Günes | Online Handel | 3 Kinder

Günes | Online Handel | 3 Kinder

Ich sehe ein Problem? Ich jammere nicht. Ich löse es!

Wer bist du und was machst du?

„Sie sind ein Trüffelschwein, das seiner Nase folgt.“. Das sagte mir ein Coach vor einigen Jahren. Und ich muss sagen: Er hat Recht.  Ich lege mich nicht fest auf eine Sparte oder ein Thema, sondern entwickle mich mit meinen Interessen weiter.

Nach dem Abenteuer mit Mamikreisel hab ich erstmal eine Auszeit gebraucht. Danach habe ich gemerkt, dass ich Lust habe meine Erfahrung an andere Unternehmer weiter zu geben. Das habe ich schon damals nebenbei gemacht. Als ich mehr und mehr Anfragen bekam, hab ich überlegt wie ich es umsetze. So entstand die Agentur DieMacgyvers.

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Wir beraten sowohl Geschäftsideen, die noch in Planung sind, als auch Einzelunternehmer und kleinere und mittelständische Unternehmen, die vor lauter Möglichkeiten nicht wissen, was der nächste Schritt ist, um erfolgreicher zu werden. Kurzum: Eine Geschäftsberatung plus Umsetzung, wenn gewünscht. Ich und mein Netzwerk beraten nicht nur, wir setzen auch um. Wichtig ist uns, dass wir dem Kunden alles an die Hand geben, um sein Problem zu lösen. Wir halten kein Wissen oder Tool zurück. Danach entscheidet der Kunde, ob er sein Problem inhouse lösen will oder für alles oder Teile uns beauftragt.

Woher kam die Idee für dein Business? Wie bist du gestartet und wie hast du das finanziert?

Die Entwicklung von Innenstädten macht mich traurig. In jeder Stadt sind die gleichen Läden. Alles wird zum Einheitsbrei.
Ich kenne viele tolle Geschäftsideen. Doch den meisten fehlen die Ressourcen – fachlich gute Mitarbeiter sowie Geld für die nächsten Sprünge. Daher dachte ich mir: Wenn ich eine Veränderung will, dann muss ich bei mir starten. Das eine ist seine Konsumgewohnheiten zu hinterfragen.

Das andere ist aktiv einen Beitrag zu leisten, dass auch kleine Unternehmern „es schaffen“. Üblicherweise bekommen  nur die Großen eine TOP Beratung bei Agenturen. Das hab ich bei Mamikreisel auch oft erfahren. Gleichzeitig kenne ich viele gute Ideen, die dann aus Mangel an Ressourcen in der Nische bleiben. Das will ich aktiv ändern. Nicht nur durch ein bewußteres Einkaufen, sondern auch durch unsere Beratung.

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Ich wußte von Anfang an, dass Bedarf da ist. Daher hab ich mich darauf konzentriert so viele Unternehmer, kleinere und mittelständische Unternehmen zu erreichen und ihnen klar zu  machen, welchen Nutzen sie haben. Dass sie einen Boost in ihrem Geschäft bekommen. So kamen gleich Umsätze rein. Mein Netzwerk ist da eine Riesenunterstützung, da ich so auf verschiedene Expertisen zurückgreifen kann und wir dadurch alle wachsen können.
Jeder hat was, was er gut kann. Wenn man entdeckt, was das ist, weiß man wo es lang geht. Ich kann schnell die Ursache identifizieren und Lösungen anbieten, die sich umsetzen lassen, weil ich verstehe, was möglich ist. Man muss ich auf das fokussieren, was man will. Ich will Umsätze generieren, um auch meine Idee groß zu machen und weiter möglichst viele kleine erreichen zu können. Das hat mit Mamikreisel funktioniert. Jetzt will ich es ein 2. Mal wissen.

Wie läuft es jetzt? Haben sich deine Erwartungen erfüllt? Und finanziell?

Ich gebe zu, dass ich nicht gedacht habe, dass es so gut anläuft. Finanziell läuft es für mich gut. Doch ich will weiter wachsen und auch international beraten. Eine neue App ist in der Umsetzung. Da ich ein Team von festen Mitarbeitern aufbauen will, um mehr Beratungen und Umsetzungen anbieten zu können, merke ich wie der nächste Schritt, besser der Spagat, auf mich wartet. Es ist mal wieder eine aufregende Zeit.

Wo und wie arbeitest du?

Sehr flexibel. Wir haben ein Büro in der Münchner Innenstadt, aber ich arbeite immer dort, wo es möglich ist. Hauptsache ich habe Internet. Mein Team kann auch flexibel arbeiten. Ich finde es nur gut, wenn wir uns regelmäßig sehen. Denn persönlich kann man besser an Konzepten arbeiten und besser klären, was nicht klar ist. Ich bin überzeugt davon, dass jeder so arbeiten sollte, wie er sich wohlfühlt. Es geht nicht darum Zeit abzusitzen, sondern gute Ergebnisse zu schaffen. Ich glaube daran, dass ich sowieso niemandem etwas befehlen kann, sondern sie versuchen zu motivieren, damit sie über sich hinaus wachsen. Diese entspannte Atmosphäre versuche ich immer zu schaffen. Auch Fehler gehören dazu. Und sind sehr wertvoll. Sie schärfen das Bewusstsein und machen einen besser.

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Wie ist dein Setup und wie schaffst du es Beruf und Familie unter einen Hut zu bringen?

Ich organisiere mich gut und ich entscheide viel aus dem Bauch heraus. Wenn ich für eine Entscheidung zu lange Zeit brauche, dann weiß ich mittlerweile, dass mir Informationen fehlen. Wenn ich diese dann beschaffe, geht es grundsätzlich ganz schnell. Ich muss mich wohlfühlen mit der Entscheidung. Dann bereue ich sie nicht, auch wenn sie ungemütlich war. Das Wichtigste ist allerdings, dass mein Mann, meine Familie und unsere Freunde uns unterstützen. Sie passen auf die Kids auf, wenn Not am Mann ist und sind immer als Gedankenaustauschpartner da. Außerdem versuche ich mich mit positiv denkenden Menschen zu umgeben. Diese Energie pusht einen weiter, auch wenn die eigene Kraft mal ausgeht.

Mein Mann und ich teilen uns die Kinderbetreuung gleich auf. Wir sind beide viel unterwegs und deshalb hat jeder Mal die Kinder alleine.Das ist auch so mit Arztterminen, Haushalt ist eher meins, Einkaufen macht eher mein Mann. Wichtig dabei ist zu lieben, was man tut. Denn man kommt oft an seine Grenzen. Da sollte man überzeugt sein, dass das was macht, gut für einen ist.

Was würdest du anderen Müttern raten, die sich selbständig machen möchten?

Einem muss klar sein: Es ist harte Arbeit und dauert länger als man meint. Außerdem sollte man seinen Prinzipien treu bleiben. Nicht in etwas reindrängen lassen, was man nicht ist.
Es ist wichtig, dass man sich treu bleibt – egal wie komisch oder unsinnig das andere finden. Andere neiden einem manchmal den Erfolg oder sind aufrichtig besorgt. Doch das kostet meist viel Kraft gegen die Zweifler wieder zu sich zu finden. Da hilft es eine Eigenschaft zu können – weghören. 🙂

Deine Top 3 Tipps & Tools für selbständige Mütter, die Zeit, Geld und Nerven sparen?

  1. Besorg Dir ein Smartphone – so kann man Mails auf dem Weg zur Kita erledigen und hat den Kopf dann für die Kinder und andere Aufgaben frei.
  2. Bleib Lustig! Auch wenn es mal finanziell oder zeitlich eng wird. Die gute Laune darf man nicht verlieren. Denn einen anderen Job kann man immer machen. Aber man hat sich für den Weg entschieden. Das ist die eigene Verantwortung und diese sollte man mit allen Höhen und Tiefen genießen.
  3. Nimm Dir immer wieder kreative Auszeiten. Sich mit Freunden treffen, weiterspinnen, wie es werden könnte, neue Ideen und Feedback holen. Das tankt mich immer enorm auf

Links:

Website: http://diemacgyvers.de/

Xing: https://www.xing.com/profile/Guenes_Seyfarth

Facebook: https://www.facebook.com/gunes.seyfarth?ref=bookmarks

Gegründete Kita: https://www.karlundliesl.de

Bilder: Günes Seyfarth, Hauke Seyfarth

1 Kommentare
  • Isabell
    Posted at 06:48h, 26 Juni Antworten

    Schönes Interview. Und sie ist wirklich so. Ein ganz toller Mensch den ich auf dem Treffen in Berlin kennenlernen durfte. Weiter so und liebe Grüße

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