Nina | Handel Kindermode & Accessoires | 3 Kinder

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Nina | Handel Kindermode & Accessoires | 3 Kinder

Durchatmen nicht vergessen!

 

Woher kam die Idee für dein Business? Wie bist du gestartet? Und wie hast du das finanziert?

Meine Mutter – Graziela Preiser – begann in den 1970er Jahren, ihre beliebten Kinderdesigns zu entwerfen: „1,2,3“, „Äpfel“, „Herzen“, „Eisenbahn” zierten Tapeten, Geschirr und Stoffe. Die typischen Muster wurden vor allem durch die Zeitschrift Brigitte bekannt, deren beliebte Bestellmode in den 70er Jahren ausschließlich von ihr stammte.

Nina Nägel byGraziela Mutter

Als Kind saß ich oft unter dem Zeichentisch meiner Mutter und malte, während sie ihre Entwürfe machte. Die Freude am Design wurde mir daher schon als Kind mitgegeben. So habe ich dann später in London Grafik-Design studiert und direkt nach dem Studium eine Grafik-Agentur mitgegründet.

Nina Nägel byGraziela Business

Als es in meinem Freundeskreis die erste Baby-Welle gab, wurde ich häufig nach den tollen Designs meiner Mutter aus den 70ern gefragt. Ich bin dann jeweils auf den Dachboden gestiegen, um nach Reststücken von alten Handtüchern und Bettwäschen zu suchen, aber die Nachfrage war schnell grösser als der familiäre Fundus.

Als ich dann selbst Mutter wurde und meinen Sohn in den Designs meiner Mutter betten wollte, reifte die Idee des Re-Launches der Graziela-Designs in mir. Kurzum verkaufte ich meine Anteile der Grafik-Agentur und startete ein neues Kapitel: Ich gründete mit meiner Mutter Graziela die Marke byGraziela.

Nina Nägel byGraziela Label

Heute bin ich Mama von drei Kindern und leite – immer noch im engen Kontakt mit meiner Mutter – byGraziela.

Wir haben mit 6.000 Euro Eigenkapital angefangen und einem Bettwäsche-Design. Wir hatten dann eine Bettwäsche in 2 Größen und kein weiteres Geld für viele andere Produkte. So habe ich am Anfang dann die Bettwäschen zerschnitten und daraus noch Utensilos und Bettnestchen genäht und als weitere Produkte verkauft. Wir haben auch alte Tapetenstücke in Postergröße geschnitten und verkauft. Die Produkt-Entwicklung war also eher kreativ und ist ohne großes Kapital entstanden.

Nina Nägel byGraziela Original Design

Wie läuft es jetzt? Was hast du erreicht und wodurch? Was macht das „liebe“ Geld?

Wir sind sehr zufrieden. Wir erweitern unser Sortiment Schritt für Schritt. Manchmal denke ich, dass es schneller gehen müsste, aber insgesamt wächst byGraziela stetig und zuverlässig.

Nina Nägel byGraziela Kindermode

Wir haben ca. 100 Shops, die wir im In- und Ausland beliefern, tolle Kooperationen, arbeiten z.B. mit Coppenrath, Didymos und Limone zusammen. Man darf eben auch nicht vergessen, dass ich nicht meine 100%ige Energie am Anfang in byGraziela gesteckt habe, da ich 3 Kinder bekommen und natürlich die Arbeit während der Babyphase bewusst runtergefahren habe.

Nina Nägel byGraziela Kinderstoffe

Wo und wie arbeitest du?

Ich bin nach jahrelangem Home-Office jetzt seit einem Jahr in einem kleinen Büro. Von zu Hause aus arbeiten ist toll, wenn man sehr kleine Kinder hat, so macht es die Sache leichter, wenn mal eines der Kinder krank ist etc. Aber man muss es schon mögen, dass Mitarbeiter recht viel Privates mitbekommen. Das war irgendwann einfach nicht mehr machbar, denn wir sind jetzt bei byGraziela zu fünft und sind aus der Homeoffice-Phase einfach herausgewachsen.

Nina Nägel byGraziela Office

Ich muss auch sagen, dass mir das Arbeiten von zu Hause zunehmend schwerer gefallen ist, ich wollte doch jetzt ein richtiges Arbeits-Umfeld, nicht mit der Waschmaschine nebenan. Auch die geographische Distanz tut mir und der Familie sehr gut, ich freue mich immer auf meine 10 Minuten Fahrt zur Arbeit und wenn ich jetzt zu Hause bin, bin ich dann auch Mama und nicht mehr im Arbeits-Modus.

Nina Nägel byGraziela Unternehmen

Wie ist dein Setup und wie schaffst du es Beruf und Familie unter einen Hut zu bringen?

Wir haben seit 2 Jahren ein Aupair, was uns wirklich sehr hilft. Manchmal müssen einfach alle drei Kinder an verschiedenen Plätzen sein oder wenn man mal im Stau steht, ist die Panik nicht so groß. Wir haben leider keine Familie in der Nähe, die uns mal aushelfen kann, wenn Not am Mann ist, so ist das eine gute Lösung mit dem Aupair.

Nina Nägel byGraziela Familie

Zusätzlich arbeitet mein Mann auch seit einem Jahr von zu Hause aus, was mir natürlich im Alltag auch sehr den Rücken freihält. Dafür arbeite ich nur 3-4 Tage die Woche und konzentriere mich an den freien Tage dann ausschliesslich auf die Kinder. Dazu muss ich hinzufügen, ich arbeite oft zusätzlich abends wenn die Kinder im Bett sind, da meine Arbeit mir aber sehr viel Spaß bringt, ist das kein Problem für mich.

Was würdest du anderen Müttern raten, die sich selbständig machen möchten?

Du brauchst ein gutes Netzwerk – einen doppelten Boden sozusagen. Ich denke, es ist auch gut, wenn der finanzielle Erfolgsdruck nicht ganz so hoch ist am Anfang. Außerdem ist es wichtig, dass der Partner hinter einem steht und einen – vor allem mental – unterstützt.

Nina Nägel byGraziela Gruenderin

Deine Top 3 Tipps & Tools für selbständige Mütter, die Zeit, Geld und Nerven sparen?

  1. Zu allererst das Durchatmen nicht vergessen! Das klingt zwar recht offensichtlich, aber es hilft einfach, wenn Dinge gerade nicht so laufen wie geplant und schnell Lösungen zu finden sind. Du solltest vieles nicht so eng sehen. Sich kurz wieder auf das Wesentliche besinnen, auf das, was tatsächlich wichtig ist und dann mit etwas mehr Ruhe und einem kühlen Kopf weiter machen. Die meisten Krisen entpuppen sich später als gar nicht so dramatisch.
  2. Das nächste ist, den Alltag gut durchzustrukturieren und sich zu fokussieren. Nicht alles auf einen Haufen packen, sondern realistisch große Ziele setzen und diese dann runterbrechen, die Aufgaben aufdröseln, und dann eins nach dem anderen abarbeiten. Nicht alles auf einmal erreichen zu wollen und erledigen zu wollen ist ganz wichtig.
  3. Drittens finde ich es immer ganz wichtig sich dran zu erinnern, dass du dein Bestes gibst und das auch ausreichend ist. Du musst nicht alles schaffen und was du schaffst ist genug. Frauen setzen sich gerne unter viel zu viel Druck, was nur unnötigen Stress erzeugt.

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Bilder: Nina Nägel byGraziela

 

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