Mompreneurs Oktober Meetup

Mompreneurs Oktober Meetup

Viele von uns Mompreneurs verwirklichen mit ihrem Business den Traum endlich etwas Eigenes zu machen, wo sie selbst bestimmen, wann, wo und wie sie arbeiten. Und über kurz oder lang kreisen die Gedanken um die Frage „Wie kann ich mit meiner Business-Idee Geld verdienen? Und wie finanziere ich das Ganze?

Und genau darum ging es in unserem Mompreneurs Oktober Meetup, wo uns Jana Scharfschwerdt, Gründerin von Somea Partners und Finanzierungs-Expertin mit ihrem Vortrag „Geschäftsmodell und Zahlen im Griff“ einige spannende Impulse zu diesem Thema vermittelt hat.

Mompreneurs_Meetup_Jana_Scharfschwerdt

Beginnen wir mit dem Thema „Geschäftsmodell“. Für fast alle von uns spielt das Internet eine wesentliche Rolle. Interessanterweise gibt es hier nur sieben Bausteine, mit denen sich jedes Internet-Geschäftsmodell erklären lässt:

  • Modul 1 – Service-Verkäufe (z.B. Skype, Online Kurs etc.): lassen sich einfach umsetzen, aber nur schwer zu einem großen Geschäft ausbauen.
  • Modul 2 – Abomodelle (Meine Spielzeugkiste, tollabox, glossybox,..): Sie zu verkaufen gelingt nur mit Produkten, die notwendig oder einmalig sind.
  • Modul 3 – Einzelhandel/E-Commerce: (Amazon etc.) funktioniert gut mit dem richtigen Produkt und einem gut durchdachten Webshop.
  • Modul 4 – Provisionen (ebay, idealo, Marketer,..): im richtigen Markt eine Win-Win-Win-Situation.
  • Modul 5 – Werbung (Google, Spiegel, Blogs) : Intelligente Online-Werbung ist individualisiert und bietet dem User einen Mehrwert.
  • Modul 6 – Lizenz-Verkäufe (Apple, FuzzyBuns etc.): ideal für digitale Produkte, eine gute Plattform ist allerdings Voraussetzung.
  • Modul 7 – Finanzgeschäfte: passen zur Online-Welt, werden aber bislang von wenigen Unternehmen umgesetzt.

Jana hat uns am Beispiel von ihrem eigenen Business Somea Partners (im Internet Modul 1) das Dienstleistungs-Geschäfstmodell erklärt. Dieses Modell haben in der Regel alle, die Services anbieten wie bspw. Coaches, Trainer, Berater, Marketing-Experten, Entwickler aber auch Kreative wie bspw. Texter und Grafiker.  Der Vorteil ist u.a., dass ihr ohne großes Kapital starten könnt und mit dem ersten Kunden Geld verdient. Ein Büro ist nicht zwingend notwendig.

Vertriebspartnerschaften auch bekannt unter dem Namen „Affiliate Marketing“ sind eine interessante Option Geld zu verdienen, wenn ihr bspw. noch kein eigenes Produkt habt.

Dies ist der Fall, wenn ihr in eurem Blog über ein bestimmtes Thema schreibt bzw. für ein bestimmtes Thema Expertin seid wie bspw. „Mode für Mamas“, „Handgemachte Puppen“ usw. Über euren Blog versammelt ihr eine kleine oder oftmals schon große Schar an Interessenten, d.h. Leute, die euer Thema gut finden bzw. für die das Thema relevant ist. Und genau das ist der Vorteil, der bspw. ein Verkäufer von „Schwangerschafts-Mode“ mit euch hat: Der Grundgedanke dabei lautet: Ich (als Mittler) verdiene nur, wenn du (als Verkäufer) verdienst. Mittler und Verkäufer ziehen also am selben Strang und teilen das Interesse an erfolgreichen Verkäufen. Mehr Infos zum Thema findet ihr hier.

Mompreneurs_Vertriebspartnerschaften

Wie startet man nun eine Vertriebspartnerschaft? Hier einige Tipps von Jana.

  • Das richtige Produkt finden und den Verkäufer auf eine Partnerschaft ansprechen
  • Sog. Affiliate Links kreieren lassen und verteilen (bspw. über Amazon Affiliate Programm, Zanox, etc)
  • Themen- und zielgruppenspezifischen Content aufbauen oder an bestehenden Content anbinden
  • Mit Verkäufern individuell Provision und Zahlweise verhandeln
  • Erweiterbar mit eigenen Produkten

Der Vorteil ist, dass ihr damit die Möglichkeit habt (schon mal) ein wenig Geld zu verdienen. Ihr könnt direkt starten und habt keine Arbeit mit Lagerung, Verpackung und Versand. Zudem könnt ihr euch die Zeit flexibel einteilen und eine Finanzierung ist nicht erforderlich.

Kommen wir zum zweiten Punkt „Finanzierung“. Die meisten von uns starten ihr Business mit ihren eigenen Ersparnissen und das ist auch gut so! Denn für uns Mompreneurs spielt das Thema „Flexibilität“ eine sehr wichtige Rolle. Wir möchten einfach das umsetzen, worin WIR gut sind oder das aufbauen, wofür WIR brennen. Und das Ganze wann, wo und wie wir es mit unseren ganz persönlichen Zielen, Kräften und unserer Familie vereinbaren können.

Aber irgendwann kommt dann vielleicht der Moment, wo es um mehr geht und ihr feststellt, dass euch entweder das Geld ausgeht oder das alleine nicht zu schaffen ist. Kurzum – ihr steht vor folgenden Fragen: Brauche ich eine Finanzierung? Welche Optionen gibt es? Was sind für mich die Vor- und Nachteile und vor allem möchte ich dieses Risiko eingehen?

Und auch wenn ihr jetzt ein wenig enttäuscht seid: Die Antwort auf diese Fragen ist natürlich individuell und alles andere als einfach. Zu bedenken ist auch der Zeitfaktor, d.h. wann ist der richtige Zeitpunkt für eine Finanzierung? Wenn ihr hierzu einen individuellen Rat braucht, dann sprecht Jana gerne an, aber überlegt euch vorher genau eure Fragen 😉

Aus Erfahrung und Gesprächen mit anderen Mompreneurs wissen wir, dass von allen möglichen Optionen, diejenigen am interessantesten sind, die uns weiterhin Flexibilität ermöglichen und worüber wir bspw. die Möglichkeit haben, Menschen an Bord zu bekommen, die (im Idealfall) genauso für unser Thema brennen wie wir selbst. Das Stichwort ist „Crowd“, d.h. die Menge für unser Angebot zu begeistern. Interessante Finanzierungsoptionen sind damit „Crowdfunding“ und „Crowdinvesting“. Hier findet ihr eine Übersicht zu deutschen und internationalen Crowdfunding Plattformen.

Beide Finanzierungsoptionen sind sog. Schwarmfinanzierungen, d.h. funktionieren über die Masse. Es gibt aber einen wichtigen Unterschied: Beim Crowdinvesting investieren Nutzer in ein Startup und erhalten Anteile im Gegenzug. Beim Crowdfunding erhalten Nutzer keine Anteile an einem Startup, sondern nur eine symbolische Gegenleistung, wie z.B. eine CD.

Das vollständige Handout von Jana könnt ihr euch hier ansehen oder herunterladen

Zuletzt noch einige Beispiele von Mompreneurs, die erfolgreich ein Crowdinvesting bzw. Crowdfunding gemacht haben:

Ich hoffe ihr habt alle etwas für euch mitgenommen. Vielleicht habt ihr auch schon eure eigene Crowdfunding-Kampagne geplant? Wenn ihr hierzu oder zu anderen Mompreneurs Themen Austausch oder Feedback sucht, dann kommt in unsere (kostenfreie) Mompreneurs Facebook Gruppe. Diese Gruppe ist geschlossen und dient dazu, dass wir uns gegenseitig mit Tipps, Erfahrungen und Kontakten unterstützen. Seid dabei!

Bilder: Esther Eisenhardt, Zeichnung: Jana Scharfschwerdt

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