Margit | Sprecherin | 1 Kind

Margit | Sprecherin | 1 Kind

Gehe raus und stelle dich vor

Wer bist du und was machst du?

Ich bin Margit Sander, Übersetzerin und Sprecherin in Hamburg. Ich übersetze für Medienunternehmen, TV-Sender, Verlage, PR- und Kommunikationsagenturen und Produktionsfirmen. Ich spreche Fernsehbeiträge, Jingles für Podcasts, Erklärfilme, Tutorials, Präsentationen, Werbung, Kindergeschichten und vieles mehr.

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Woher kam die Idee für dein Business? Wie bist du gestartet und wie hast du das finanziert?

Die englische Sprache war immer schon meine Leidenschaft. Während meines Anglistik/Romanistik-Studiums habe ich viele Jahre in Köln beim WDR gearbeitet. Nach meinem Abschluss 2001 habe ich ein bisschen PR-Arbeit für Musiklabels und die Modemarke Esprit gemacht, bei Bavaria International in München ein Praktikum im Filmvertrieb und immer wieder den Satz gehört ‚Du kannst doch so gut Englisch, kannst du das mal übersetzen?‘.

Also habe ich mir gedacht, mach doch einfach mal. Anschaffungskosten: Rechner, wobei ich den ja schon hatte und (damals noch) Papier für Rechnungen. Mit WDR, ARTE und einigen anderen Produktionsfirmen und PR-Agenturen hatte ich schon gute Referenzen aus der Medienbranche.

Kapital braucht man als Übersetzerin keins. Um die Miete zu zahlen, habe ich die Akquise-Zeit mit einem 20-Stunden-Job beim Wall Street Institut überbrückt.

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Wie läuft es jetzt? Haben sich deine Erwartungen erfüllt? Und finanziell?

Als Übersetzerin bin ich seit 15 Jahren im Geschäft und voll ausgelastet (bis auf die ein oder andere unerklärliche Flaute). Ich verdiene gut mit dem, was ich am besten kann, und habe Kunden in der ganzen Welt. Ich kann von überall arbeiten, sogar im Spanien-Urlaub, wenn’s sein muss.

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Vor zwei Jahren habe ich zusätzlich eine Sprecherausbildung bei Andreas Birnbaum begonnen, weil einem Kunden und meinem Mann meine Stimme auffiel. Die Kombination beider Berufe ist für mich perfekt. Das Sprechen macht Spaß und ist gut bezahlt. Das Übersetzen fordert mein Gehirn und erweitert meinen Horizont.

Wo und wie arbeitest du?

Ich spiele seit Jahren mit dem Gedanken, mir ein richtiges Büro zu nehmen, weil ich nach wie vor am Küchen- oder Esstisch arbeite. Aber bald bauen wir unsere Garage zum zusätzlichen Gästezimmer / Büro um, dann habe ich endlich einen Schreibtisch und kann zur Not auch mal die Tür zumachen.

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Die Arbeit beginnt morgens um neun und endet meist um halb drei, wenn ich meine Tochter von der Kita abhole. Kunden erreichen mich hauptsächlich per E-Mail, deshalb ist mein Arbeitsalltag sehr still, was für meine Arbeit auch ganz gut ist.

Durch mein zweites Standbein wechsle ich tagsüber zwischen Übersetzen und Sprechen – je nachdem, was gerade ansteht. Schöne Termine, wie z. B. das MomPreneurs-Meetup halten mich davon ab, komplett durchzuarbeiten.

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Wie ist dein Setup und wie schaffst du es Beruf und Familie unter einen Hut zu bringen?

Mein Mann und ich sind beide sehr flexibel und sprechen uns täglich ab. Er arbeitet als Autor beim NDR und hat daher ebenfalls regelmäßig Zeit, unsere Tochter in die Kita zu bringen und/oder abzuholen. Den Nachmittag verbringen wir oft zusammen.

Auf unsere Familien können wir im Alltag leider nicht zählen, aber weil wir tagsüber neben der Kita-Betreuung nie Extrahilfe brauchen, buchen wir nur ab und an einen Babysitter für abends. Meistens kommt dafür eine Freundin, die sich sogar richtig darauf freut, den Abend mit unseren zwei Katern auf dem Sofa zu verbringen.

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Was würdest du anderen Müttern raten, die sich selbständig machen möchten?

Überlege dir genau, mit was du dich selbstständig machen möchtest und wie du gern arbeitest (allein oder lieber im Team, zu Hause oder lieber in einem externen Büro); bist du ein sicherheitsliebender Mensch, der gern am Ende des Monats weiß, wie viel er verdient hat? Springst du gern ins kalte Wasser?

Sondiere erst deine Möglichkeiten und den Markt, bevor du mit vielen Kosten und ohne Kunden da stehst. Brauchst du unbedingt sofort eine Website, Visitenkarten, etc. oder kannst du darauf verzichten, bis du das Gefühl hast, dass da auch wirklich deins ist?

Und: Gehe raus und stelle dich vor. Ich hatte immer das Gefühl, wenn ich mich richtig bemühe, kommt auch was zurück. Bei mir hat es bei beiden Berufen gedauert, bis ich das Selbstbewusstsein hatte zu sagen, ich bin gut, bucht mich. Danach ist es ganz leicht.…

Deine Top 3 Tipps & Tools für selbständige Mütter, die Zeit, Geld und Nerven sparen?

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  1. Richtig Mittagessen!!!
  2. Mindestens ein Hobby, damit man neben Beruf und Familie noch ein Herzensprojekt hat (bei mir ist es das Malen)
  3. Spirulina und ein Atemseminar bei Christine Schmid. Wenn ich Stress habe, geht schnell mein rechtes Ohr zu und fühlt sich an, als hätte ich Watte im Ohr. Nach fünf Atemsessions war’s komplett weg.

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Links

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Bilder + Hörprobe: Margit Sander

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