Mareen | PR & Digitales | 2 Kinder

Mareen-Eichinger-MACHEETE

Mareen | PR & Digitales | 2 Kinder

Mutig zu sein, kann dein Leben verändern

 

Wer bist du und was machst du?

Mein Name ist Mareen Eichinger. Ich bin 34 Jahre alt, verheiratet und wohne in Berlin. Seit sieben Jahren bin ich selbstständig und betreibe die Agentur MACHEETE. Hier dreht sich alles um PR und digitales Marketing. Wir haben in der Vergangenheit auch schon für einige Mompreneurs gearbeitet. Das machte viel Spaß, denn die Zusammenarbeit zwischen Working Mums ist recht entspannt und man kommt, dank der Kinder, auch sehr schnell ins Gespräch. Der wichtigste Job in meinem Leben sind aber ganz klar meine wundervollen Kinder Hedi (3 Jahre) und Jano (1 Jahr). Sie haben mir gezeigt, was alles in mir steckt und wie weit ich über meine Grenzen hinausgehen kann.

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Woher kam die Idee für dein Business? Wie bist du gestartet und wie hast du das finanziert?

Ich habe nach dem Studium in einer Kommunikationsagentur gearbeitet. Dort habe ich sozusagen den Grundstein für meine berufliche Laufbahn gelegt. 2010 ging es der Agentur dann im Zuge der Wirtschaftskrise nicht mehr so gut und ich musste gehen. Das war eine furchtbare Niederlage für mich, denn ich habe meinen Job dort geliebt. Aber es war auch gleichzeitig meine größte Chance.

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Ich habe dann MACHEETE gegründet. Eigentlich ohne eigene finanzielle Mittel, nur mit Hilfe des Gründungszuschusses vom Arbeitsamt. Am Anfang habe ich von Zuhause aus gearbeitet und meine Aufträge über mein Netzwerk akquiriert. Die erste Website habe ich sogar selbst designt und programmiert. Heute sind da natürlich erfahrenere Leute am Werk.

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Wie läuft es jetzt? Haben sich deine Erwartungen erfüllt? Und finanziell?

Aktuell läuft es ziemlich gut und die Anfragen übersteigen gerade meine Kapazität. Dafür bin ich sehr dankbar, denn das war in den letzten drei Jahren nicht immer so. Ich sage jetzt etwas, was vor allem ich selbst nicht immer wahrhaben wollte, aber die Kinder sind eine Karrierebremse. Es war ein langer Prozess, bei dem ich lernen musste, dass man nicht auf allen Festen gleichzeitig tanzen und noch ein Kleinkind und Baby umsorgen kann. Ab dem Punkt, wo ich es für mich selbst akzeptiert habe, dass es vollkommen OK ist, beruflich kürzer zu treten und nicht mit aller Macht versucht habe, Projekte an Land zu ziehen, ging es wieder voran. Jetzt sage ich mir immer: Du kannst noch dein Leben lang arbeiten, die Kinder aber sind nur einmal so klein. Dennoch, ich habe bei beiden Kindern bis zur Entbindung gearbeitet und bin kurz danach auch sehr schnell wieder eingestiegen. Das hat prima funktioniert, weil der beste Mann der Welt beide Male in Elternzeit gegangen ist. Ich habe aber trotzdem von Zuhause aus gearbeitet, konnte stillen und für mein Baby da sein. Das war natürlich oft eine Doppelbelastung, aber ich liebe meinen Job und ich glaube, das war auch der Grund, warum ich trotz Müdigkeit und Stress immer dran geblieben bin.

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Wo und wie arbeitest du?

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Meistens sitze ich um 10 Uhr im Büro, das seit ein paar Monaten vorübergehend bei uns Zuhause ist. Wach bin ich natürlich schon zwischen 5 und 6 Uhr, denn unser 1-jähriger Sohn, den ich nachts auch noch stille, ist ein Frühaufsteher. Unsere Tochter wacht meistens gegen 7 Uhr auf. Dann frühstücken wir gemeinsam, spielen und mein Mann bringt gegen 8 Uhr die Kinder in den Kinderladen. Dann räume ich auf, mache mich fertig und gegen 9 Uhr frühstücke ich nochmal gemeinsam mit meinem Mann. Danach arbeite ich bis ca. 16 Uhr bis die Kinder kommen. Nachdem beide im Bettchen liegen, setze ich mich oft auch nochmal bis 22 Uhr an den Laptop. Am Ende habe ich dann mit Unterbrechungen oft acht bis zehn Stunden gearbeitet. Im nächsten Jahr beziehe ich endlich ein Ladenbüro, davon habe ich schon immer geträumt.

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Wie ist dein Setup und wie schaffst du es Beruf und Familie unter einen Hut zu bringen?

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Job und Familie unter einen Hut zu bekommen, ist eine wirkliche Meisterleistung. Ich bin froh, eine selbstständige Mutter zu sein, denn so bin ich ziemlich flexibel. Auch nach der Elternzeit ist mein Mann derjenige, der sich hauptsächlich unter der Woche um die Kinder kümmert, sie in den Kinderladen bringt und abholt, mit ihnen zum Arzt geht usw. Er ist Musikproduzent und arbeitet eben, wenn ihn die Muse küsst.

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Wenn meine Kinder zu Hause sind, dann nehme ich mir nur Zeit für sie. Dann gibt es keine Projekte. Wir gönnen uns oft ein verlängertes Wochenende und genießen dann so richtige Familienzeit, denn unter der Woche ist oft viel los und dann sehe ich die Kinder nur 4 oder 5 Stunden am Tag. Im Sommer fahren wir dann 4 Wochen in den Urlaub und die Kinder finden diese intensive Zeit mit uns total toll. Danach sind wir ein unschlagbares Team. Aber auch hier arbeite ich meistens trotz Vertretung noch 3-4 Stunden pro Tag. So ist es halt, wenn man selbst und ständig ist.

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Was würdest du anderen Müttern raten, die sich selbständig machen möchten?

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Mein Rat an alle Mütter oder auch kinderlosen Gründer ist: MACHEN! Wir alle trauen uns oft viel zu wenig zu. Wir überlegen, träumen und fangen an zu zweifeln. Mutig zu sein, kann dein Leben verändern. Ich bin in den letzten drei Jahren so oft über mich hinausgewachsen. Hätte ich gewusst, was da auf mich zukommt, wäre ich wohl niemals diesen Weg gegangen. Aber am Ende ist es erstaunlich, was wir alle leisten können trotz schlafloser Nächte und Augenringe bis zum Mond. Mich treibt die Liebe zu meinen Kindern an – jeden Tag aufs Neue. Meine Tochter zum Beispiel weiß schon heute, dass Mama arbeiten muss, damit wir verreisen können oder im Supermarkt alles in den Korb packen können, worauf wir Lust haben. Sie sagt immer, wenn wir was kaufen: „Dafür muss man auch arbeiten.“. Letztens war ich auf einer Messe unterwegs und das hat sie dann zu Hause nachgespielt. Ich hoffe, dass ich ihr ein Vorbild sein kann und sie eines Tages auch so viel Freude bei der Arbeit hat.

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Deine Top 3 Tipps & Tools für selbständige Mütter, die Zeit, Geld und Nerven sparen?

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  1. Leidenschaft & Weitblick: Zum selbstständig sein muss man geboren werden. Sein eigenes Business aufzuziehen ist kein Nine-to-Five-Job. Gerade am Anfang musst du fast all deine Energie in das Unternehmen stecken. Du solltest schon mit einer Idee starten, bei der du auch noch in ein paar Jahren mit Liebe dabei bist.
  1. Durchhaltevermögen & Ehrgeiz: Zu Beginn kann es nur bergauf gehen. Aber es wird auch Zeiten geben, wo es vielleicht nicht so gut läuft oder du dir unsicher bist, ob du dich diesem Stress noch hingeben möchtest. Aber ich kann von mir selbst sagen: Das sind alles nur Phasen. Auch als Selbstständige geht man nicht jeden Tag gern zur Arbeit, denn nicht jedes Projekt läuft, wie du es dir vielleicht wünscht.
  1. Work-Life-Balance: Das Wort ist ziemlich ausgelutscht, aber es ist unfassbar wichtig, nicht ständig an neue Projekte zu denken, sondern auch mal abzuschalten. Nur wer privat glücklich ist, kann auch beruflich über sich hinauswachsen. Mit dem Rückhalt von Freunden und der Familie übersteht man auch kritische Zeiten besser.

 

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Bilder: Mareen Eichinger

2 Kommentare
  • Annegret Shaw
    Posted at 11:05h, 17 Oktober Antworten

    Ds ist ein sehr schöner Artikel, der Mut macht!

  • Susi F
    Posted at 23:06h, 15 Dezember Antworten

    Liebe Mareen,
    ich denke auch seit geraumer Zeit über einen Mom Blog nach, bin mir aber nicht sicher, ob ich meine Kinder so offen im Internet präsentieren möchte. Hast Du vielleicht einen Ratschlag für mich und meinen Mann?
    Liebe Grüße und alles Gute für eure kleine Familie.
    Susi

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