Iwona | Kinder-Apps | 2 Kinder

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Iwona | Kinder-Apps | 2 Kinder

Kritiker als Entwicklungshelfer sehen

 

Wer bist du und was machst du?

Ich bin Iwona Mallon, Gründerin von Edulingu und Entwicklerin der Kinderbuch-Spiele-Apps “Dackel Darius” und “Schatzkiste”. Im Fokus meiner Apps stehen die Förderung und die Erweiterung des Spracherwerbs von Kindern im Vor- und Grundschulalter.

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Als Mutter von zwei Kindern im Alter von 4 und 8 Jahren weiß ich, wie wichtig das Spielen für die kindliche Entwicklung ist. Deshalb sind meine Apps so konzipiert, dass sie das explorative Lernen ermöglichen, die Medienkompetenz stärken und neue Lernimpulse setzen. Ziel ist es, neue Reize zu schaffen und dadurch elementare Grundsteine im Lern- und Sprachbereich zu legen.

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Woher kam die Idee für dein Business? Wie bist du gestartet und wie hast du das finanziert?

Der Wunsch nach eigenem Business reifte schon lange in mir, jedoch fehlte es mir an Ideen bzw. die Ideen, die ich hatte, waren finanziell nicht umsetzbar. Als ich mich nach der Geburt meiner ersten Tochter von meiner Vollzeitstelle als Vertriebssachbearbeiterin in die Elternzeit verabschiedete, suchte ich nach einer Möglichkeit, mein Familien- und Arbeitsleben ausgewogen zu gestalten.

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Somit übernahm ich zunächst eine freiberufliche Home-Office-Tätigkeit für Lionbridge Technologies als Internet Search Administrator. Während der 5jährigen Beschäftigung eignete ich mir ein breites technisches Wissen an. Die zündende Idee für ein eigenes Business kam mit dem Kindergarteneintritt meiner Tochter. Mir fiel der große Sprachförderbedarf bei Kindern auf. Zum gleichen Zeitpunkt begann ich mich mit Smartphones und Tablets zu befassen.

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Schnell merkte ich, dass es explizit zum Thema Sprachförderung keine Apps gab. Die Idee war geboren. Ich konnte meine hohe technische Affinität mit meinen Erfahrungen als Mutter kombinieren. Ich fing an, mich mit der kindlichen Sprachentwicklung intensiv zu beschäftigen und ging bei einer Kinderlogopädin in die “Lehre”.

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Gleichzeitig studierte ich Fachliteratur zum Thema App-Entwicklung. Die erste App habe ich mit Eigenmitteln finanziert. Von der Idee über Konzeptentwicklung bis zur Vermarktung konnte ich nahezu alles alleine machen. Es fielen lediglich die Kosten für die Grafik und die Programmierung an. Um diese möglichst gering zu halten, habe ich beide Dienstleistungen im Ausland eingekauft.

Wie läuft es jetzt? Haben sich deine Erwartungen erfüllt? Und finanziell?

Als Indie-Developer und Ein-Frau-Unternehmen ist es nicht einfach, sich gegen großen Firmen und Verlage zu behaupten. Zudem sind meine zeitlichen und finanziellen Ressourcen als Mutter begrenzt. Ich kann von meinen Apps zurzeit noch nicht die komplette Familie ernähren.

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Die ersten beiden Apps habe ich für den deutschsprachigen Raum entwickelt. Dieses Jahr werde ich eine mehrsprachige App veröffentlichen. Dadurch erwarte ich einen größeren Käuferkreis zu erreichen. Das immaterielle Vermögen in Form meines Wissens, das ich mir in der Zeit angeeignet habe, ist dafür enorm.

Wo und wie arbeitest du?

Ich bin in der glücklichen Lage von zu Hause aus arbeiten zu können. Mein Mann ist im IT-Bereich tätig. Somit bin ich mit modernster Kommunikationstechnik ausgestattet. Mit den Dienstleistern, die ich beauftrage, kommuniziere ich unkompliziert via Skype und mit Tools, die die Teamarbeit unterstützen (z.B. Google Docs).

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Wie ist dein Setup und wie schaffst du es Beruf und Familie unter einen Hut zu bringen?

Hauptsächlich arbeite ich vormittags, wenn meine Kinder im Kindergarten oder in der Schule sind. Bei Krankheit oder anderen kleinen “Katastrophen” springen meine Eltern ein, die in unmittelbarer Nähe wohnen. Mein Mann ist beruflich stark eingebunden, übernimmt jedoch, wenn Arbeit am Wochenende ansteht. Durch das Home-Office und die Unterstützung meiner Familie bin ich in meiner Arbeitszeitgestaltung sehr flexibel.

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Was würdest du anderen Müttern raten, die sich selbständig machen möchten?

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  • Nicht nach Perfektion streben. Erspart jede Menge Stress.
  • Zeitkiller und Energievampire analysieren und eliminieren.
  • Zum Energiesammler werden. Die Punkte auf dem Gute-Karma-Konto ernähren nicht die Familie.
  • Eigene Fähigkeiten und Ergebnisse mehr in den Vordergrund rücken. In dem Punkt können sich Frauen eine Scheibe von den Männern abschneiden.
  • Sich von Rückschlägen nicht entmutigen lassen. Jedes große Ziel ist nur mit Anstrengung zu erreichen.
  • Kritiker als Entwicklungshelfer sehen. Kritik zur Selbstreflexion nutzen. Nur so kann man sich verbessern!

Deine Top 3 Tipps & Tools für selbständige Mütter, die Zeit, Geld und Nerven sparen?

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  1. Buchtipp: Ente oder Adler. Vom Problemsucher zum Lösungsfinder. Einfach mal über seinen Teichrand hinausgucken!
  2. Tool: Bufferapp.com-Online Dienst zum effizienteren Teilen auf Social-Media-Kanälen
  3. Persönlicher Tipp: Immer zwei gekühlte Gurkenscheiben im Kühlschrank und einen guten Concealer in der Handtasche parat haben- Wundermittel gegen die fiesen Schatten um die Augen eines MomPreneurs 🙂

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Links

Webseite: www.edulingu.de

Xing: www.xing.com/profile/Iwona_Mallon

Facebook: www.facebook.com/Edulingu

Twitter: https://twitter.com/Edulingu

Bilder: Iwona Mallon

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