Jana Berger | Online-Marketing | 1 Kind

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Jana Berger | Online-Marketing | 1 Kind

Diese ständige Abgrenzung zwischen Karriere-Bitches und Heimchen am Herd nervt mich total.

Wer bist du, was machst du und warum?

Ich bin Jana, 28 Jahre, Mama der kleinen Lilith und lebe in einem Mehrgenerationenhaus zusammen mit meiner Tochter, meinem Mann, unseren zwei Hunden und meiner Mutter! In meiner hinteren Hosentasche habe ich immer mindestens 3 verschiedene Visitenkarten und bin manchmal verwirrt, wem ich mich wie vorstellen soll. 2-fach-Bloggerin (jananibe.de und wowmom.tv)? Agentur-Gründerin (media-berger.de)? Mutter? Man könnte sagen, dass ich ein typischer Millennial bin und einfach Spaß daran habe, mehrere Leben gleichzeitig zu führen. Früher war ich gefangen in einem „Das-macht-man-halt-so“-Mindset. Habe mich durch alle Meilensteine gequält und war permanent unglücklich. Ich möchte beweisen, dass man sein kann, wer man will. Ganz egal, wo man herkommt. Und dass das eigene Leben einem immer Freude bereiten sollte, auch wenn das bedeutet, dass man tausendmal neu anfangen muss.

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In einem Satz: Was ist deine CRAZY Mission, das Wichtigste, was du für dich & andere bewirken möchtest?

Meine Message ist: Leben, leben, leben! Alles mitnehmen was geht. Jede Erfahrung, jeden Tiefschlag, jede Chance. Einfach machen. Mutig sein und die Angst vergessen. Okay … war nicht wirklich ein Satz, aber man muss sich ja nicht immer an die Regeln halten.

Was läuft bei dir als Mutter und Unternehmerin anders und warum ist das CRAZY?

Ich weigere mich vehement zu akzeptieren, dass es für uns als Frauen, Mütter und Unternehmerinnen Grenzen geben soll. Schon oft habe ich mich von Arbeitgebern und meinem Umfeld unter Druck gesetzt gefühlt, mich zwischen Kind und Karriere zu entscheiden.

Willst du als Mutter Karriere machen, musst du eben bereit sein, wichtige Meilensteine deiner Kinder zu verpassen. Möchtest du als Mutter präsent sein, kannst du deine eigene Karriere vergessen. Nein, das kann ich einfach nicht akzeptieren!

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Vielleicht bin ich CRAZY, weil ich einen Weg suche, beides miteinander zu vereinbaren und zwar ohne ständig kurz vorm Burnout zu stehen. Aber ich glaube fest daran, dass wir Frauen einen tollen Job machen und trotzdem aktiv am Alltagsleben unserer Kindern teilnehmen können inkl. zweistündigem Sandburgenbauen auf dem Spielplatz unter der Woche.

Wie sieht Erfolg für dich persönlich aus und was ist dein Weg dorthin?

Erfolg ist für mich, einen Job zu machen, den ich liebe und damit gutes Geld zu verdienen. Dabei glücklich zu sein ist für mich das höchste Gut! Hätte ich noch vor fünf Jahren gedacht, dass ich eine wunderbare, kleine Familie haben würde, zwei erfolgreiche Blogs, ein riesiges Netzwerk und mich mit meiner eigenen Agentur selbstständig mache? Niemals … ich hatte ein abgebrochenes Studium, einen quälend langweiligen Bürojob ohne jegliche Eigenverantwortung und nahm schon mit Anfang Zwanzig Antidepressiva, um mein Leben ertragen zu können. Erfolg ist für mich auch, die Hauptrolle in meinem eigenen Leben zu spielen und endlich Verantwortung für sich selbst zu übernehmen! Schritt für Schritt habe ich mich nach Oben gekämpft, habe die Selbstzweifel abgeschüttelt und gelernt Positives aus meinen Niederlagen zu schöpfen. Scheitern ist immer noch besser, als es nie versucht zu haben.

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Wie ist dein Setup und wie schaffst du es, den alltäglichen MomPreneurs Wahnsinn irgendwie zu meistern?

Als ich mit Mitte Zwanzig schwanger wurde, war für mich klar: Das schaffe ich niemals alles allein! Ich bin der festen Überzeugung, dass man im Leben oft auf Hilfe angewiesen ist und man sich dafür nicht schämen muss. Ohne die Unterstützung meiner Mutter, Schwiegermutter und meines Mannes könnte ich meine beruflichen Träume nicht verwirklichen. Ich habe also den absoluten Luxus, ein starkes Setup zu haben und meine Tochter jederzeit in familiäre Hände geben zu können. Meine Mutter war alleinerziehnd und hatte keinerlei Hilfe. Daher weiß ich, wie viel Glück ich habe.

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Welche Top 3 Tipps & Tools bringen dir wirklich CRAZY Ergebnisse im Business oder erleichtern dir deinen CRAZY MomPreneurs Alltag am meisten?

Kein Scherz: Ein handgeschriebener Kalender! Ich bin so viel online unterwegs, habe zig Mailadressen, Kanäle und Accounts. Deshalb organisiere ich mich nur noch handschriftlich. Lange habe ich gedacht, ich müsse als Online-Marketing-Experte auch wirklich alles online und papierlos erledigen. Seitdem ich diese Einstellung abgelegt habe, bin ich viel besser organisiert.

Jana-Bergers-Kalender-und-iPhone

Außerdem könnte ich nie auf mein iPhoneX, ein Stativ und Lightroom verzichten, denn egal in welcher Branche man arbeitet – als Unternehmer sollte man heutzutage jeden Schritt und jeden Meilenstein für Social Media dokumentieren. Dafür braucht man täglich unglaublich viel visuellen Content in Form von Fotos und Videos. Mit einem guten Smartphone und einem professionellen Bildbearbeitungsprogramm auf dem Handy halte ich meine Follower, mein Netzwerk und potentielle Kunden immer auf dem Laufenden und generiere dadurch nebenbei Aufträge.

Jana-Bergers-Instagram-Account

CRAZY Ergebnisse habe ich auch dadurch, dass ich eine Art Business-Persona für mich entwickelt habe. Ich gebe meinen Partnern visuell eine Schublade, in die sie mich einordnen können. Das mag vielleicht oberflächlich klingen, aber jemand der Social Media und Influencer-Marketing verkauft, sollte auch so aussehen. Die langen blonden Beach Waves, die lockeren, weißen Blusen und das Make-Up sind letztlich nichts Anderes, als eine Business-Uniform. Im Job interessiert niemanden, wie vielschichtig ich als Mensch bin oder dass ich eigentlich viel lieber ungeschminkt, mit Mama-Dutt und Jogginghose herumlaufe. Dass ich nicht so doof bin wie ich aussehe, bemerken die Meisten spätestens, wenn ich den Mund aufmache. Aber der erste Eindruck ist durch nichts zu ersetzen. Ich sage nicht, dass jeder herumlaufen sollte wie Daniela Katzenberger. Aber es erleichtert den Arbeitsalltag als Unternehmer enorm, wenn man das verkörpert, was man verkauft.

Wie können wir in unserer Gesellschaft mehr CRAZY MomPreneurship ermöglichen – welche Rahmenbedingungen braucht es dafür?

Vertrauensvolle Kinderbetreuung, die wenig kostet! Wer keine Zeit zum Arbeiten hat, der wird auch kein erfolgreiches Unternehmen aus dem Boden stampfen. Denn wer diesen Weg wählt, muss viele Extrameilen laufen und das kostet nunmal enorm viel Zeit und Kraft. Auch diese ständige Abgrenzung zwischen Karriere-Bitches und Heimchen am Herd nervt mich total. Ich bin als Frau nicht schwach, wenn mir wichtig ist, dass meine Familie morgens, mittags und abends eine ordentliche Mahlzeit auf dem Tisch hat. Und überhaupt sollten wir davon wegkommen nur Frauen mit typisch männlichen Eigenschaften als „stark“ zu werten. Ich bin stolz auf meine Weiblichkeit! Stolz darauf, dass ich im Auto auch mal anfange zu weinen, weil mir alles zu viel wird. Das bedeutet aber nicht, dass ich schwach bin. Ich weiß genau, was ich will! Aber ich löse als Frau, meiner Meinung nach, vieles ganz anders als es ein Mann tun würde.

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Meine Blogpartnerin sagt immer, ich sei total 1940. Aber ich bin in einem extrem feministischen Haushalt aufgewachsen, in dem Männer absolut nichts zu sagen hatten. Mir wurde beigebracht, dass typisch weibliches Verhalten schwach ist und dass Frauen hart und unnachgiebig sein müssen, um gegen Männer zu bestehen. Dazu kann ich ganz klar sagen: Von Feminismus habe ich eine andere Vorstellung. Zwischen gleich und gleichberechtigt gibt es für mich nämlich einen riesengroßen Unterschied! Wenn wir Frauen endlich verstehen, dass wir uns nicht zwischen Kindern und Karriere entscheiden und unser Verhalten dem der Männer nicht anpassen müssen, dann gäbe es auch viel mehr Raum für CRAZY MomPreneurships.

Jana-Bergers-Blog-mit-ihrer-Partnerin-Saskia

Dein wichtigstes Learning als MomPreneur für andere MomPreneurs?

Erstens: Die Elternzeit nutzen, um sich persönlich und beruflich weiterzuentwickeln und darüber nachzudenken, was man sich als Frau und Mutter wirklich vom Leben erwartet. Gerade mit Kind mischen sich die Karten nochmal komplett neu.

Zweitens: Netzwerken ist wichtiger, als ich früher gedacht hätte, und immer selbstbewusst auftreten, ohne sich in den Himmel zu loben. Beides hat mich in den letzten zwei Jahren extrem nach vorne gebracht. Wie hart es ist, ohne Kontakte zu überleben, weiß ich deshalb, weil ich absolut bei Null angefangen habe. Als ich begonnen habe zu bloggen, kannte ich buchstäblich niemanden und niemand kannte mich! Ich hatte keine Kontakte. Nirgendwohin. Während andere ihre Praktika, Ausbildungsplätze und Jobs zum großen Teil über das Netzwerk der Eltern ergatterten, musste ich bei Fremden geradezu betteln, um eine Chance zu bekommen. Heute bekomme ich die meisten Kundenanfragen und Kooperationen über mein Netzwerk und bin sehr dankbar für den Rückenwind, ohne den ich wohl nie meine Geschichte erzählen könnte…

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Links:

Website: www.media-berger.de

Blog: www.jananibe.de und www.wowmom.tv

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