also Dank der Öffnungszeiten wieder einen regulären Feierabend und eine bewusste Trennung zwischen Beruf und Familie mit viel Zeit für die schönen Dinge im (Familien-)Leben. Die Entscheidung, ein Büro außer Haus anzumieten, war eine der besten Entscheidungen, die ich bisher getroffen habe.

Was würdest du anderen Müttern raten, die sich selbständig machen möchten?

Du möchtest dich selbstständig machen? Dann hör auf dein Bauchgefühl, bleib authentisch, schaffe Neues, triff Menschen, bilde Gemeinschaften, sei kreativ, entwickle deine eigene Handschrift und brenne für dein Business! Entdecke, wer du bist und was du willst!

Deine Top 3 Tipps & Tools für selbständige Mütter, die Zeit, Geld und Nerven sparen?

  1. Netzwerken, Netzwerken, Netzwerken – Sei mit deinem Business on- und offline präsent, bau dir ein möglichst großes Netzwerk auf und halte deine Qualitätsversprechen ein. Es geht doch nichts über gute Empfehlungen und erspart dir somit nervige Kaltakquise.
  2. Werde zu deiner eigenen Marke – es ist nicht nur dein Produkt/deine Dienstleistung und dein Corporate Design, weshalb der Kunde sich für dich entscheidet, sondern menschliche Werte zeichnen deine Marke aus! So unterscheidest du dich von deinen Mitbewerbern und machst dich unverwechselbar. Also: Wer bist du und wofür stehst du?
  3. Verliere dich nicht selbst – als Mutter mit deinem eigenen Business hast du viel um die Ohren. Mir helfen die festen Öffnungszeiten für eine gesunde Balance, der Austausch mit anderen selbstständigen Müttern und das Vertrauen auf mein Bauchgefühl.
  4. Geheimtipp: Du bist Mompreneur in NRW? Dann bewirb dich für den Unternehmerinnenbrief! Ich bin auch ausgezeichnet und profitiere von der damit verbundenen Auszeichnung, der Patenschaft und der Öffentlichkeitsarbeit – mehr Infos findest du unter www.unternehmerinnenbrief.nrw.de

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Vielen Dank meinerseits,

Designerseits!

Links:

Webseite: www.designerseits.de
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Fotos: Daniela Thiemann, Franzi trifft die Liebe
Illustration: Astrid Rabus

3 Comments
  • Kristina Wien
    Posted at 18:48h, 16 September Antworten

    Liebe Christina,
    vielen lieben Dank für diesen grandiosen Artikel. Wir brauchen mehr solcher Frauen. Das macht Mut.

    Alles Liebe
    Kristina aus Hamburg

  • Rabea Scholz
    Posted at 20:37h, 09 November Antworten

    Liebe Christina,

    ich bin sehr bewegt von deinem Artikel. Abgesehen davon, dass ich noch nicht da bin, wo du bist, könnte ich fast jedes Wort genau so unterschreiben – vom Keine-Lust-auf-Formulare über das Sich-selbst-im-Weg-stehen und bis hin zum Rund-um-die-Uhr-arbeiten. Ich bewundere deinen Mut und deine Umsetzungskraft und werde mir genau ansehen, was du machst und wie du es machst, damit ich (wenn auch in einem anderen Bereich) dir nacheifern kann. Du bist ein Vorbild, und deine Grafiken sind der Wahnsinn. Go, go, go, Gewinner!

    Liebe Grüße aus Berlin
    Rabea

  • kathrin
    Posted at 10:53h, 18 Juli Antworten

    Herzlichen Dank liebe Christina, für die Anregungen und deine offenen Worte. Es ist unglaublich was Du alles in einer doch sehr überschaubaren Zeit geschafft hast. ich wünsche Dir von Herzen weiterhin viel Erfolg und lass uns bitte ab und an daran teilhaben.
    liebe Grüße aus Dresden
    kathrin

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