Eva | Übersetzungen | 1 Kind

Eva | Übersetzungen | 1 Kind

Nutze alles an Netzwerken, was sich dir bietet!

Wer bist du und was machst du?

Ich bin Eva Stiekema, Übersetzerin, Projektmanagerin und Inhaberin der Übersetzungsagentur Linguavision. Seit 2012 übersetze und manage ich Übersetzungsprojekte in vielen verschiedenen Sprachen für Kunden weltweit. Außerdem leite ich seit Mitte 2015 die MomPreneurs Treffen in Köln. Ich habe eine Tochter und bin mit einem Niederländer verheiratet.

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Woher kam die Idee für dein Business? Wie bist du gestartet und wie hast du das finanziert?

Die Idee ist über mehrere Jahre gewachsen. Ich habe über 10 Jahre angestellt im Übersetzungsbereich gearbeitet. Eigentlich hat mir das auch sehr gut gefallen, aber ich hatte immer Probleme mit meinen Chefs. Da war irgendwann die Konsequenz, dass ich mich selbständig machen muss.

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Ich habe meinen letzten Job gekündigt und sofort losgelegt. Der Sprung ins kalte Wasser war nicht einfach. Ich hatte kein Startkapital und keine finanzielle Unterstützung. Nur meinen Laptop und meine Motivation. Aber das hat gereicht.

Wie läuft es jetzt? Haben sich deine Erwartungen erfüllt? Und finanziell?

Es ist wirklich erstaunlich, was entstehen kann, wenn man erst einmal Freiraum und Gestaltungsmöglichkeiten hat. Es haben sich mir komplett neue Welten eröffnet und Chancen, von denen ich niemals geträumt hätte. Ich habe jetzt Kunden auf der ganzen Welt und arbeite auch ab und zu in Amerika bei einem sehr bekannten Unternehmen im Silicon Valley.

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Finanziell gesehen bin ich sehr zufrieden. Ich musste von Anfang an viel verdienen, daher habe ich mich irre ins Zeug gelegt. Inzwischen habe ich so viele Kunden, dass ich es alleine nicht mehr schaffe. Ich habe aber ein großes Netzwerk an tollen freiberuflichen Kollegen, mit denen ich zusammenarbeite.

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Wo und wie arbeitest du?

Ich arbeite eigentlich überall, zu Hause, im Garten, in der Bahn, im Café und im Coworking Space. Ich habe derzeit ein kleines Büro in einem Coworking Space in Köln. Ich finde es sehr wichtig zu Hause rauszukommen und andere Leute zu treffen. Das ist ein grundlegender Aspekt beim Freiberufler-Dasein. Ich bin sehr kommunikativ und muss jeden Tag mit jemandem reden.

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Nur zu Hause in meinem Kämmerlein – das ist nichts für mich. Ich brauche zum Glück nur mein MacBook und bin daher sehr flexibel, was meinen Arbeitsplatz betrifft. Ich kann allen wirklich nur empfehlen, auch einen Coworking Space zu nutzen – das ist das Konzept der Zukunft!

Wie ist dein Setup und wie schaffst du es Beruf und Familie unter einen Hut zu bringen?

Zum Glück habe ich schon ein Jahr, bevor meine Tochter auf die Welt gekommen ist, mein Unternehmen gegründet. Mein Mann war immer an meiner Seite und hat mich emotional unterstützt. Aber gerade im ersten Jahr mit Kind wurde mir alles zu viel – da habe ich mir Unterstützung geholt und erstmal rumgefragt, wer mir helfen könnte.

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Meine Schwester, mein Papa, meine Schwiegermutter, eine Nachbarin und eine liebe Bekannte haben dann zum Beispiel ab und zu auf meine Tochter aufgepasst oder sie von der Kita abgeholt. Ein Netzwerk ist wahnsinnig wichtig. Und wenn man keine Familie in der Nähe hat, dann halt Freunde und Bekannte fragen!

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Was würdest du anderen Müttern raten, die sich selbständig machen möchten?

Ich würde dir raten, einfach den Sprung zu wagen und loszulegen. Mach dich frei vom Sicherheitsdenken und glaub an dich und deine Fähigkeiten. Nutze Netzwerke wie MomPreneurs, wo du dir Unterstützung, Inspiration und Motivation holen kannst. Alleine ist oft alles viel schwerer. Gerade am Anfang brauchst du Leute, die ähnliches erlebt haben und die sich in der gleichen Lebenssituation befinden. Nutze daher alles an Netzwerken, was sich dir bietet!

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Deine Top 3 Tipps & Tools für selbständige Mütter, die Zeit, Geld und Nerven sparen?

  1. Suche dir einen Ausgleich zu deinem Business. Man kann nicht rund um die Uhr funktionieren. Ich mache zum Beispiel sehr gerne Sport. Wenn ich das nicht mache, leidet meine Produktivität und meine Laune.
  2. Plane Urlaub ein. Gerade am Anfang der Selbständigkeit nimmt man sich wenig Urlaub und arbeitet ständig. Plane Urlaub bewusst ein und nimm dir ein paar Wochen im Jahr frei.
  3. Ich mag die Ted Talks App. Dort könnt ihr sehr viele inspirierende Leute anhören. Hier ist ein lustiger Ted Talk zum Thema Work Life Balance, auch wenn er von einem Mann ist, höre ihn dir einmal an.

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