Judith Peters | Kreativtexterin | 3 Kinder

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Judith Peters | Kreativtexterin | 3 Kinder

Ich möchte den DACH-Raum claimifizieren!

Wer bist du, was machst du und warum?

Ich bin Judith “Sympatexter” Peters aus Stuttgart. Seit 2009 bin ich selbständige Kreativtexterin und Konzepterin und texte u.a. für Stuttgarter Online- und Designagenturen sowie für Mittelständler und Lifestylemarken. Darüber hinaus führe ich ein Blog, gebe Onlinekurse rund ums Texten, bin Dozentin an einer Hochschule und plane, ein Buch zu schreiben. Die Frage nach dem Warum ist schon schwieriger zu beantworten. Eine Antwort darauf könnte lauten: weil ich es liebe. Und: weil ich es kann. Das war aber nicht schon immer so: in der Schule hatte ich in Deutsch immer phänomenal schlechte Noten.

MomPreneurs Judith Peters Sympatexter

In einem Satz: Was ist deine CRAZY Mission, das Wichtigste, was du für dich & andere bewirken möchtest?

Ich möchte den DACH-Raum claimifizieren! Mir ist in den letzten Jahren aufgefallen, dass gerade selbständige Frauen zwar fast immer ein Logo und eine Webseite, aber oft keinen Claim haben. Das bedeutet oft auch, dass sie keine prägnante Positionierung haben. Ein guter Claim à la “Just do it” (Nike), “Red Bull verleiht Flügel” oder “Freude am Fahren” (BMW) ist dabei so viel mehr als nur ein paar Worte, die sich ganz gut anhören. Es ist die Quintessenz der eigenen Unternehmung, das in Worte gegossene eigene Warum und die Grundlage jeder Marketingaktivität. Ich möchte das Bewusstsein dafür schaffen, dass ein Claim das ganze Business vorantreiben kann und dass er der Startschuss für das gesamte eigene Marketing ist.

Was läuft bei dir als Mutter und Unternehmerin anders und warum ist das CRAZY?

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Nicht ganz klassisch ist die Tatsache, dass mein Mann mein erster Angestellter ist. Seit dem 01. Mai 2018 arbeiten wir im Team an “Sympatexter”. Die Entscheidung dazu fiel uns plötzlich ganz leicht, als wir uns die großen Lebensfragen nicht nur gefragt, sondern auch beantwortet haben: wie wollen wir eigentlich arbeiten? Wie wollen wir leben? Wo möchten wir in 10 Jahren stehen? Sind wir glücklich? Und warum kochen wir eigentlich alle unser eigenes Karriere-Süppchen und nicht einen großen Familien-Business-Eintopf? Dann haben doch alle mehr davon. Gesagt, getan. Ein bisschen crazy sind auch unsere Arbeitszeiten: ich blogge schon mal gerne morgens um 04:30 Uhr.

Wie sieht Erfolg für dich persönlich aus und was ist dein Weg dorthin?

Ich möchte eines Tages nur noch für mich selbst schreiben: meine Blogartikel (ich würde gerne jeden Tag einen Artikel schreiben, Ideen und Themen hätte ich genug), meine Kurse mit Content füllen und die Bücher schreiben, die bisher nur Ideen in meinem Kopf sind. Erfolg ist für mich, wenn ich eines Tages davon leben kann und keine Freelance-Projekte mehr machen muss, sondern machen kann, weil ich Lust darauf habe. Mein Weg, das zu erreichen, ist: mein Onlinebusiness aufzubauen. Also: Kurse und Onlineprogramme entwickeln und skalieren.

Wie ist dein Setup und wie schaffst du es, den alltäglichen MomPreneurs Wahnsinn irgendwie zu meistern?

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Laptop, Internet und Zeit – mehr brauche ich nicht, um arbeiten zu können. Aber gerade letzteres ist an manchen Tagen purer Luxus. Mein Tagesablauf sieht so aus: vor den Kids aufstehen, an den Laptop setzen und die Lage sondieren. Erste E-Mails beantworten und die To-Do-Liste des Tages angehen. Ab da ist dann jeder Tag unterschiedlich. Ich schaffe das alles nur, weil mein Mann mein Projektmanager ist und er sich um viele Themen kümmert – auch um die Kinder. Dadurch, dass wir jetzt ein Familienbusiness haben, ist alles viel besser aufgeteilt wie z.B. der Druck, das notwendige Einkommen zu erwirtschaften oder die Kinderbetreuung.

Welche Top 3 Tipps & Tools bringen dir wirklich CRAZY Ergebnisse im Business oder erleichtern dir deinen CRAZY MomPreneurs Alltag am meisten?

  1. Coaching und eine Mastermind-Gruppe sind, finde ich, ein Muss, um vorwärts zu kommen und um das nächste Level im Business zu erreichen.
  2. Gutes Equipment und Software: Denk nicht zu lange nach, ob du diese oder jene Hardware kaufen sollst oder ob du die Pro-Version einer Software jetzt wirklich brauchst. Besorge dir gute Hardware (wenn’s doch nicht das Richtige für dich ist, kannst du sie gut weiterverkaufen) und hole dir für Software erst mal Monatsabos, um alles auszuprobieren.
  3. Bloggen! Damit kannst du starten, noch bevor deine Webseite “fertig” ist (wir wissen ja, eine Webseite ist niemals fertig ;-)). Durch meine Blogartikel werde ich viel besser gefunden und ziele voll ins Herz meiner Wunschkunden. Und: durch das Bloggen löst sich der Nebel im eigenen Kopf (Was ist mein Angebot? Wie soll ich mich positionieren? Wer ist meine Zielgruppe?) oft von alleine auf.

 

Wie können wir in unserer Gesellschaft mehr CRAZY MomPreneurship ermöglichen – welche Rahmenbedingungen braucht es dafür?

Ach, da fallen mir tausend Dinge ein! Aber gute und flexible Kinderbetreuung ist ja ein alter Hut. Unser Kindergarten schließt z.B. um 14:30 Uhr. Das war für mich bis zum Start unseres Familienbusiness’ schon eine Herausforderung, täglich pünktlich zu sein.

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Ich glaube, es gäbe mehr MomPreneurs, wenn…

  • mehr Männer ihre Partnerinnen unterstützen würden und Paare mehr im Team denken würden – auch beruflich!
  • Familien finanziell besser abgesichert wären. Also: steuerliche Entlastung von Selbständigen, weg mit dem Ehegattensplitting (dafür ein Familiensplitting) und her mit einer Art KSK für alle Selbständigen

Dein wichtigstes Learning als MomPreneur für andere MomPreneurs?

Suche dir asap Gleichgesinnte und “Accountability-Partner” – wie z.B. in einer Mastermind-Gruppe. Und fang einfach an. Auch wenn du dich noch nicht bereit dazu fühlst.

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