Johanna | Unternehmensberatung | 1 Kind

Johanna | Unternehmensberatung | 1 Kind

Gemeinsam macht es mehr Spaß

Wer bist du und was machst du?

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Wer ich bin: Johanna, Psychologin, Unternehmensberaterin, leidenschaftliche Mama von Jonathan (dem kleinen Menschen völlig verfallen) und stolze Frau eines Berliners. Ich habe die weltbesten Arbeitskollegen und Freude daran meine Arbeit selbst zu gestalten. Ich bin sehr interessiert daran, warum der Mensch sich so verhält wie er es tut und schätze gleichzeitig die Unterschiedlichkeit von Menschen. Energie tanke ich vor allem im Kreis meiner Familie.

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Ich bin abenteuerlustig und ein Sommer- und Sonnenfan: Zungen-Piercing auf Rucksackreise durch Thailand, Fallschirmspringen in Australien, Drachenflug über Rio de Janeiro, Höhlenklettern in Neuseeland, Hunde- und Katzenfan aber leider keine Zeit für artgerechte Haltung und verrückt genug um zur Firmentaufe mit Anzug von der Oberbaumbrücke zu springen. Außerdem bin ich geschäftsführende Gesellschafterin der Unternehmensberatung Summer&Co. Kurz: mein Tag hat zu wenig Stunden.

Was ich mache: Strategische Unternehmensberatung. Ja – ziemlich klischeebehaftet. Aber es gibt nicht nur die Bösen. Ich gehöre zu den Guten 😉 Vor 1,5 Jahren habe ich zusammen mit drei Kollegen die Beratung Summer&Co gegründet und wir haben den Anspruch, Unternehmensberatung fern ab von (zu Recht) bestehenden Vorbehalten zum Berufsfeld zu praktizieren. Das gelingt uns, glaube ich, ganz gut.

Ich berate Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen rund um die Themen Marketing/Vertrieb, Innovation und Organisationsentwicklung. Bei Summer&Co versuchen wir weitestgehend hierarchiefreie Strukturen zu schaffen, die die persönliche Entfaltung jedes Einzelnen fördern; wir sind ein selbststeuerndes Unternehmen.

Imagefilm Summer&Co

Firmentaufe Summer&Co

Woher kam die Idee für dein Business? Wie bist du gestartet und wie hast du das finanziert?

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Ich habe viele Jahre Unternehmen beraten und mich dann mit meinen Lieblingskollegen dazu entschlossen auszugründen. Die Idee ist über einen Zeitraum nur weniger Monate gereift. Nur 6 Wochen vor Entbindung habe ich mich entschieden, die Festanstellung zu verlassen und mich selbstständig zu machen: ich war mir sicher, dass wir es gemeinsam schaffen.

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Ich habe Berufserfahrung im Beratungs-Business in Kombination mit kompetenten und liebenswerten Kollegen. Durch meinen MBA-Abschluss habe ich zudem ein fundiertes theoretisches Wissen, so dass ich auf die Gründung und Unternehmensführung rundum gut vorbereitet war. Geld ist für mich etwas, das ich mir immer selbst erarbeiten musste. Für die GmbH & Co. KG ist eine Pflichteinlage notwendig, für die ich mein Erspartes genutzt habe.

Zuhause sehen mein Mann und ich uns beide gleichberechtigt in der Pflicht, unser Kind zu erziehen, unseren Lebensunterhalt zu verdienen und uns damit unsere Wünsche zu verwirklichen. Im Klartext: Erziehung und Betreuung 50/50 und Lebensunterhalt 50/50.

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Ohne den Rückhalt meines Mannes hätte ich den Schritt in die Selbstständigkeit nicht gemacht. Ich wusste von vornherein, dass dieser Job mit Mama-Sein ohne vorbehaltlose Rückendeckung des Partners nicht funktioniert. So bin ich meinem Mann 1,5 Jahre nach Unternehmensgründung extrem dankbar. Dafür, dass er sich für meinen Job interessiert, ihn super findet und ein wunderbar engagierter Papa ist. Auch dafür, dass er ab und an mal eine motzende Johanna erträgt.

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Wie läuft es jetzt? Haben sich deine Erwartungen erfüllt? Und finanziell?

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Ich bin ehrlich erstaunt darüber, wie gut die Doppelbelastung Job und Mama-Sein funktioniert und möchte nichts anders machen, sondern ich fühle mich gerade genau richtig.

Finanziell gesehen ist es doch eine völlig andere Sache selbständig zu sein. Als Arbeitnehmer kann man sich auf sein Gehalt verlassen. Auf die Höhe und auch auf die Regelmäßigkeit; in der Selbstständigkeit bin ich dafür verantwortlich, was auf meinem Gehaltszettel steht. Ich muss mich selbst um Aufträge kümmern und darum, dass feste Arbeitnehmer in unserer Firma ausgelastet sind.

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Ich bin verantwortlich dafür, dass wir genug Umsatz machen, so dass es für alle reicht. Ich erlebe ein sehr hohes Maß an Verantwortung. Damit kann ich gut umgehen, aber nur, weil mir klar ist, dass ich sehr achtsam mit mir selbst und anderen umgehen muss.

Wo und wie arbeitest du?

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Es gibt auch im selbststeuernden Unternehmen verschiedene Rollen, an denen jedoch keine „Führung“ im klassischen Sinne hängt; wir sind bei Summer&Co derzeit fünf Anteilseigner, drei Geschäftsführer, drei feste Mitarbeiter und ein Netzwerk aus etwa 15 Freelancern, die regelmäßig Projekte bearbeiten. Tendenz steigend.

Wenn ich auf Kundenprojekt bin, ist mein Ort das Kundenbüro, das Hotelzimmer, der Zug, das Auto oder auch mal das Flugzeug – das kann ich mir nicht aussuchen, aber da bin ich genügsam. Ich mag die Abwechslung. In Berlin wechsle ich je nach Befinden zwischen Homeoffice, Büro, einem Café oder auch gerne einem schönen Park im Sommer. Damit auch alle anderen so flexibel arbeiten können, arbeiten wir z.B. mit Sharepoint, wo wir ortsunabhängig gleichzeitig an Dateien arbeiten können.

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Wie ist dein Setup und wie schaffst du es Beruf und Familie unter einen Hut zu bringen?

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Jonathan ist jetzt 18 Monate alt und geht (zum Glück) mit viel Freude in die Kita. Montag und Dienstag ist mein Mann „Hinbringer“ und „Abholer“, Mittwoch die Oma, Donnerstag und Freitag mache ich das. Das gilt für eine Woche, auf der ich auf Kundenprojekt bin und teilweise auch über Nacht nicht zuhause bin (dann wird abends mit Jonathan und seinem Papa geskyped). In projektfreien Zeiten bleibt Mittwoch Oma-Tag, die restliche Tage teilen wir flexibel auf, je nach Kalender und Prioritäten.

Ich versuche, an meinen Tagen Jona um 15 Uhr abzuholen um den Nachmittag mit ihm oder befreundeten Müttern und deren Kindern zu verbringen. Falls an solchen Tagen Arbeit übrigbleibt, erledige ich sie abends in unserem Arbeitszimmer. Das stört mich nur selten. Solange ich es schaffe, in projektfreien Zeiten den Akku wieder aufzuladen ist das für mich ein Gleichgewicht das funktioniert.

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Meine Kunden haben hohe Erwartungen in Bezug auf Qualität, Geschwindigkeit und Flexibilität der Leistungserbringung, die in großen Teilen beim Kunden vor Ort erfolgt. Ich arbeite in der Regel deutlich mehr als die üblichen 40 Stunden, meistens auch mehr als 50. Das stellt mich persönlich als Mutter, die eine aktive Rolle in ihrer Familie übernehmen möchte, vor große Herausforderungen.

Mit einem klassischen Teilzeitmodell können die projekt- und kundenseitigen Anforderungen kaum erfüllt werden und ein permanentes Auslagern der Kinderbetreuung und -erziehung auf Großeltern oder Nannys ist für mich keine wünschenswerte Option. Daher ist es branchenüblich, dass die Beratungskarriere mit der Elternschaft entweder endet – meist für Beraterinnen – oder dass Familie nur an den Wochenenden stattfindet.

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Bei Summer&Co wollen wir das anders machen. Viele von uns sind auch Papa oder Mama. Wir wollen einen hochwertigen Beratungsanspruch mit einer aktiv ausgeübten Verantwortung unseren Kindern und Familien gegenüber vereinen. Im ersten Schritt bedeutet das, individuelle Gestaltungsräume zu schaffen, sowohl für den Job, als auch für die Familie. Dazu gibt es schon vielversprechende Ansätze, die aber nur ein Anfang sein können. So gibt es bei uns beispielsweise das Summer&Kids Camp: wir fahren regelmäßig an inspirierende Orte um Spaß, Familie und Arbeit zu vereinen.

Was würdest du anderen Müttern raten, die sich selbständig machen möchten?

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Frühzeitig professionelle Beratung für kleines Geld hinzuziehen (Gründungsberatung, Rechtsanwalt etc.).

Deine Top 3 Tipps & Tools für selbständige Mütter, die Zeit, Geld und Nerven sparen?

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  1. Gemeinsam macht es mehr Spaß als allein
  2. Ein funktionierendes Netzwerk aus Familie, Freunden oder Babysittern ist wichtig
  3. Keine Angst haben – alle kochen nur mit Wasser

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Links

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Website: https://www.summer.co

Blog: https://summer.co/blog

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LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/johanna-tomppert-b83859a5?trk=nav_responsive_tab_profile

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Bilder: Johanna Tomppert

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