Jana | E-Commerce | 1 Kind

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Wagen, selbst wenn es schief geht

Wer bist du und was machst du?

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Ich bin Jana Borrack, Gründerin des Onlineshops Kayalana, IT Projektleiterin im Gesundheitswesen und Mutter. Somit habe ich also 3 Jobs, die ich liebe und keinen davon missen möchte.

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Vormittags arbeite ich in einer Privatklinik und realisiere IT Projekte. Hier lebe ich meine Affinität für Medizin und IT aus. Ab frühen Nachmittag manage ich den Haushalt, spiele mit meiner Tochter und – soweit es geht – packe ich nebenher schon Bestellungen und bringe sie zur Post.

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Abends, wenn meine Tochter schläft, kümmere ich mich um meinen Shop: Produktfotos machen, Blog schreiben, Trends verfolgen, Netzwerken oder Programmierarbeiten an der Shop-Software. Meinen Onlineshop betreibe ich von Zuhause, wo auch meine kleine Tochter stets um mich herum ist. Mir ist es wichtig, dass ich sie nicht für meine Arbeit vernachlässige. Ich möchte sie aufwachsen sehen und ein wichtiger Bestandteil in Ihrem Leben sein.

Woher kam die Idee für dein Business? Wie bist du gestartet und wie hast du das finanziert?

Während meines Mutterschutzes habe ich mein Handarbeits-Hobby zum Beruf gemacht. Meine Tochter war so pflegeleicht, dass ich ziemlich viel Freizeit hatte und viel gestrickt habe. Zu der Shop-Idee kam es, weil ich meine Garne stets im Ausland bestellt habe, weil diese in der Schweiz nicht erhältlich waren. Diese Marktlücke machte ich mir zunutze und ich kombinierte meine Leidenschaft für Handarbeit, Fotografie, Design, Programmierung und das Managen.

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Unterstützt wurde ich sehr viel von meinem Mann. Er ist im Marketing tätig und war mir eine große Hilfe während des Shop-Starts. Dank ihm wurde ich schnell bekannt und wurde in Suchmaschinen gut gefunden.

Finanziert habe ich das Ganze aus eigener Tasche. Ein Shop möchte ja mit Sortiment gefüllt sein und dieses habe ich aus aller Welt zusammen bestellt. Dieses lagert nun alles in Regalen in unserem Büro.

Wie läuft es jetzt? Haben sich deine Erwartungen erfüllt? Und finanziell?

Ich werde immer bekannter und ich bekomme viel positives Feedback. Zum Beispiel, dass die Leute froh sind, dass sie endlich auch in der Schweiz bestellen können, dass sie meine Farbauswahl toll finden oder das Design des Shops sehr ansprechend finden. Das gibt mir Mut weiter zu machen. Denn rechnen tut sich der Shop noch nicht. Ich kann zwar meine Unkosten davon decken und auch neue Ware bestellen, aber für mich fällt dabei noch nichts ab.

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Jetzt startet die Strick-Jahreszeit und ich hoffe sehr, dass es viele Bestellungen geben wird. Ich habe noch so viele Ideen, die ich gerne umsetzen möchte, aber dafür muss erst einmal wieder etwas vom eingesetzten Kapital zurückfließen.

Wo und wie arbeitest du?

Vormittags bin ich in der Klinik und meine Tochter bei der Tagesmutter, am frühen Nachmittag hole ich sie ab und wir fahren nach Hause. Dort habe ich auch das Büro und Lager für meinen Shop, den ich komplett von Zuhause betreibe, wo es langsam ein Platzproblem gibt. Wenn das Sortiment grösser wird, muss ich ernsthaft in Erwägung ziehen, ein Lager dazu zu mieten.

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Wie ist dein Setup und wie schaffst du es Beruf und Familie unter einen Hut zu bringen?

Mein Mann ist unser Hauptverdiener und studiert jetzt nebenher auch noch. Somit kümmere ich mich viel um unsere Tochter und den Haushalt, wobei ich mich da von einer Reinigungsfrau unterstützen lasse. Eigentlich greift alles in einander über. Wenn ich Zuhause bin und mich um meinen Shop kümmere, ist das für meine Tochter auch eine Art Spiel.

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Sie darf dann in den Schubladen kramen oder auf meinem Schoss sitzen, wenn ich eine Email schreibe. Und für mich ist es wie ein Hobby. Ich mache es so gerne, dass ich oft gar nicht merke wie viel Energie ich da reinstecke. Manchmal muss mich mein Mann ermahnen, dass ich auch mal wieder Luft hole und relaxe.

Was würdest du anderen Müttern raten, die sich selbständig machen möchten?

Wenn man der Typ für Selbständigkeit ist, eine gute Managerin und einen Background hat, der einen fachlich und seelisch unterstützt, dann würde ich raten – Mach es! Wenn einem das Geld nicht allzu sehr am Herzen liegt, dann soll man es wagen, selbst wenn es vielleicht schief geht. Es ist immer eine Zeit, aus der man viel fürs Leben lernt.

Ich denke, wenn man mit Leib, Seele und Herzblut dabei ist, dann kann es gar nicht schief gehen.

Deine Top 3 Tipps & Tools für selbständige Mütter, die Zeit, Geld und Nerven sparen?

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  1. Google-Kalender: Hier planen mein Mann und ich unsere Termine gemeinsam. Jederzeit und von überall abrufbar.

  2. Sich wirklich ganz bewusst Zeit für das Kind nehmen. Handy aus, Computer aus und eine Stunde voll und ganz dem Kind widmen ohne jegliche Ablenkung. Besonders wichtig, wenn das Büro im gleichen Haus ist und die Grenzen zwischen privat und beruflich verschmelzen. Das gleiche gilt übrigens auch für den Ehepartner 😉

  3. Buchtipp für Mütter: Kinder verstehen von Herbert Renz-Polster

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Links

Website: https://www.kayalana.ch/de/

Facebook: https://www.facebook.com/KAYALANAOnlineshop

Instagram: https://instagram.com/kaya_lana/

Google+: https://plus.google.com/104524622491676024119/videos

Bilder: Jana Borrack

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