7 Tipps, wie Du auf LinkedIn als Unternehmerin auffällst

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7 Tipps, wie Du auf LinkedIn als Unternehmerin auffällst

Social Media ist seit Jahren in aller Munde. Die meisten von uns haben bereits ein Facebook-Profil, sammeln neue Kontakte auf XING und die eine oder andere hat sich auch schon auf Twitter oder Instagram ausprobiert.

Was ist mit LinkedIn? Das weltweit größte Business- Netzwerk zählt inzwischen 450 Millionen Mitglieder und in Deutschland rückt es mit 9 Millionen Mitgliedern immer näher an die Nutzerzahlen von XING heran.

Solltest du dich als MomPreneur auch auf LinkedIn engagieren? Wenn du z.B. als Texterin, Dolmetscherin, Coach, Unternehmensberaterin tätig bist und deine Kunden aus dem B2B-Bereich kommen, macht es Sinn, sich LinkedIn genauer anzusehen.

Vielleicht hast du ja auch schon einige Einladungen bekommen, dich auf LinkedIn zu engagieren. Fakt ist, dass Fach- und Führungskräfte aus Unternehmen mit globaler Ausrichtung eher auf LinkedIn anzutreffen sind. Du hast nach deinem Abitur ein Jahr im Ausland studiert, als Au-Pair gearbeitet oder in international tätigen Unternehmen gearbeitet?

Wenn dies auf dich zutrifft, hast du gute Chancen, deine Zielgruppe auf LinkedIn eher zu erreichen als mit einer Facebook-Seite.

Wie kannst Du LinkedIn aktiv nutzen?

Baue dein berufliches Netzwerk aktiv aus

Du solltest dich regelmäßig mit neuen Kontakten vernetzen. Baue dein berufliches Netzwerk aus früheren Schulkameraden, Studienkollegen, ehemaligen Kollegen und Geschäftspartnern auf LinkedIn aus. Sie sind bereits warme Kontakte, welche bereits in Unternehmen arbeiten, die für dein Business relevant sind. Du solltest wissen, dass es genügend Personen der Generation 40+ gibt, welche mit Facebook nicht viel am Hut haben, aber auf LinkedIn ein Profil eingerichtet haben und dort anzutreffen sind.

Investiere jeden Tag 5-10 Minuten in der Timeline

Nimm dir vor, jede Woche 10-15 Kontakte aus dem früheren Leben auf LinkedIn anzuschreiben. Du kannst stattdessen auch deren Fähigkeiten bestätigen und dich damit in Erinnerung bringen.

Nutze jeden Tag 5-10 Minuten um auf LinkedIn in der Timeline mit den aktiven Kontakten zu kommunizieren, deren Beiträge zu liken und zu teilen.

Zusätzlich kannst du deine Kontakte sortieren oder taggen. Kontaktiere einige Gruppierungen zu bestimmten Themen. So kannst du z.B., wenn Du nächste Woche auf einer Messe in München bist, alle Kontakte aus München anschreiben und dich zum Essen verabreden. Oder Du teilst einen Blogartikel mit allen Kontakten, die als Coach arbeiten oder wie du auch Unternehmerinnen sind.

Nutze die Funktion: „Wer hat sich Ihr Profil angesehen“ 

Nimm Kontakt mit Mitgliedern auf, welche dein Profil besucht haben. Meist gibt es ja einen Grund, warum ein Mitglied dein Profil besucht. Verwende eine vorformulierte Nachricht, starte diese mit ein paar persönlichen Worten. Was könnt ihr gemeinsam haben? Gleiche Gruppe, gleiche Branche? Oder vielleicht eine spannende Kooperationsmöglichkeit? Bestimmt findest du einen Anknüpfungspunkt mit welchem du deine kurze Nachricht beginnen kannst.

Beteilige Dich in Gruppen

Je nach Zielgruppe lohnt es sich, die Gruppen auf LinkedIn anzuschauen. Hier empfehle ich das Recherchieren mit der erweiterten Suche. Du kannst auch nach Beiträgen in Gruppen recherchieren, wo über Themen gesprochen wird, welche dich interessieren bzw. wo Fragen deiner potentiellen Kunden diskutiert werden. Hier empfehle ich dir, dich ein bis zweimal pro Woche mit Beiträgen und Antworten einzubringen.

Arbeite mit der erweiterten Suche

Diese eignet sich um nach Kontakten Ausschau zu halten, gezielt Geschäftspartner zu finden oder um nach Beiträgen in Gruppen zu suchen. Die Funktion „Beiträge zu bestimmten Themen suchen“ ist eine meiner Lieblingsfunktionen und sehr interessant, um bestimmte Themen und Diskussionspunkte weiter zu erfassen.

Zusätzliche Suchkriterien können im Rahmen der kostenpflichtigen Premium-Mitgliedschaft genutzt werden. Diese ermöglicht dir z.B. die Suche in bestimmten Gruppen, nach der Unternehmensgröße, Karrierestufen und wofür sich andere Mitglieder interessieren.

Zeige Expertise mit eigenen Beiträgen auf LinkedIn

Meiner Erfahrung nach und die Statistiken bestätigen es, findest du auf LinkedIn viele wertvolle Fachartikel und es ist gerade als Content-Lieferant im B2B-Marketing auf dem Vormarsch. Mit eigenen Beiträgen kannst du dich hervorragend als Expertin in deinem Bereich darstellen. Wie auch du dich mit eigenen Beiträgen einbringen kannst, kannst du hier nachlesen.

Ich selbst verbringe seit ca. 5 Jahren täglich die erwähnten 5-10 Minuten auf LinkedIn um mich dort einzubringen und um mich bei meinen Kontakten in Erinnerung zu bringen. Zusätzlich sind es mindestens 1-4 Stunden um die oben erwähnten Punkte wie das Bestätigen von Fähigkeiten, eigene Beiträge (Longform-Artikel), arbeiten mit der erweiterten Suche zu nutzen. Alle von mir erwähnten Funktionen sind mit einem kostenfreien LinkedIn-Basis-Account nutzbar. Wenn du allerdings häufiger Kontakte 3. Grades anschreiben möchtest, macht es Sinn, einen kostenpflichtigen Premium-Account zu buchen.

Die Basis für alle Aktivitäten ist immer ein professionelles Profil. Du kannst dich an den folgenden sieben Punkten orientieren, um selbst ein professionelles Profil einzurichten.

Dein professionelles LinkedIn Profil

1. Foto

Jedes professionelle LinkedIn-Profil sollte mit einem Business-Foto ausgestattet sein. Es sollte nicht älter als 3-4 Jahre alt sein und dich so zeigen, wie du auch zum Kunden oder einem Netzwerktreffen gehen würdest. Profile mit Profil-Foto erhalten 11 x mehr Besuche auf ihr Profil und es gibt eine Vielzahl an Nutzern, welche Kontaktanfragen ohne Foto gar nicht erst bestätigen.

2. Überschrift

Neben dem professionellen Foto ist es das Erste, was man von dir auf LinkedIn wahrnimmt. Die kurze Beschreibung deiner Tätigkeit und den Nutzen, den du lieferst, soll dich von anderen abheben lassen. Beschreibe daher genau, was du anbietest, wer du bist und verwende Suchbegriffe, welche andere in die Online-Suche eintippen würden.

3. Zusammenfassung

Hier handelt es sich um einen Text, welcher bis zu 2000 Zeichen lang sein darf. Du kannst genauer beschreiben, welchen Nutzen du deinen Kunden lieferst, wer deine Zielgruppe ist und wie du Kunden helfen kannst, seine Probleme zu lösen. Arbeite ruhig wieder mit Keywörtern, welche andere in die Suchmaschine eingeben würden. Google mag LinkedIn und es hilft dir, mit Hilfe dieser Stichwörter gefunden zu werden. Ich empfehle auch einen Call-to-Action einzubauen. Das kann eine Beschreibung und Link zu einem aktuellen Angebot sein oder eine Veranstaltung, welche demnächst mit dir stattfinden wird. Zeige, was du kannst, wie erfolgreich du bereits bist. Am Ende des Textes bietet es sich an, eine E-Mail-Adresse oder wenn man mag auch die Telefonnummer unter welcher man dich erreichen kann, anzugeben.

4. Medien im LinkedIn-Profil

In den Bereichen Zusammenfassung und Berufserfahrung im LinkedIn-Profil kannst du zusätzliche Dokumente und Verlinkungen hinzufügen. Besonders gut eignen sich hier Bildmaterial, Videos, PDFs und Links, die zeigen, in welchem Bereich du die Expertin bist. Nutze diese Chance, es macht das Profil auch lebendiger und aussagekräftiger.

5. Publikation von eigenen Blogartikeln auf LinkedIn

Gib wertvolle Tipps an dein Netzwerk weiter, indem du sie in Blogartikeln (LinkedIn Long-Form-Artikeln) publizierst. Diese werden direkt im Profil angezeigt, sind kostenfrei und helfen dir, dich und dein Business auf LinkedIn sichtbar zu machen. Auf diese Weise können nicht nur LinkedIn-Mitglieder, sondern auch potentielle Kunden und Kooperationspartner, welche noch nicht mit dir vernetzt sind, können über die Artikel auf dich aufmerksam werden und dir folgen.

6. Kenntnisse bestätigen lassen

Mit den Bestätigungen, die du zu deinen Kenntnissen bekommst, sieht dein Netzwerk, wie viele LinkedIn-Mitglieder bereits von deiner Expertise in deinem Bereich überzeugt worden sind. Je mehr Bestätigungen du gesammelt hast, desto wahrscheinlicher ist es, dass du auch bei den Suchergebnissen besser gerankt wirst.

7. Empfehlungen

Diese sind noch aussagekräftiger als die Bestätigungen der Kenntnisse. Idealerweise kannst du zur aktuellen Tätigkeit und früheren Jobs 2-3 Empfehlungen vorweisen. Bitte dein Netzwerk, deine Geschäftspartner, ehemalige Chefs, eine Empfehlung für dich auf LinkedIn zu schreiben. Hier erkläre ich, wie Du vorgehen könntest.

 

Zur Autorin 

„Friederike_Gonzalez-Schmitz_LinkedInFriederike Gonzalez Schmitz ist Mutter von zwei Kindern im Alter von 6 und 10 Jahren. Sie lebt mit ihrer Familie in München und arbeitet als Social-Media-Beraterin. Ihre Themen sind der internationale Einsatz von Social Media und LinkedIn Marketing. Sie unterstützt Selbständige, Führungskräfte und Unternehmen durch aussagekräftige LinkedIn-Profile und zeigt, wie sie das Netzwerk für ihr Personal Branding einsetzen können. Mehr über ihre Tätigkeit findest Du hier auf ihrer Webseite: www.socialmediainternational.de.

Titelbild: mrmohock/shutterstock.com

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