Sylva | Handel | 2 Kinder

MomPreneurs-Sylva-Kairies-FILIPPA-FLORENTINE

Sylva | Handel | 2 Kinder

Das wichtigste ist ein langer Atem!

 

Wer bist du und was machst du?

Ich bin Sylva Kairies, 37 Jahre alt, und immer noch kaschmirverliebte Labelgründerin und Mama von zwei bezaubernden Töchtern, Filippa (5) und Florentine (3) und zusätzlich seit 1 ½ Jahren Shop-Besitzerin. Neben dem Kaschmirlabel FILIPPA & FLORENTINE habe ich im April 2016 den LITTLE DEPARTMENT STORE – einen Concept Store, der den lässig eleganten Stil verkörpert – in Hamburg Eppendorf eröffnet. Damit habe ich mir einen weiteren Meilenstein erarbeitet.

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Woher kam die Idee für dein Business? Wie bist du gestartet und wie hast du das finanziert?

Die Idee zu FILIPPA & FLORENTINE ist mir während der ersten Schwangerschaft gekommen. Ich hatte ein Lieblingskleid aus Kaschmir, das mich schon über mehrere Jahre begleitet hatte. Bei den vielen Spaziergängen mit dem Kinderwagen kam mir dann der Gedanke, etwas Vergleichbares für jeden Tag zu schaffen, das einzigartig, nachhaltig und qualitativ hochwertig ist. Mit der Geburt der Kinder beginnt bei vielen Frauen ein neuer Lebensabschnitt, so auch bei mir und ich wollte die Chance nutzten und ein eigenes Label gründen. Es war einer dieser „Jetzt oder Nie“-Momente. Erste Erfolge stellten sich schnell ein, so bestellten große Handelshäuser wie Breuninger aus Stuttgart oder Classico aus Hamburg u.v.a. schon in der ersten Saison.

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Aber ein eigenes Label aufzubauen erfordert einen enormen Einsatz an Ressourcen. Der Vertrieb ist dabei die größte Herausforderung. Aufgrund der familiären Situation konnte ich nicht wochenlange durch Deutschland touren. Gleichzeitig haben mir Endkunden immer wieder gespiegelt, wie sehr sie die Filippa & Florentine Produkte lieben, daraus entstand dann die Idee zum Little Department Store. Wieder habe ich den Sprung ins kalte Wasser gewagt und einen eigenen Laden eröffnet.

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Allerdings war der Zeitpunkt nicht optimal, weil Florentine ja gerade einmal 1 ½ Jahre war. Aber ich bin immer ein sehr spontaner Mensch und mache auch viel aus dem Bauch heraus – zum Leidwesen meines Mannes, der mich neben meiner Familie aber immer unterstützt hat bei allen Entscheidungen.

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Wie läuft es jetzt? Haben sich deine Erwartungen erfüllt? Und finanziell?

Der Little Department Store hat sich nach 1 ½ Jahren sehr gut entwickelt und auch die Resonanz im Store auf die Tücher ist durchweg positiv. Die Entscheidung, in den stationären Handel einzusteigen, hat sich als positiv erwiesen. Vorteilhaft war sicherlich auch, dass wir viel positive PR in der Startphase bekommen haben aufgrund des besonderen Konzepts, ohne dafür eine Agentur zu engagieren.

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Aber genauso wie bei dem Label Filippa & Florentine muss man auch hier viel Durchhaltevermögen an den Tag legen. Viele der Einzelhändler in meinem Umfeld haben mir gleich am Anfang gesagt, drei Jahre und mehr muss man im stationären Handel durchhalten, bis es gut läuft. Wir arbeiten ständig daran, unsere Bekanntheit weiter zu steigern und das jetzt auch über die Stadtgrenzen hinaus, denn der Little Department Store ist auch mit einem eigenen Online-Shop erreichbar.

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Jetzt nach 1 ½ Jahr ist die Steigerung der Bekanntheit des Little Department Stores eine der Hauptaufgaben und gleichzeitig eine der größten Herausforderungen. Der Hauptfokus liegt mittlerweile ganz klar auf dem Laden. Für eine Sache muss man sich entscheiden. Denn alles gleichzeitig kann man einfach nicht schaffen.

Ein Großteil des Gewinns wird deshalb nach wie vor reinvestiert, um das Sortiment weiter auszubauen und den Online-Bereich noch mehr zu stärken, da wir hier noch mehr Wachstumspotential sehen.

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Wo und wie arbeitest du?

Wie der ein oder andere sicherlich auch, habe ich mein Business vom Esstisch aus geplant. Aus dem Esstisch ist mittlerweile ein ordentlicher Schreibtisch geworden. Dieser wechselt tagsüber vom heimischen Schreibtisch zum Tresen im Laden. Alle Aufgaben, die Zeit und Ruhe erfordern, wie z.B. Buchhaltung, versuche ich vormittags zu erledigen und dann geht es in den Laden.

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Am Abend wenn die Kinder schlafen und ich noch die Kraft habe, setze ich mich noch mal an den PC, um z.B. einen neuen Newsletter zu erstellen oder am Online-Shop zu arbeiten.

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Wie ist dein Setup und wie schaffst du es Beruf und Familie unter einen Hut zu bringen?

Wie die meisten Frauen manage ich alles gleichzeitig, das geht mal besser und mal schlechter. Während die Kinder in der Kita sind, versuche ich soviel wie möglich abzuarbeiten. Eine klare Themenpriorisierung und ein gutes Projektmanagement sind im Arbeitsalltag enorm wichtig. Dennoch gerade mit kleinen Kindern ist bei all der Planung ein hohes Maß an Flexibilität notwendig und ein gut funktionierendes Netzwerk aus anderen Müttern, Babysittern und Familie hilfreich.

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Besonders mein Mann sowie meine Eltern, welche leider nicht in Hamburg leben, unterstützen mich sehr, z.B. wenn ich auf Reisen bin. Bislang haben wir immer eine Lösung gefunden. Langfristig suche ich nach einer festen Babysitterin, die am Nachmittag auch mal einspringen könnte, falls ich einen Termin habe.

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Was würdest du anderen Müttern raten, die sich selbständig machen möchten?

Es lohnt sich, an die eigenen Träume zu glauben und die Chance der Selbstständigkeit als Mutter zu nutzen. Aber gerade als Selbstständige hat man diese Hochs und Tiefs. Es gibt Tage, da mag man einfach nicht mehr und dann freut man sich wieder so sehr, wenn man positive Feedbacks von Kundinnen bekommt oder derselbe Kunde das dritte oder vierte Mal im Geschäft oder im Online-Shop bestellt.

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Das Wichtigste bei der Selbstständigkeit ist, dass man einen langen Atem hat. Gerade der Anfang ist relativ mühsam aber ich denke, langfristig wird es sich lohnen.

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Deine Top 3 Tipps & Tools für selbständige Mütter, die Zeit, Geld und Nerven sparen?

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  1. Zweifel und Ängste auch mal offen besprechen und Rat einholen. Oftmals geht es einem danach schon besser.
  2. Das Netzwerk der anderen Mamas nutzen und sich gegenseitig unterstützen. Schließlich sind wir alle irgendwie in der gleichen Situation.
  3. Ich persönlich bin ein großer Fan von Biographien anderer Existenzgründer, so zählt das Buch In my Shoes von Tamara Mellon, Gründerin von Jimmy Choo, dazu oder das Buch von Vanessa Kullmann Keine große Sache: Coffee to go oder wie man den Traum vom eigenen Unternehmen verwirklicht.

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Links

Website: https://shop.littledepartmentstore-hamburg.de und https://www.filippaflorentine.com

Facebook: https://www.facebook.com/littledepartmentstorehamburg/ und https://www.facebook.com/filippaflorentine

Instagram: https://instagram.com/littledepartmentstorehamburg und https://instagram.com/filippaflorentine

Bilder: Sylva Kairies

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