Lena | Familiencoaching | 3 Kinder

Lena | Familiencoaching | 3 Kinder

Think outside the box

Wer bist du und was machst du?

Ich heiße Lena Busch, bin 41 Jahre alt und habe drei Kinder (8, 5 und 2 J.). Ich biete Elternbegleitung und Coaching auf meiner Seite www.familienleicht.de an – rund um ein beziehungsorientiertes Familienleben, das sich für alle Beteiligten leicht anfühlen darf. Viele Eltern haben eine wunderbare Beziehung mit ihren Kindern, stoßen aber im täglichen Miteinander immer wieder auf Situationen, in denen es außer den alten Mustern und Glaubenssätzen, die so hochpoppen, keine Handlungsalternativen zu geben scheint.

MomPreneurs_Lena_Busch1

Ich begleite auf diesem Weg und dem Übergang des Attachment Parenting in Kleinkindzeit und darüber hinaus – bedürfnisorientiert für alle Beteiligten. Und auch, wie Mütter selbstbestimmte Berufstätigkeit gestalten und damit in Einklang bringen können, wie sie beginnen können, sich ein Business als kleiner Mompreneur aufzubauen oder zu gestalten; gerade für diejenigen, die nicht oder noch nicht 20, 30 Stunden und mehr arbeiten wollen oder können. Dies schließt die ganz praktischen Dinge ein, was man für so ein kleines Business an Administration und Verwaltung braucht und wie man das am besten selbst umsetzt oder wo man Unterstützung findet.

Aus meinen Tätigkeiten in der nationalen und internationalen Steuerberatung im Privat- und Konzernsektor und der Führungsposition im Finanz- und Rechnungswesen bringe ich auch hierfür den erforderlichen Werkzeugkoffer mit. In diesem Bereich entsteht auch gerade ein ebook. Als freie Journalistin schreibe ich zu meinen Herzensthemen und habe im vergangenen Jahr auch bei einem Ratgeber für zeit- und ortsunabhängiges Arbeiten ein bisschen unterstützen dürfen.

MomPreneurs_Lena_Busch2

Ich lade dazu ein, zu hinterfragen, was „meins“ ist und eigene Biographiearbeit zu leisten. Ich begleite den Transformationsprozess, tradierte Vorstellungen von „Bildung“ oder „Erziehung“ loszulassen, wenn sie schmerzen oder wir tief drinnen spüren, dass sie nicht mehr passen. Bei meiner Arbeit greife ich auf meine Aus- und Fortbildungen im Bereich der Familienbegleitung zurück und auf die Ausbildung zum systemischen ganzheitlichen Coach, die ich bald abschließen werde.

Als Mammutprojekt der letzen neun Monate organisiere ich mit dem 1. Internationalen Online-Bildungskongress für freies Lernen und selbstbestimmte Bildung, der vom 18. bis zum 27. März stattfindet, ein in dieser Form noch nie dagewesenes Event, das genau diesen Bogen schlägt.

MomPreneurs_Lena_Busch7b

 

Woher kam die Idee für dein Business? Wie bist du gestartet und wie hast du finanziert?

Meine Kinder brachten mich dazu, Dinge zu hinterfragen. Meine Tochter weinte viel – wenn man versuchte, sie abzulegen oder den Kinderwagen zu nutzen. Getragen war sie happy. Sie zeigte mir windelfrei. Ich begann zu lesen und zu forschen im In- und Ausland. Eine neue Welt öffnete sich mir. Ich lernte viel darüber, wie wir bereits mit kleinsten Kindern und im Mutterleib kommunizieren können und fand in meine eigene Institution und innere Haltung zurück. Ich bildete mich fort, im Selbststudium und mit diversen Aus- und Fortbildungen, ergänzte mein Portfolio immer weiter und nutzte meine sozialwissenschaftlichen Kompetenzen. Die ersten Jahre wuchs ich mit meinen Klienten.

MomPreneurs_Lena_Busch4

Aus anfänglich Trageberatung, Stillberatung, Windelfrei und Co wurden mit der Zeit ganzheitliche Coachings. Mit dem freien Lernen war es ähnlich, auch hier zeigte meine Tochter deutlich, was sie brauchte und was für sie nicht geeignet war – und wir gingen auf innerliche und äußerliche Reise. Und ich stellte fest: ganz viele Eltern haben in sich ein Gefühl verbuddelt, ein Vertrauen in das Potenzial, das wieder freigelegt werden darf. Und viele haben den unbestimmten oder bestimmten Wunsch nach Veränderung. Die lange Zeit und die hohen Kosten des Online-Kongresses wurden aus Rücklagen vorfinanziert.

MomPreneurs_Lena_Busch5

Wie läuft es jetzt? Haben sich Deine Erwartungen erfüllt? Und finanziell?

Ich bin noch in der Umstellungsphase von offline zu online. Neben den Coachings werden digitale Produkte folgen. Ich habe ein paar fruchtbare Kooperationen in diesem Bereich, die seit letztem Jahr erste Früchte tragen („passives Einkommen“). In Anbetracht meiner sehr geringen zur Verfügung stehenden Zeit bin ich mit der Entwicklung sehr zufrieden. Die ursprüngliche Offline-Anlaufphase war noch zu meiner Teilzeit-Angestelltenzeit.

MomPreneurs_Lena_Busch6a

Wo und wie arbeitest Du?

Im HomeOffice: abends, nachts, mit familiärer Unterstützung. Im selbstgegründeten Rockzipfel-Eltern-Kind-Büro bzw. im selbstorganisierten Mütterteam. Die seltener werdenden Vor-Ort-Termine mache ich morgens. Die baue ich sukzessive ab, obwohl sie auch großen Spaß machen, aber der allein schon organisatorische Aufwand ist mit drei relativ kleinen Kindern und unseren Bedingungen ist einfach dauerhaft nicht mehr zu stemmen. Mit virtuellen Assistenten z.B. tausche ich mich via e-mail, Trello und Evernote aus.

MomPreneurs_Lena_Busch8a

Wie ist Dein Setup, und wie schaffst Du es, Familie und Beruf unter einen Hut zu bringen?

Ein Kind ist an einer freien Schule mit ziemlicher Fahrstrecke, eins ist gar nicht in der Betreuung. Ab 13.30 Uhr bin ich mit den Kindern sowieso wieder da. Ich hatte ursprünglich ein Mütterteam organisiert, das so langsam in ein Rockzipfel-Eltern-Kind-Büro übergeht. Ich habe zudem ein gewisses familiäres Netzwerk und arbeite wie viele Selbstbetreuer viel abends. Mein Mann übernimmt ebenso Betreuung und Hausarbeit. Organisation ist alles ☺ Aber da bin ich aus meiner Angestelltentätigkeit als Abteilungsleiterin Finanz- und Rechnungswesen schon gut geschult.

MomPreneurs_Lena_Busch9

Was würdest Du anderen Müttern raten, die sich selbständig machen möchten?

Ich finde die Selbständigkeit gerade auf die „smarte“ Art (sehr lean, ohne große Investitionen, viel digital, verschiedene Einkommenströme) eine großartige Sache – sowieso und gerade für Mütter ☺ Trotzdem sollte man sich im Klaren darüber sein, dass ausgerechnet die Anfangszeit der ersten Jahre sehr zeitintensiv ist.

Deine Top3 Tipps & Tools für selbständige Mütter, die Zeit, Geld und Nerven sparen?

  1. Think outside the box. Schaff Dir Deine eigenen passgenauen Lösungen – in der Alltagsorganisation wie auch in den großen Fragen. Such Dir möglichst Unterstützer und Gleichgesinnte. Mach Dich unabhängiger von dem, was andere sagen oder von Deinen Plänen halten. Gemeinsam schafft man viel mehr – gemeinsam können wir auch eine neue Lern- und Arbeitswelt schaffen. Revolution beginnt im Kopf !
  2. Überlege Dir, was Du WIRKLICH willst, für Dich und Deine Familie, jetzt oder in Zukunft, und frage Deine Familie. Findet gemeinsame Lösungen, vielleicht mit Unterstützung. Sprecht dabei eine klare Sprache und achtet drauf, dass Ihr einander versteht. Was muss wer dafür tun, wie könnt Ihr das erreichen? Was ist die Essenz, die erreicht werden soll, wenn nicht alles geht?
  3. Gehe Deinen eigenen Weg – in Deiner Geschwindigkeit. 100% Zeit und Aufmerksamkeit kann man nicht dreimal verteilen. Wenn Du Mama bist und nicht Vollzeit arbeitest, geht es langsamer, und das ist ok, auch wenn alle anderen gefühlt oder auch tatsächlich vieeel schneller sind.

Links

Website: www.familienleicht.de

Blog: www.freilern-blog.de

Veranstaltung: www.bildungskongress.com

Bilder: Lena Busch

2 Comments
  • Kathrin Dettinger
    Posted at 22:09h, 18 März Antworten

    Super interessant, bist echt ne taffe Frau. Alles hört sich machbar an. Weiterhin viel Erfolg. Viele grüße Kathrin

  • Lena Busch
    Posted at 20:16h, 31 März Antworten

    Liebe Kathrin,
    vielen Dank !
    Ich habe den Kommentar leider erst heute gelesen – nun haben wir den Online-Kongress soweit geschafft (mit über 8000 Teilnehmern – yeah !)
    Herzlichen Gruß
    Lena

Post A Comment