Natalie & Wanda | Landwirtschaft | 2 Kinder

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Natalie & Wanda | Landwirtschaft | 2 Kinder

Verliere nie den Spaß

Wer seid ihr und was macht ihr?

Wir sind Natalie und Wanda und haben vor sechs Jahren unser Unternehmen, meine ernte, gegründet: In Zusammenarbeit mit landwirtschaftlichen Betrieben bieten wir fertig bepflanzte Gemüsegärten zum Mieten an. Wir verstehen meine ernte als Komplett-Angebot, d.h. neben den bepflanzten Gärten stellen wir Wasser zum Gießen, Gartengeräte und ein umfangreiches Beratungsangebot zur Verfügung.

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Damit geben wir Städtern, Familien und Naturbegeisterten die Möglichkeit, sich mit Gemüse regional und saisonal zu ernähren. Wir freuen uns sehr, dass dieses Jahr knapp 3.000 Menschen an 28 Standorten mit uns gärtnern und immer mehr Menschen Lust auf einen eigenen Gemüsegarten haben!

Woher kam die Idee für euer Business? Wie seid ihr gestartet und wie habt ihr das finanziert?

Wir haben bereits gemeinsam studiert und da stand meist oft ein Fertiggericht oder Fast Food auf dem Speiseplan. Ein paar Jahre später kam dann die Einsicht, was eigentlich gesund ist und gut tut. Wir haben festgestellt, dass Eigenanbau und Selbstversorgung doch eigentlich das Beste ist, als Mieter in der Großstadt jedoch fast ein Ding der Unmöglichkeit.

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So haben wir dann mit ein paar Landwirten gesprochen und nach einiger Zeit war die Idee, Gemüsegärten zum Mieten in Großstädten gemeinsam mit Landwirten anzubieten, geboren. Gestartet sind wir dann im Jahre 2010 in NRW und Hessen und waren sehr gespannt, wie die Gemüsegärten angenommen werden. Wir waren sehr froh und freuen uns bis heute sehr über die unglaubliche Resonanz, die wir bekommen haben und die viele Medienberichte, die uns geholfen haben, schneller bekannt zu werden.

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Finanziert haben wir uns mit unseren Ersparnissen – wir waren ja zuvor einige Jahre im Angestelltenverhältnis und hatten Geld zur Seite gelegt, was wir dann in meine ernte investiert haben. Auch darauf sind wir stolz, dass wir ohne Fremdfinanzierung meine ernte auf die Beine gestellt haben!

Wie läuft es jetzt? Haben sich eure Erwartungen erfüllt? Und finanziell?

Im ersten Jahr, 2010, haben wir an sechs Standorten in NRW und Hessen erstmalig Gemüsegärten zum Mieten angeboten – rund 250 Menschen starteten mit uns. Mittlerweile ackern fast 3.000 Hobbygärtnern bei meine ernte; Jedes Jahr eröffnen wir neue Flächen und erweitern zudem kontinuierlich bestehende Standorte, um der Nachfrage gerecht zu werden. Darauf sind wir sehr stolz!

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Wir freuen uns sehr, dass wir unser Unternehmen in den sechs Jahren erfolgreich etablieren und so neue Arbeitsplätze schaffen konnten. So besteht unser Team aus drei Vollzeit-Arbeitskräften und mehreren Aushilfen, die Vergrößerung um weitere Arbeitsplätze ist für Ende dieses Jahres geplant.

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Wo und wie arbeitet ihr?

Wir arbeiten überall: wir sind entweder zu Hause vor dem PC oder unterwegs bei Landwirten und vor Ort bei unseren Gemüsegärten. Wir organisieren Veranstaltungen und Workshops deutschlandweit an unseren 28 Standorten oder sprechen mit Kooperationspartnern über Möglichkeiten der Zusammenarbeit – insgesamt ist es ein guter Mix aus Büroarbeit und Arbeit an der frischen Luft.

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Die ersten beiden Jahre haben Natalie und ich noch beide alles gemacht, von der Planung der Marketingaktivitäten, über die Akquise der Landwirte bis hin zu buchhalterischen Themen. Mittlerweile haben wir uns die Arbeitsbereiche untereinander aufgeteilt und was möglich und sinnvoll ist, ausgegliedert: so lassen wir unsere Buchhaltung und Steuererklärung machen und haben einen tollen Programmierer, der unsere Wünsche und Vorstellungen bei meine ernte umsetzt.

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Büroarbeit ist hierbei Arbeit zu Hause, entweder bei Natalie oder bei mir – angemietete Büroräume haben wir zur Kostenersparnis (noch) keine. Wenn das ganze Team oder oft auch nur ein paar von uns zum Arbeiten bei Natalie oder mir zu Hause sind, ist es auch eine richtig familiäre Atmosphäre: wir arbeiten konzentriert, diskutieren über alle relevanten meine ernte Themen, kochen aber auch gemeinsam unser Mittagessen und sitzen bei schönen Wetter auf der Terrasse zum Essen.

Wie ist euer Setup und wie schafft ihr es Beruf und Familie unter einen Hut zu bringen?

Eine unserer Mitarbeiterin ist selbst Mutter dreier Kinder – daher haben wir absolutes Verständnis untereinander, wenn z.B. mal ein Kind krank ist. Da wir, Natalie und Wanda, nicht zusammen arbeiten, sondern auch privat sehr gut befreundet sind, verbringen wir auch viele Nachmittage zusammen mit unseren Kindern – und auch wenn diese Zeit unseren Kindern und unserer Freundschaft gehört, so können wir doch auch hier manchmal noch den ein oder anderen Punkt zu meine ernte besprechen.

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Aber natürlich helfen uns auch unsere Familien und Partner, wenn wir zum Bespiel im April und Mai durch Deutschland touren und die Gemüsegarten-Saison eröffnen. Da unsere Partner aber auch ganztags berufstätig sind, ist es natürlich schon manchmal ein Spagat, alles gut unter einem Hut zu bringen!

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Was würdet ihr anderen Müttern raten, die sich selbständig machen möchten?

Wir finden es wichtig, ehrlich und offen zueinander zu sein als Geschäftspartnerinnen und Freundinnen – so etwas wie eine Hidden Agenda haben wir nicht und das können wir nur allen Freundinnen raten, die sich gemeinsam selbständig machen möchten.

So hat man, das glauben wir ganz fest, einfach Verständnis für den anderen und seine Lebenssituation, gerade mit Kindern passiert ja gelegentlich Unerwartetes, das Kind wir krank, die Kita streikt oder ähnliches und wenn man immer offen und ehrlich miteinander sein kann, macht es auch die Situation einfach einfacher.

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Außerdem versuchen wir unsere Kinder durchaus auch mal bei meine ernte zu integrieren, wenn die Umstände erlauben. Zum Beispiel wenn wir Standortbesuche in NRW machen, nehmen wir die Kinder mit – so können wir Zeit mit unseren Kindern verbringen und die Kinder freuen sich, auf einem Bauernhof zu toben. Es ist manchmal nur in Gedanken schwierig, das Kind einfach dabei zu haben – wenn man es einfach mal ausprobiert, dann stellt man fest, wie viel Spaß es sogar macht.

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Deine Top 3 Tipps & Tools für selbständige Mütter, die Zeit, Geld und Nerven sparen?

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  • Versuche, dich, deine Arbeit und deine Familie so gut wie möglich zu organisieren, lasse immer Puffer für Unvorhergesehenes
  • Verliere nie den Spaß aus den Augen
  • Nimm dein Kind bzw. binde es auch in deine Arbeit mit ein – so kannst du Zeit mit deinem Kind verbringen und dein Kind ist stolz helfen zu können.

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Fotos: Tammo Ganders

1 Comment
  • Jenny Goldhorn Ehrlich
    Posted at 13:08h, 22 August Antworten

    Gibt es eure traumhafte Idee auch in Frankfurt am Main?

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