Patricia | Kinderkonzerte | 3 Kinder

Patricia | Kinderkonzerte | 3 Kinder

Ich überlege mir gut wo meine Prioritäten sind!

Wer bist du und was machst du?

Ich heiße Patricia Parisi und habe drei Kinder (20, 12 und 8 Jahre alt). Vor etwa 5 Jahren habe ich mir den Milchsalon ausgedacht. Eine Kinderkonzertreihe, die in szenigen Clubs stattfindet und Kindern das kleine 1×1 der Musikstile näher bringt.

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Woher kam die Idee für dein Business? Wie bist du gestartet und wie hast du das finanziert?

Seit vielen Jahren arbeite ich mit meinem Mann, im Bereich Booking und Promotion, in unserer Agentur ZKBERLIN. Musik hat mich schon zeitlebens interessiert und begleitet. Interessante Künstler zu entdecken und ein Event daraus zu machen ist meine Passion. Die Kindermusiksparte mit all ihren Facetten, von lehrreich bis moralinsauer, hat sich mir erst durch meine eigenen Sprösslinge eröffnet. Gerade in dieser Branche gibt es einfach zu viel Trash, gegen den ich mich vehement versuche zu wehren.

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Als meine Tochter eines Tages aus dem Kindergarten zurückkam und den „Schlappi-Krokodil-Song“ sang, (ein Liedtext, bei dem das Gehirn auf erbsengröße zurückschrumpft) bin ich fast ohnmächtig geworden.
Der Milchsalon soll Kinder an „gut gemachte“ Musik heranführen und sie zum Musizieren, Tanzen und Ausflippen animieren. Bislang erhalte ich dafür aber leider keine finanzielle Unterstützung.

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Wie läuft es jetzt? Haben sich deine Erwartungen erfüllt? Und finanziell?

Nachdem ich über all die Jahre hinweg sämtliche Kinderkonzerte nebenbei organisiert und veranstaltet habe, möchte ich mich dieses Jahr intensiver der Marke Milchsalon widmen. Ich habe gerade eine erste CD-Compilation veröffentlicht und plane ein internationales Projekt, um Kindern – mittels Musik – verschiedene Kulturen und Sprachen näher zu bringen. Da ich alles privat vorfinanziere, suche ich aktuell nach Sponsoren und Kooperationen.

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Wo und wie arbeitest du?

Ich arbeite im Homeoffice – genau genommen in meinem Schlafzimmer. Dieses liegt im abgelegensten Teil unserer Wohnung – dementsprechend schlecht ist leider auch die Qualität der Internet-Verbindung. Mein Arbeitstag beginnt nachdem alle aus dem Haus sind und ich mich selbst in ein optisch ansprechendes Wesen verwandelt habe.

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Ich brauche dieses Ritual, um disziplinierter Arbeiten zu können. Mit verwuschelter Mähne und im Pyjama kann ich mich selbst schwer ernst nehmen. Außerdem lasse ich dann auch die Hausarbeit konsequenter links liegen.

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Wie ist dein Setup und wie schaffst du es Beruf und Familie unter einen Hut zu bringen?

Meine Arbeitszeit lässt sich manchmal schwer eingrenzen. Da die meisten Veranstaltungen am Wochenende stattfinden – also dann, wenn eigentlich alle Familienmitglieder im FREIZEIT-MODUS schwelgen – ist es manchmal schwierig, allen gerecht zu werden. Oft kommen die Kinder und der Mann auch einfach mit und helfen mir tatkräftig vor Ort.

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Tendenziell muss ich daran arbeiten mir und anderen Grenzen zu setzen. Gerade weil ich als Mompreneur nur wenig Zeit zur Verfügung habe, überlege ich mir gut, wo MEINE Prioritäten liegen, und was ich in der vorhandenen Zeit schaffen will.

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Was würdest du anderen Müttern raten, die sich selbständig machen möchten?

Klare Grenzen setzen! Hilfe annehmen und sich vernetzen und austauschen. Ich habe zu lange gewartet, bis ich mit meiner Idee an die Öffentlichkeit gegangen bin – aus der Angst heraus, jemand könnte MEINE IDEE viel besser ausbauen, als ich es vermag. Im Nachhinein ist das verlorene Zeit, die ich nicht zurückholen kann und Epigonen wird es ohnehin immer geben.

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Deine Top 3 Tipps & Tools für selbständige Mütter, die Zeit, Geld und Nerven sparen?

  • Gründe eine Mastermind-Gruppe! Ein Mastermind ist mehr als nur eine Inspirationsquelle von Gleichgesinnten. Durch die Verbindlichkeit und Offenheit, die in der Gruppe herrscht, entwickelt sich ein unbezahlbares Kontrollorgan, das die eigenen Ziel-und Realisierungsprozesse unterstützt.
  • Komm aus der „Ich mache alles selbst, weil ich es am besten kann-Falle” heraus.
    Ich muss mich tatsächlich überwinden und zwingen, Arbeiten zu delegieren. Aber es lohnt sich!
  • Lese: „Start with Why“ von Simon Sinek
    Dieses Warum ist die Motivation und der Wegweiser für alle Entscheidungen, die das Business betrifft. Das Buch hat mich dazu bewogen, wirklich in mich zu gehen und mir zu überlegen, warum ich tue, was ich tue. „People don’t buy what you do. They buy why you do it“. – Simon Sinek

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Links:

Website: https://www.milchsalon.de und https://www.zkberlin.de

Blog: https://www.milchsalon.de/milch-blog

Linked in: https://www.linkedin.com/in/patricia-parisi-1783ba72

Xing https://www.xing.com/profile/Patricia_Parisi?sc_o=mxb_p

Facebook: https://www.facebook.com/Der.Milchsalon

Twitter: https://twitter.com/Milchsalon

Bilder: Patricia Parisi, Esther Eisenhardt

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