Nadine Kästner-Otto | E-Commerce | 2 Kinder

Nadine Kaestner-Otto Freubuendel

Nadine Kästner-Otto | E-Commerce | 2 Kinder

So einen „sicheren Job“ aufgeben für ein Hirngespinst! Wie kann man nur so naiv sein!

 

Wer bist du, was machst du und warum?

Ich bin Nadine aus München. Mutter von zwei Töchtern im Alter von drei und sechs Jahren. Ursprünglich komme ich aus Nürnberg, wo ich auch studiert habe.  

Ich habe mit Freubündel einen Onlineshop gegründet, in dem es ausschließlich handgefertigte Produkte kleiner Brands aus Deutschland und der EU gibt. Mein Sortiment umfasst Spielzeug, Pflegeprodukte, Kinderzimmerdeko, Kindermode etc. für Babys und Kinder bis etwa sechs Jahre. Auf Wunsch kommt die Bestellung auch im Stofftuch als Geschenk verpackt, weshalb das Freubündel als Geburtsgeschenk sehr beliebt ist.

Nadine Kaestner-Otto Freubuendel-Logo

Ich finde es schade, dass Geschenke zur Geburt überwiegend bei den immer gleichen großen Marken gekauft werden. Es gibt so fantastische Manufakturen, die wirklich besondere Dinge anfertigen. Die kennt nur kaum jemand, weil solche Mini-Brands kein Marketingbudget haben. Ich bringe meine Favoriten im Freubündel-Shop zusammen und biete ihnen eine Plattform.

Alle zwei Monate gibt es außerdem ein kuratiertes Überraschungsbündel, das immer wieder von neuen Handmade-Labels mit Leben gefüllt wird. Alle Macherinnen stelle ich auf meinem Blog vor.

Nadine Kaestner-Otto verschiedene Freubuendel

In einem Satz: Was ist deine CRAZY Mission, das Wichtigste, was du für dich & andere bewirken möchtest?

Freubündel soll so bekannt werden, dass es DIE Anlaufstelle ist, wenn es um besondere Geschenke für Babys, Kleinkinder und Mamas geht. Freubündel soll allen Menschen ein Begriff sein, die Produkte verschenken wollen, die nachhaltig und fair hergestellt wurden sowie durch Kleinserien und Manufaktur eine große Exklusivität haben.

Nadine Kaestner-Otto packt ein Freubuendel

Was läuft bei dir als Mutter und Unternehmerin anders und warum ist das CRAZY?

Ich habe Freubündel zu Beginn meiner zweiten Elternzeit gegründet, weil mich die Idee nicht mehr losgelassen hat. Seitdem stecke ich alle Energie in mein Projekt und es war sehr schnell klar, dass ich nicht in meinen alten Job zurück möchte. Als ich die Entscheidung getroffen habe, meine Festanstellung als Chefin vom Dienst bei einer Fernsehproduktionsfirma nach zehn Jahren zu kündigen, obwohl Freubündel damals noch gar nichts abgeworfen hat, fanden das fast alle in meinem Umfeld ziemlich crazy. So einen „sicheren Job“ aufgeben für ein Hirngespinst! Wie kann man nur so naiv sein! Aber ich bin fest davon überzeugt, dass Freubündel das Potenzial hat groß zu werden und da kann ich meine Zeit nicht woanders verschwenden.

Nadine Kaestner-Otto Freubuendel-Produkte

Wie sieht Erfolg für dich persönlich aus und was ist dein Weg dorthin?

Für mich ist es immer ein großes Erfolgserlebnis, wenn ich mit neuen Leuten zusammentreffe und die Freubündel schon kannten. Das freut mich jedes Mal riesig! Aber Freubündel ist ein Shop und deshalb bemesse ich den Erfolg meines Projekts schon ganz klar am Umsatz. Es gibt immer mal wieder Monate, in denen es aus irgendwelchen Gründen nicht so läuft, aber auf das Quartal oder Jahr gesehen wächst Freubündel immer weiter und das motiviert mich.

Wie ist dein Setup und wie schaffst du es, den alltäglichen MomPreneurs Wahnsinn irgendwie zu meistern?

Nadine Kaestner-Otto und ihre Toechter

Ich bin seit bald drei Jahren im Home Office und habe bei uns zu Hause im Dachzimmer mein Büro und Lager. Für die letzten drei Jahre hat das sehr gut funktioniert, weil meine Kinder noch so klein waren und ich keine Zeit auf einem langen Arbeitsweg verloren habe. Ich merke aktuell aber, dass die Home Office-Zeit für mich abläuft. Es fühlt sich nicht mehr richtig an. Ich will mich mit Freubündel vergrößern, mir Unterstützung holen, vielleicht einen Laden eröffnen. Ich bin bereit für den Next Step!

Nadine Kaestner-Otto packt ein Freubuendel

Welche Top 3 Tipps & Tools bringen dir wirklich CRAZY Ergebnisse im Business oder erleichtern dir deinen CRAZY MomPreneurs Alltag am meisten?

1. Ich habe zwei To do-Listen – eine für das akute Tagesgeschäft und eine für mittel- oder langfristige Ziele und Aufgaben. Pro Woche versuche ich, einen Punkt von der zweiten Liste mit abzuarbeiten, damit ich auch „nach vorne“ arbeite.

2. Networking – man denkt immer, man hätte keine Zeit dafür. Stimmt vermutlich auch, aber man muss sie sich trotzdem nehmen! Jedes einzelne Networking-Event, bei dem ich bisher war, egal ob on- oder offline, hat mich in irgendeiner Art weitergebracht.

3. Keine Zeit verschwenden mit Dingen, die eine Qual sind – Stichwort Steuererklärung – sondern diese abgeben. Mit der Zeit, die ich dafür aufbringen müsste, kann ich in meinem Bereich viel mehr erreichen.

Nadine Kaestner-Otto Freubuendel-Produkte

Wie können wir in unserer Gesellschaft mehr CRAZY MomPreneurship ermöglichen welche Rahmenbedingungen braucht es dafür?

Mit Positive Thinking! Ich erlebe es immer wieder, bei mir selbst und auch bei anderen Mompreneurs, wie uns mit vermeintlich mitfühlenden Kommentaren und Fragen der Wind aus den Segeln genommen wird: „Kann man denn von sowas leben? Kannst du das mit den Kindern überhaupt schaffen? Wie willst du das denn organisieren? Du willst das jetzt wirklich durchziehen?“ Plötzlich weiß man dann selbst nicht mehr so genau, wie es gehen soll, obwohl man gerade noch überzeugt von seiner Idee war.

Nadine Kaestner-Otto zeigt ein Freubuendel

Dein wichtigstes Learning als MomPreneur für andere MomPreneurs?

Nichts ist von Anfang an perfekt. Anstatt im Vorfeld ewig zu hadern und an Details zu feilen, gebe ich Veränderungen inzwischen sehr schnell bekannt. Ganz oft kommt daraufhin nämlich von meinen Kundinnen der entscheidende Impuls, wie sie es eigentlich haben wollen. Dinge, auf die ich wahrscheinlich nie gekommen wäre.

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