Wie es weitergeht wenn nichts mehr geht

Wie es weitergeht wenn nichts mehr geht

Die letzte Woche war wirklich crazy. So crazy, dass mir ganze 2 Tage lang die Tränen in den Augen standen und ich dachte: „Ich kann das nicht,“ bzw.: „Ich schaffe das nicht.“ Und für einen Moment war ich so am Boden, dass ich sogar MomPreneurs über Bord werfen wollte. Ich habe 2 Tage wirklich so gut wie nichts gebacken bekommen.

Und obwohl ich hier jeden Tag versuche, dich zu ermutigen, dich zu inspirieren, neue und auch andere Wege aufzuzeigen ist es so – ja, es ist so: Wir alle (auch ich) haben diese Tage, wo einfach nichts (mehr) geht. Wo das Auto stehen bleibt, das Kind vom Klettergerüst fällt, das Baby die Nacht durchkotzt, wir wieder einen wichtigen Termin in der Schule/Kita (gefühlt als einzige Mutter) verpasst haben und abends der Streit mit dem Partner vom Zaun bricht, warum der Kühlschrank leer ist, die Wäsche nicht gewaschen ist und die Bude aussieht wie Sau.

Ich glaube oder vielmehr bin mir sicher, dass du genau weißt, wovon ich rede. Und genau weil wir alle diese Situationen immer wieder haben und jede von uns denkt, dass sie die Einzige ist, die das einfach nicht mehr schafft und dass das Ding mit der Selbständigkeit doch keine so gute Idee war und….

Ich mache mal eben einen Cut, weil ich dir kurz davon berichten möchte, was ich in genau dieser Situation gemacht habe und vielleicht ist ja der eine oder andere Tipp für dich wertvoll.

Durchatmen!

Und zwar ganz tief. Hinsetzen, Tränen abwischen. Mach dir bewusst, dass du nicht die Einzige bist, der es gerade so geht. Es geht uns allen so. Mal mehr und mal weniger und das ist normal. Deshalb ist es auch ganz normal, einfach mal zu weinen. Ich persönlich bin „ganz nahe am Wasser“ gebaut. Egal, ob ich traurig oder gerührt bin: Die Tränen fließen einfach. Und erst recht, wenn mich dann jemand in den Arm nimmt. Aber danach geht es mir einfach besser.

[Tweet „Entspannung ist ein wesentlicher Bestandteil von Kraft (George Leonard)“]

Denke positiv!

Denke in so einem Moment nicht negativ, sondern vielmehr positiv: Was hast du schon alles erreicht? Wie stolz kannst du als MomPreneur sein, dass du selbst etwas auf die Beine gestellt hast UND für deine Familie da bist. Und darum beneiden dich ganz viele, glaub mir! Willst du denn das alles über Bord schmeißen, weil es (wie bei allen von uns manchmal) heute nicht läuft?

Tu dir was Gutes!

Versuche an so einem Tag trotz all des Stresses, der Traurigkeit, den Selbstzweifeln, dir etwas Gutes zu tun. Tu etwas was dir Freude macht und wieder ein wenig Energie gibt. Mir hilft es, wenn ich bspw. mit einer guten Freundin rede oder laufen gehe. Egal, was es ist: Gönn es dir und mach dir selbst eine Freude! Lenk dich ein wenig ab und stöber ein wenig in der MomPreneurs Facebook Gruppe. Ich bin mir sicher, dass du da wieder auf andere Gedanken kommst.

Na? Sieht die Welt jetzt ein ganz klein wenig besser aus?

Loslassen

Für mich hatten diese crazy Momente auch etwas Gutes: Ich habe gelernt loszulassen. Loszulassen von meinem Wahn „alles und allem gerecht werden zu wollen“, loszulassen von meinem „Super-MomPreneur“-Syndrom, d.h. im Business und als Mutter immer 120% geben zu müssen und vor allem loszulassen von dem Konzept, nur ich könnte und müsste das alles alleine machen.

Und noch etwas: Wer sagt denn eigentlich, dass du das alles alleine UND heute schaffen musst? Zur Erinnerung: Du bist doch MomPreneur, weil du selbst entscheiden möchtest, oder?! Lass dich bitte nicht von anderen verrückt machen, dass du immer schneller sein musst. Musst du nicht! Du bestimmst deinen Erfolg und dein Tempo dahin.

[Tweet „Sei du selbst die Veränderung, die du dir wünschst für diese Welt (Mahatma Gandhi) „]

Virtuell arbeiten

Ich hatte am Anfang erwähnt, dass ich für einen kurzen Moment soweit war, MomPreneurs einfach hinschmeißen zu wollen. Ich dachte: „Ich kann das einfach nicht mehr schaffen.“ Ich hatte das Gefühl, MomPreneurs wächst schneller als ich selbst und ich komme einfach nicht mehr mit. Und wenn du mich kennst, dann weißt du, wie viel Wert ich auf meine Familie lege und dass es nicht mein Ziel ist, ins Burnout zu laufen.

Was habe ich gemacht? Ich habe einfach noch mehr losgelassen und meine erste virtuelle Assistentin an Bord geholt , die mich ab sofort stundenweise unterstützt. Voraussetzung dafür war, dass ich mir ein klares Bild davon gemacht habe, was ich tagtäglich alles so mache, d.h. die Sachen, die ich für mein Business mache, Sachen, die ich für die Familie mache und auch Dinge, die ich für mich mache. Und (du ahnst es schon) dabei habe ich gesehen, dass es einfach viel zu viel ist. Und vermutlich ist es bei dir genauso, oder?

Deshalb möchte ich dir heute noch eine kleine Aufgabe mitgeben. Nimm dir einfach mal die Zeit und schreibe auf:

  1. Dinge, die ich nicht gerne mache
  2. Dinge, die ich einfach nicht kann
  3. Dinge, die ich einfach nicht machen sollte

Wenn du hier Klarheit hast, dann sprechen wir uns nächste Woche. Da werde ich dir ein wenig davon erzählen was auf meiner Liste so stand, was ich jetzt ausgelagert habe und wie ich jeden Tag virtuell arbeite. Vielleicht ist das ja auch was für dich?

Was ist gerade deine größte Herausforderung? Wenn du dich hierzu mit anderen MomPreneurs austauschen möchtest, dann komm in unsere MomPreneurs Facebook Gruppe oder triff Gleichgesinnte auf unseren MomPreneurs Meetups.

Titelbild: Photographee.eu/Shutterstock.com

5 Comments
  • Marina
    Posted at 19:19h, 20 Februar Antworten

    Danke für diesen Beitrag ❤️ Ich freu mich auf den Beitrag nächste Woche! LG

  • Maike
    Posted at 17:55h, 21 Februar Antworten

    Danke, liebe Esther, für diesen offenen Bericht. Auch mir geht es manchmal so. Manchmal muss ich nicht weinen, aber bin wie gelähmt (geistig und körperlich) und habe auf nichts mehr Lust, auf gar nichts. Mir hilft dann: Rausgehen. Mich 10 Minuten ganz still in eine Kirchenbank setzen. Und ja: Atmen. Atmen hilft immer. Am nächsten tag sieht es dann schon ganz anders aus.

  • Esther Eisenhardt
    Posted at 14:24h, 26 Februar Antworten

    Liebe Maike, vielen Dank für deinen Kommentar. Ich glaube jeder von uns hat diese Momente als MomPreneur. Und deshalb habe ich auch den Post geschrieben: Ich wollte mich nicht selbst bemitleiden, sondern vielmehr den vielen MomPreneurs sagen, dass es uns allen so geht und irgendwie ist es auch normal oder sogar gut so, dass es auf und ab geht 😉 Es ist immer eine wertvolle Erfahrung und es ist toll, wenn es dann wieder bergauf geht.

  • Barbara
    Posted at 20:44h, 06 August Antworten

    DANKE! Genau das hab ich gerade gebraucht… die Tränen rinnen noch, aber ich fühl mich verstanden! Wenn so gar nichts mehr geht und alles schief läuft, fällt es mir oft schwer einen „cut“ zu machen und der Überforderungsspirale ein Ende zu setzen.

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