Edith Binder | OLAF® Nasensauger | 1 Kind

MomPreneurs Edith Binder OLAF

Edith Binder | OLAF® Nasensauger | 1 Kind

Dein Erfolg entscheidet sich zwischen deinen Ohren!

 

Wer bist du, was machst du und warum?

Ich bin Edith, 47 Jahre jung und Mutter von einem „Pubertierchen“ (17 Jahre). Ursprünglich kam  ich mit 19 aus Ungarn. 2006 habe ich mein Handelsunternehmen „Binder Marketing“ gegründet – ich sorge mit OLAF- dem elefantastischen Nasensauger für ruhige Babynächte in der Schnupfenzeit. Meine Geschäftsidee ist durch die Not entstanden als mein kleiner Sohn mit 14 Monaten seinen ersten Schnupfen bekommen hat. Ich stand vor dem Problem: wie bekomme ich seine Nase sauber, damit er wieder frei durchatmen kann. In meiner Heimat hatte ich ein Evidenzerlebnis, als ich diesen batteriebetriebenen Nasensauger kennenlernte und wusste sofort: dieses Produkt muss nach Deutschland!

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In einem Satz: Was ist deine CRAZY Mission, das Wichtigste, was du für dich & andere bewirken möchtest?

Meine Mission lautet: „Keinem Kind mehr soll die Rotze in den Mund laufen!“ Als gelernte Heilpraktikerin für Kinderheilkunde sehe ich meine Aufgabe darin, Eltern über die Gefahren eines nicht behandelten Schnupfens aufzuklären. Damit schwamm ich total gegen den Strom, als ich mein Produkt auf den Markt brachte. Es war sehr viel Marktaufklärung notwendig, weil das Nasensaugen an sich hierzulande noch keine Kultur hatte. Ja das war crazy. Auf der ersten Babymesse in Hannover wurde ich von den Besuchern ausgelacht und verkaufte mit Mühe 2 Geräte. Jetzt 10 Jahren später verkaufe ich ca. 150 Stück in 3 Messetagen und die Kunden überzeugen einander an meinem Messestand, indem sie ihre Erfahrungen miteinander austauschen.

Was läuft bei dir als Mutter und Unternehmerin anders und warum ist das CRAZY?

Im Mai 2011 bin ich ganz plötzlich alleinerziehend geworden und musste alle privaten und geschäftlichen Ausgaben alleine stemmen. Mein damaliger Ehemann ging für 4 Tage in den Wellnessurlaub und kam nie wieder, das war ziemlich crazy! Ich hatte panische Angst um meine Existenz. Meinen kompletten Baby-Online-Shop mit über 100 Artikeln musste ich damals schließen, um mich gestärkt auf den Nasensauger konzentrieren zu können. Durch meine positive Lebenseinstellung und vielen Meditationen habe ich wieder zu meiner Kraft gefunden. 2017 habe ich 2 Mitarbeiterinnen eingestellt: eine Sekretärin und eine Marketing-Assistentin. Ich habe gelernt zu delegieren und Mitarbeitern zu vertrauen. Alle Apothekengroßhändler haben mich als Lieferanten unter Vertrag. Ich arbeite mit vielen Hebammen und Kinderärzten bundesweit zusammen, die mein Produkt aus Überzeugung empfehlen.

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Wie sieht Erfolg für dich persönlich aus und was ist dein Weg dorthin?

Erfolg bedeutet für mich, aus den Steinen, die mir vor die Füße gelegt werden, einen Weg zu bauen, auf dem ich gehen kann. Meine mentale Stärke ist meine Superpower, das habe ich inzwischen begriffen. Denn ich bin davon felsenfest überzeugt, dass es erfolgt, was ich denke und tue und wie ich mich dabei fühle. Körperliche und mentale Gesundheit sind enorm wichtig.

Wie ist dein Setup und wie schaffst du es, den alltäglichen MomPreneurs-Wahnsinn irgendwie zu meistern?

Ich schreibe mir jede Woche meine To-do-Liste und arbeite sie Stück für Stück ab. Am Anfang habe ich mich viel zu sehr unter Druck gesetzt und fast bis zum Burnout getrieben. Das darf natürlich nicht passieren. Es ist mir nicht leichtgefallen, zu begreifen, dass ich ein Mensch und kein Roboter bin. Früher habe ich versucht durch irgendwelche Strukturen effizienter zu arbeiten, aber ich merkte schnell, dass jeder Tag mit einem Kind anders ist und es passieren täglich total unerwartete Dinge, wobei ich dann improvisieren muss.

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Jetzt erlaube ich mir auch, Auszeiten zu nehmen und frage mich täglich: Edith, worauf hättest du Lust heute? Und dann mache ich es. Vielleicht gleich am Morgen oder tagsüber oder als „Belohnung“ am Abend. An manchen Tagen arbeite ich bis Mitternacht, weil ich so gut im Flow bin und Texte für Blogartikel sprudeln aus mir heraus oder irgendwelche anderen Ideen, die ich gleich verwirklichen will. Dafür schlafe ich dann am nächsten Morgen länger. Ich stehe zwar auf, mache Frühstück für meinen Sohn und bleibe bei ihm während er frühstückt, aber dann lege ich mich wieder ins Bett und schlafe noch eine Runde. Ich sehe mein Leben viel entspannter als vor 5 Jahren und habe nicht mehr den Anspruch mir gegenüber, alle Rollen meines Lebens perfekt „spielen“ zu wollen. Work-Life-Balance ist für mich eine Utopie. 😊

Welche Top 3 Tipps & Tools bringen dir wirklich CRAZY Ergebnisse im Business oder erleichtern dir deinen CRAZY MomPreneurs-Alltag am meisten?

– eine Haushaltshilfe / Putzfrau zu haben

– Arbeiten im Business zu delegieren / outsourcen

– jeden Tag zu lesen (Sachbücher oder Bücher über Persönlichkeitsentwicklung) und mit einer geführten Meditation einzuschlafen

Wie können wir in unserer Gesellschaft mehr CRAZY MomPreneurship ermöglichen – welche Rahmenbedingungen braucht es dafür?

Es wäre schön, wenn es Co-Working-Plätze gäbe, wo Kinder willkommen sind. Und natürlich mehr Kita- und Kindergartenplätze mit Nachmittagsbetreuung. Und verständnisvolle Ehemänner/Partner, die die Mompreneurs tatkräftig unterstützen, hach!

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Dein wichtigstes Learning als MomPreneur für andere MomPreneurs?

Niemals aufzugeben, unter keinen Umständen, egal wie schwer die Gesamtsituation ist! Es gibt immer eine Lösung. Bilde dich weiter als Person – parallel zu deinem Geschäftsaufbau, dann entwickelst du dich als Person gleichzeitig mit deinem Business. Es ist wichtig, dass eine Neuprogrammierung deines Gehirns stattfindet, denn dein Erfolg entscheidet sich zwischen deinen Ohren. „Frau“ kommt nicht mit unternehmerischer Denkweise auf die Welt. Arbeite fleißig, habe aber Geduld auch mit dir selbst.

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