Wie soll ich es alleine schaffen?

Wie soll ich es alleine schaffen?

Wenn du als MomPreneur die ersten Hürden gemeistert hast und aus der anfänglichen Unzufriedenheit „Ich muss etwas ändern, aber was?“ und der Verwirrung „Ich weiß nicht wie und wo ich anfangen soll?“ erfolgreich aufgetaucht bist, stehst du schnell vor dem nächsten MomPreneurs Showstopper: „Alleine (als Mutter) schaffe ich das eh nicht“.

Mal sehen!

Was schaffst du nicht? So erfolgreich wie Mark Zuckerberg zu sein?

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In der Regel steckt hier ein üblicher aber gefährlicher Grundfehler, nämlich die Orientierung an der männlichen (Unternehmer-) Erfolgsmaxime. Und ja, wenn du dich daran misst, schaffst du es wahrscheinlich wirklich nicht, aber wer sagt, dass du das tun musst?

Bedeutet Erfolg für DICH, „große“ Investoren zu haben, ein großes Team, große Businesszahlen und 80 Stunden+ in der Woche zu arbeiten? Vermutlich nicht, oder? Viel entscheidender ist es doch, dass du DEINE Ziele erreichst – und die setzt du selbst.

Was ist dein Ziel, was ist dein Tempo und was und wen brauchst du dafür?

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Dein Business Konzept muss nicht groß sein, es muss smart sein. Was heißt das? Als MomPreneur ist es dir wichtig flexibel und unabhängig zu sein und zu arbeiten, richtig? Deshalb solltest du drei Dinge beachten:

1. Setze auf deine eigenen Fähigkeiten

2. Vermeide zuächst Fremdkapital und

3. Nutze Technologien, die dein Risiko begrenzt und dein Budget schont.

Wir hatten uns ja bereits mit dem Thema „Wo und wie anfangen?“ beschäftigt. Wenn du also deine „Hausaufgaben“ gemacht hast, dann solltest du inzwischen ein besseres Verständnis davon haben wie dein Angebot aussieht und was deine ersten Schritte sind.

Dann fang‘ JETZT an. Sobald du über diese Schwelle hinweg bist, hast du zwei wichtige Dinge gewonnen: Kundenfeedback und die Erfahrung, etwas selbst zu machen oder zu lernen. Grundsätzlich kannst du das erst mal alleine schaffen. Aber wenn du merkst du bist auf dem „richtigen“ Weg und die Arbeit wird mehr – wie geht es dann weiter?

Alleine geht das (wirklich) nicht (mehr)?

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Bevor du an der Hürde „alleine komme ich nicht weiter“ hängen bleibst, noch einige wichtige Gedanken, die ich dir gerne mitgeben möchte: Wenn du es selbst versucht hast, dann hast du ein viel besseres Verständnis davon a) was die Aufgabe ist und b) wen du dafür mit welcher Qualifikation brauchst. Deshalb: Such erst jemanden, wenn es wirklich „weh tut“ und so nicht mehr weitergeht.

Wer sein eigenes Ding macht, möchte seine Ziele verfolgen. In einem Team hat aber jeder im schlechtesten Fall andere persönliche Ziele. Und das ist der Moment, in dem es schwierig wird. Wenn du dann versuchst Kompromisse zu finden, damit es voran geht, dann bremst du dich selbst, um dem Team gerecht zu werden und diejenigen, auf die du Rücksicht genommen hast, steigen womöglich im entscheidenden Moment aus.

Bilde ein Team also nur dann, wenn Ziele UND Werte stimmen. Erinnere dich an meinen Artikel zum Thema „Mit einer Freundin gründen?“.

Neben der Entscheidungsfreiheit ist die Freiheit unabhängig von Zeit und Ort zu arbeiten ganz wesentlich. Wenn du alleine arbeitest, dann kannst du auch gut von zu Hause arbeiten und zwar wann und wo du willst. Du sparst die Kosten fürs Büro und du kannst deine Business-Idee erst einmal vorsichtig auf Kosten und Gewinn abklopfen.

Auch wenn du denkst, dass du alleine zu langsam bist oder mit einem Team schneller und besser vorankommst: Im Team musst du natürlich Entscheidungen abstimmen, koordinieren und vieles mehr – das kostet auch Zeit.

Was für dich und dein Businss tatsächlich besser passt, musst du selbst entscheiden. Heutzutage kannst du prima mit Freelancern auf Projektbasis zusammen arbeiten – ebenfalls eine gute Möglichkeit „um die Chemie“ für etwas Festes zu testen. Wie und wo du gute Mitstreiter finden kannst und wie du sie identifizierst kannst du auch hier nachlesen.

Und schließlich noch ein letzter wichtiger Punkt „die Sache mit dem Geld“. Für ein Team brauchst du Geld oder du gibst (für den Fall dass du schon eine rechtskräftiges Business hast) Anteile an deinem Business ab. Realistisch gesehen ist es ja so, dass du am Anfang in der Regel noch keine großen Gelder in der Schublade hast. Deshalb ist das eine durchaus kritische Frage, die wiederum von der Frage abhängt, ob deine Idee überhaupt das Potential hat noch weitere Personen zu ernähren?

Am Anfang kannst du das vermutlich nicht sicher beantworten. Deshalb solltest du, um hier mehr Gewissheit zu gewinnen, soweit wie möglich bootstrappen, das heißt versuchen, dich selbst zu finanzieren, indem du das Rad nicht neu erfindest und so weit es geht auf kostenfreie oder kostengünstige Mittel oder Tools setzt. Denn wenn jeder Geld und Zeit einbringt stellt sich hinterher die Frage: Wer hat wie viel umsonst eingebracht und was bekommt er dafür?

Fazit

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Letztlich musst du selbst abwägen was für dich, dein Business und vor allem deine Ziele (besser) passt: „Solo oder im Team?“ Wenn du alleine nicht weiter kommst, dann finde Gleichgesinnte: Nutze unsere MomPreneurs Facebook Gruppe und unsere lokalen Meetups um eine inspirierende Gruppe Gleichgesinnter zu treffen.

Es gibt viele erfolgreiche MomPreneurs – und viele davon sind One Woman Shows. Das ist sicher nicht ohne Grund so und zeigt, dass der Weg zum Erfolg oft dort entlang führt. Lass dich von unseren MomPreneurs Porträts inspirieren. Unter jedem Porträt findest du einen persönlichen Kontakt – vernetze dich und tausche dich aus, ob und wie es gehen kann.

Hab Mut und glaube an dich und deine Fähigkeiten! Du schaffst das!

Teil 1: Top 5 Mompreneur Showstopper

Teil 2: Ich weiß nicht wo und wie ich anfangen soll?

Teil 4: Ich habe nicht das Geld

Teil 5: Ich habe davon keine Ahnung

Titelbild: iStock.com/martinedoucet

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