Simone & Cerstin | Geburtsvorbereitung | 5 Kinder

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Simone & Cerstin | Geburtsvorbereitung | 5 Kinder

Wer seid ihr und was macht ihr?

Wir sind Cerstin Jütte und Simone Vogel und gemeinsam sind wir NONAWUNDER. Seit zwei Jahren arbeiten wir an unserem Herzensprojekt und haben einen persönlichen Schwangerschaftskalender mit Tagebuch und Ratgeber entwickelt. Wir glauben daran, dass jede Frau schon in sich trägt, was es braucht, um neues Leben zu schenken. Im lila Faden findet sie Informationen und Impulse zur ganzheitlichen Geburtsvorbereitung. Es stärkt die Verbindung zum Baby und hilft den Frauen, sich mit ihrer Intuition zu verbinden. Uns ist wichtig, dass Paare ihren eigenen Weg finden, wir bieten ihnen hierfür vielfältige Anregungen. Im Sommer haben wir nun eine stimmige Form der Finanzierung gefunden, um unser Produkt produzieren zu lassen.

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Woher kam die Idee für euer Business? Wie seid ihr gestartet und wie habt ihr das finanziert?

Seit wir uns kennengelernt haben, verbindet uns unser gemeinsames Interesse für alles rund um Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett. Dieses gemeinsame Interesse hat dazu geführt, dass wir mit weiteren Eltern im Oktober 2013 einen Elternverein gegründet haben, um uns ehrenamtlich für eine bessere Geburtskultur zu engagieren.

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Seitdem hat uns die Faszination für diesen besonderen Lebensabschnitt nie losgelassen und es entstand die Idee, noch mehr Frauen auf ihrem Weg zu begleiten. Immer wieder haben wir uns gefragt, was werdende Eltern brauchen, um in guter Hoffnung schwanger zu sein. Wie sie sich ganzheitlich auf eine selbstbestimmte und kraftvolle Geburt vorbereiten können und wie das Wochenbett so gestaltet werden kann, dass es wirklich erholsam ist. Nach und nach haben wir uns erarbeitet, welche Themen im Laufe einer Schwangerschaft auftauchen und auf welche Fragen die Schwangere Antworten finden sollte, um ihren eigenen Weg zu gehen. Daraus ist schließlich “Der lila Faden” entstanden. In ihm haben wir unser ganzes Wissen und unsere Erfahrung gebündelt, voller Freude und Begeisterung getextet und gestaltet und unsere Liebe zum Thema in jede einzelne Seite einfließen lassen. Aus einer fixen Idee wurde schließlich ein richtiges Produkt. Der rote Faden, der sich durch diese magische Lebenszeit zieht.

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Im Rahmen eines Markencoachings haben wir den Grundstein für NONAWUNDER gelegt und unsere Werte und Visionen festgehalten. Wir haben an unserer Zielkundin gefeilt und uns mit Onlinemarketing befasst, Landingpages gebastelt und Freebies erstellt. Vieles von dem, was wir nun tun, gehört nicht mehr zu unseren eigentlichen Kernkompetenzen.Wir verlassen für NONAWUNDER immer wieder unsere Komfortzone, lernen neues und entwickeln uns weiter. Es erfüllt uns mit großer Freude zu sehen, dass unsere Arbeit erste Früchte trägt und wir Frauen einen Mehrwert bieten. Den größten Teil unseres Weges finanzierten wir aus eigener (Familien)Tasche, unseren Ersparnissen und zum Beispiel gekündigten Versicherungsvertrag. Mittlerweile lassen uns erste Einnahmen aufatmen. 

Wie läuft es jetzt? Haben sich eure Erwartungen erfüllt? Und finanziell?

Seit dem Start unser Homepage, unserer Facebookseite und unseres Youtube-Kanals erreichen wir täglich mehr Menschen. Unsere Begleitung macht viele Frauen glücklich. Eine Hülle für den Mutterpass, die WunderKerze für dein Mama-Baby-Platz oder leckere Rezeptideen für Schwangere- bei uns wird jede Schwangere fündig.

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Anfang November startete die Produktion unseres Babys: Der lila Faden. Die ersten Prototypen in der Hand zu halten, hat uns in einen Glückszustand versetzt, wie ihn Müttern nach der Geburt kennen. Endlich das eigene Baby in den Händen zu halten. Das ist großartig! Jetzt sind wir voller Vorfreude und Aufregung und schauen optimistisch auf den Verkaufsstart.

Die vielen positiven Rückmeldungen, die wir von Frauen bekommen, stärken uns den Rücken und sind unheimlich wertvoll.

Wo und wie arbeitet ihr?

Wir arbeiten im Home Office überwiegend morgens, wenn unsere Kinder in Kindergarten und Schule unterwegs sind. In regelmäßigen Abständen treffen wir uns für persönliche Arbeitstreffen, die vor allem für die inhaltliche Arbeit für uns unverzichtbar sind. Doch da uns 70 Kilometer voneinander trennen, ist dies nicht immer möglich und Skype ist unser alltägliches Büro. Hier treffen wir uns live und in Farbe, konnten immer flexibel Stillpausen für den Herzensbub einbauen und sehen jederzeit, ob die Andere grade ein Ohr hat oder lieber konzentriert arbeiten möchte. Tools, die wir nutzen und auf die wir nicht verzichten wollen, sind Google Drive und Trello.

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Wie ist euer Setup und wie schafft ihr es Business und Familie unter einen Hut zu bringen?

Simone: Seit mein Jüngster in den Kindergarten geht, arbeite ich fast jeden Vormittag. Die ein oder andere Abendschicht bleibt nicht aus, was jetzt in der Aufbauphase für mich ok ist. Zudem fühlt sich “arbeiten” überwiegend nicht wie Arbeit an, weil ich das, was ich tue liebe. Seit den Sommerferien hat mein Mann seine Arbeitszeit reduziert und ist an einem Tag ganz für die Kinder da. Das ist eine riesen Erleichterung und es profitieren alle von dieser Veränderung. Meine Eltern oder eine gute Freundin, die auch mal spontan die Jungs übernehmen, weil es viel zu tun gibt, sind Gold wert.

Dennoch fühle ich mich hin und wieder zerrissen, zwischen den Herausforderungen der Selbständigkeit und meinem Mutterdasein. In Zeiten des Stresses mache ich mir meine Motivation bewusst. Ich merke, wie viel Neues, Spannendes und Bereicherndes durch NONAWUNDER in mein Leben kam. Es gibt so unendlich viel zu entdecken und zu erforschen. Die Ideenkiste für unser Business quillt über und wir müssen uns gut fokussieren, um uns nicht in neuen Plänen zu verzetteln.

Ich liebe die Flexibilität, die die Selbständigkeit mir bietet. Ich muss mir nicht frei nehmen, um meinen Jüngsten bei der Herbstwanderung im Kindergarten zu begleiten und wenn meine Jungs nachmittags verabredet sind, kann ich einen Blogartikel schreiben, wenn die Muse mich küsst.

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Cerstin: Ich habe drei Kinder, wovon das jüngste 18 Monate alt ist. Es ist immer wieder eine Herausforderung, Beruf und Kinder gut unter einen Hut bringen. Ich habe das Glück, dass mein Mann mich unterstützt, wo er nur kann und mir den Rücken für NONAWUNDER stärkt. Da er aber voll berufstätig ist und wir unseren Herzensbub nicht in eine Betreuungseinrichtung geben möchten, haben wir entschieden, eine Kinderfrau einzustellen. Diese unterstützte mich einige Stunden in der Woche bei Haushaltsaufgaben und Kinderbetreuung. Das war sehr entlastend und hat total gut funktioniert. Inzwischen geht unser Sohn an zwei Vormittagen die Woche zu einer befreundeten Tagesmutter, wo er eine 1:1 Betreuung genießt. Zeiten und Termine gut zu planen, ohne komplett den Überblick zu verlieren ist das A und O.    

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Die Situation MomPreneur zu sein, ohne unterstützende Großeltern oder Familienmitglieder, mit 3 kleinen Kindern,  hat mich lernen lassen, sehr fokussiert und effizient arbeiten zu können. Natürlich bleiben Nachtschichten und Stress nicht aus, aber insgesamt läuft es sehr gut. Manchmal weiß ich zwar selbst nicht, wie es geht aber da ich es unbedingt möchte, geht es. Ich glaube meine klare Ausrichtung und meine große Freude an der Sache machen es möglich. Manchmal, und das finde ich für mich als Langschläferin ziemlich verrückt, stehe ich am Wochenende um 5.00 Uhr morgens auf und arbeite bis alle wach sind. Da ist der innere Schweinehund zwar groß, aber wenn ich es tue, schaffe ich richtig was und das motiviert dann sehr.

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Was würdest du anderen Müttern raten, die sich selbständig machen möchten?

Wenn du eine gute Idee hast und spürst, dass du damit deinem Herzen folgst, dann tu es. Wir bereuen nichts, denn wir haben so unglaublich viel gelernt und alles fühlt sich an wie ein großes Abenteuer. Etwas in die Welt zu tragen, das es in dieser Form noch nicht gibt, erfüllt uns mit Glück. Für uns war es richtig, erst einmal loszulegen und der Idee eine Form zu geben. Dabei fehlte uns anfangs der Weitblick und eine gute Struktur der Arbeitsabläufe. Im weiteren Verlauf hat sich für uns ein professionelles Coaching sehr bewährt. Es hat uns einen roten Faden gegeben, die Schritte aufgezeigt, die wir tun müssen, um weiter zu gehen. Natürlich haben wir uns gefragt, ob wir uns das leisten können und woher wir das Geld nehmen sollen.

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Doch es war eine goldrichtige Entscheidung und eine Investition in uns und in die Zukunft. Wir haben uns mit Sicherheit Zeit, Nerven und unterm Strich auch Geld gespart. Überhaupt war die Arbeit an unseren Glaubenssätzen zum Thema Geld ein großer Schritt. Wir haben gelernt, keine Angst mehr vor Investitionen zu haben und uns nicht klein zu machen. Nach dieser guten Erfahrung sind wir jetzt viel eher bereit, uns Expertinnenrat zu holen und lieber Geld für die nächsten Schritte zu zahlen, anstatt zu stolpern, viel Zeit (und damit auch nicht verdientes Geld) zu verschwenden oder in falsche Richtungen zu gehen. Es hat etwas mit Wertschätzung sich selbst gegenüber zu tun. Sei es dir wert, deine Idee Wirklichkeit werden zu lassen, indem du in dich und dein Business investierst, um dich ganz klar auszurichten.

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Deine Top 3 Tipps & Tools für selbständige Mütter, die Zeit, Geld und Nerven sparen?

1. Glaube an deine Idee und hole dir Hilfe bei der Umsetzung! Glaube an deine Idee und investiere in sie. Nimm Geld in die Hand und hol dir Unterstützung. Frag jemanden, der sich damit auskennt. Vernetze dich und suche den Austausch mit Menschen, die dich ermutigen und voranbringen. Lerne, strategisch zu denken und deine Ziele klar zu formulieren. Sich Hilfe zu holen beschränkt sich auch nicht nur auf deine Selbständigkeit. Es kann auch bedeuten, endlich eine Putzfee zu suchen, einen Babysitter zu engagieren oder Omatage für die Kinder einzulegen.

2. Vertraue deiner Intuition und darauf, dass sich alles fügt! Auf unserer Reise in dieses Abenteuer haben wir die Erfahrung gemacht, dass sich Dinge fügen und die Antworten zur rechten Zeit in unser Leben kommen. Es ist wie bei Schwangerschaft und Geburt: Die weibliche Intuition ist einfach unschlagbar! Wir fahren gut damit, bei allen Entscheidungen genau hinzuspüren, welcher Weg der stimmige ist. Egal ob bei Budgetfestlegungen, der Auswahl von Partnern oder inhaltlichen Entscheidungen. Eine Nacht drüber schlafen (oder tanzen), Intuition befragen und dann entscheiden!

3. Sei flexibel und mach das Beste aus deiner Situation! Es ist gut, einen Plan zu haben, aber erstens kommt es anders und zweitens als du denkst. Mach das Beste aus deiner Situation und richte dich auf das Positive aus, denn Jammern bringt dich nicht weiter. Zum Glück sind wir Mütter wahre Meisterinnen der Improvisation und Spontanität. Klar läuft es nicht immer wie geplant, da hilft nur tief atmen und weitermachen!

Links

Website: www.nonawunder.de/

Facebook: www.facebook.com/nonawunder/

Youtube Kanal: www.youtube.com/channel/UCZEutu6ZQBfi7RPGtWTkN6g

Titelbild, Bilder im Text: Cerstin und Lennart Jütte

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