Die Gewohnheit, die dein Leben verändert

Die Gewohnheit, die dein Leben verändert

Kannst du dich noch daran erinnern, wann du dir das letzte Mal vorgenommen hast, endlich was für dich zu machen? Nur für dich? Und für den Fall, dass du es noch nicht verdrängt hast: Warum es wieder mal nicht geklappt hat?

Gerade neulich habe ich wieder mit einer Freundin darüber gesprochen. Über das „irgendwas ist ja immer“. Und genau deshalb hat sie es aufgegeben. „Sport war früher“, sagte sie, „den Stress tue ich mir einfach nicht mehr an. Wenn ich von 10 Trainingsstunden sowieso nie mehr als 5 schaffe und trotzdem alle bezahle, dann kann ich es auch gleich lassen“. Irgendwie kann ich sie auch verstehen. Gerade deshalb habe ich vor 2 Monaten meinen Cantienica Kurs endgültig gekündigt.

Aber damit war das Thema nicht vom Tisch. Jedenfalls nicht für mich. Eine neue, andere Lösung musste her. Weil „ganz lassen“ wollte ich es auf keinen Fall. Denn das hieße auch verzichten auf das gute Gefühl, dass ich es endlich mal wieder geschafft hatte und auf die bessere Form – und zwar körperlich und geistig. Inzwischen habe ich eine neue Lösung gefunden, die ich seit 2 Monaten teste und ich muss ehrlich sagen: Sie hat mein Leben verändert.

Was ist passiert?

Vor knapp drei Monaten stolperte ich über einen Artikel, in dem es um die Gewohnheiten von erfolgreichen Menschen ging. Eine dieser Gewohnheiten war der Miracle Morning von Hal Elrod.

Hierbei geht es darum, morgens 30-60 Minuten früher aufzustehen, um Zeit in sich selbst zu investieren und dadurch in Ruhe in den Tag zu starten. In Ruhe in den Tag starten? Mein Morgen war bisher (ehrlich gesagt) alles andere als ruhig. Zumal mein Mann unter der Woche nicht da ist und ich alleine dafür zuständig bin, dass die Kinder pünktlich um 7:45 Uhr in der Schule sind.

Zugegebenermaßen war es manchmal so stressig, dass ich dachte: „Wenn ich irgendwann mal einen Herzinfarkt bekomme, dann morgens um 7:30 Uhr.“ Und wie bei solch einem Start die Chancen für einen erfolgreichen Tag stehen, kannst du dir ja denken.

[Tweet „Das Ändern der äußeren Welt dauert lange, die innere Welt können wir in 1 Minute ändern!“]

Aber bevor ich dir von meinem ganz persönlichen Miracle Morning berichte und wie dieser für mich (nach 2 Monaten) funktioniert, möchte ich dir noch ganz kurz das Konzept beschreiben:

Beim Miracle Morning geht es darum, dass du dein Leben planst und lebst (Ziele, Sport, geistiges und mentales Wohlbefinden) BEVOR alle anderen Verpflichtungen kommen, die du als Mutter ja eh schon zur Genüge hast. Dafür verbringst du jeden Morgen 30-60 Minuten mit Aktivitäten, die dir Frieden, Klarheit und Zufriedenheit bringen. Zum Beispiel mit Meditation, Selbst-Bejahung, Visualisierungen, Sport/Yoga, Lesen oder Führen eines Erfolgs-Tagebuchs.

Meditation

Die Gedanken einfach mal loszulassen und zur Ruhe zu kommen. Heute ist das lange nichts mehr, was nur abgedrehte Yogis machen, sondern eine einfache Form um mal durchzuatmen und dadurch geistige und körperliche Kraft zu schöpfen.

Selbst-Bejahung

Um erfolgreich zu sein, musst du an dich selbst glauben und diesen Glauben ausstrahlen. Wenn du dir immer wieder sagst „Ich schaffe das!“ und „Ich glaube an meinen Erfolg“, dann wird sich früher oder später der Erfolg einspielen. Unbewusst sagst du das doch auch zu deinem Kind, wenn es eine erste Prüfung hat: Du schaffst das! Ganz bestimmt! Warum machst du es nicht oder so selten bei dir selbst?

Visualisierung

Ein Bild vor Augen zu haben ist in der Regel viel greifbarer. Es ist wie ein kleiner Traum, den du „vor Augen hast“. Deshalb: Mal dir dein Ziel aus: Wie sieht Erfolg für dich aus? Trau dich und mal es auf. Es muss kein Kunstwerk sein – Hauptsache du hast damit immer vor Augen, auf was du hinarbeitest und erreichen willst. Du kannst dir auch eine Kollage aus Zeitschriftenausschnitten basteln.

Sport

Egal ob Yoga, Joggen, Gymnastik – tue etwas, was deinen Körper morgens in Schwung bringt.

Lesen

Egal ob du ein gutes Buch liest oder hörst: Es geht darum, dass du regelmäßig deinen Horizont erweiterst und dadurch deine Kreativität und geistige Fitness trainierst. Als MomPreneur essentiell!

Erfolgs-Tagebuch

Hierbei geht es darum wichtige Dinge aufzuschreiben, damit sie nicht im Kopf verloren gehen. Das können bspw. Ideen, Potentiale, Erfolge, wichtige Learnings oder Erkenntnisse sein. Ein weiterer Punkt ist aufzuschreiben und sich damit zu vergegenwärtigen wofür du (heute) dankbar bist.

Du kannst die einzelnen Aktivitäten variieren und jeweils entscheiden ob und wenn ja wie viel Zeit du dir dafür nimmst. Falls es morgens mal ganz eng wird, dann funktioniert zur Not auch eine 6 Minuten Variante (1 Minute für jede Aktivität). Wichtig ist lediglich, als allererstes einen positiven Fokus auf das zu setzen was du werden, sein, lernen und erreichen willst und erst gar nicht „hinter die Welle“ zu gelangen.

Ich habe vor zwei Monaten einfach angefangen. Ohne dass ich das Buch gelesen hatte. Zunächst bin ich eine halbe Stunde früher aufgestanden und inzwischen stehe ich 45-60 Minuten früher auf, das heißt in der Regel zwischen 5:00 Uhr und 5:30 Uhr.

Ich wache übrigens von alleine auf und brauche keinen Wecker, weil das gut zu meinem „neuen“ Schlafrhythmus passt, den ich vor einigen Monaten umgestellt habe. Dafür gehe ich auch rechtzeitig ins Bett und arbeite eben nicht mehr (wie früher) bis in die Puppen.

[Tweet „Wenn wir den Tag positiv und energetisch beginnen, senden wir damit eine Nachricht!“]

Und auch wenn du es nicht glaubst, ich bin in der Früh voll da. Ich glaube, es ist auch die Freude auf „meinen Morgen“. Ein wenig so wie früher, ohne Kinder 😉 Nach dem Aufstehen springe ich in meine Sportsachen, trinke ein Glas Wasser und laufe dann direkt los.

Es ist einfach herrlich: die frische Luft, der Sonnenaufgang, die Bewegung. Ich fühle mich voller Energie. Und während ich laufe, beginne ich meine Gedanken zu ordnen oder einfach mal loszulassen und zu genießen.

Diese neue Gewohnheit hat für mich tatsächlich einen Unterschied gemacht. Seitdem ich mir morgens Zeit für mich nehme, starte ich deutlich entspannter, wacher und zufriedener in den Tag. Und das kommt natürlich auch meinen Kindern zugute.

Manchmal klappt es richtig gut und sie stellen sich einen Wecker, ziehen sich an, damit Mama ihren Miracle Morning machen kann. Und auch bei der Arbeit bin ich klarer, fokussierter und produktiver.

Probiere es doch einfach mal aus. Die ersten 30 Tage sind schwer, aber wenn du es bis dahin und darüber hinaus geschafft hast, dann kannst du wirklich stolz auf dich sein. Ich bin gespannt auf deine Erfahrungen!

Bei den Links in diesem Artikel handelt es sich um Affiliate-Links. MomPreneurs erhält eine Provision, wenn du Miracle Morning über einen dieser Links kaufst. Aber natürlich habe ich diesen Artikel aus eigener Überzeugung geschrieben und ich wurde nicht dafür bezahlt!

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Titelbild: lzf/Shutterstock.com

5 Comments
  • Michele Decho
    Posted at 10:55h, 11 Juni Antworten

    Liebe Esther, machst du alle Punkte jeden Morgen oder wechselst du z. B. Meditation und Laufen ab? Falls du alle Aktivitäten machst, nutzt du einen Timer?

    • Admin Mompreneurs
      Posted at 06:47h, 18 Juni Antworten

      Liebe Michele, in der Regel beginne ich mit dem Laufen (feste Runde, die immer ungefähr gleich dauert). und mache dann draußen anschließend noch eine kurze Meditation. Ich habe es aber auch schon umgestellt, d.h. habe mit der Meditation angefangen und bin anschließend laufen gegangen. Das Laufen ist für mich am wichtigsten, d.h. wenn ich wenig Zeit habe, dann lasse ich die Meditation früh weg und nehme mir dafür Zeit, wenn die Kinder in der Schule sind.

  • Friederike Löwe
    Posted at 15:58h, 21 Juli Antworten

    Liebe Esther,
    ich mache den Miracle Morning schon seit einer ganzen Weile und kann deine Erfahrungen gut nachvollzielen. Vor allem das „Ein wenig so wie früher ohne Kinder.“ – Das ist wirklich eine gute Beschreibung der inneren Freiheit, die ich dabei oft empfinde.
    Für mich ist das wichtigste Element die Stille. Ich habe sogar auch mal einen Artikel darüber geschrieben, weil das für mich auch so ein lebensverändernder Effekt war: Den Tag einfach mal in aller Ruhe anzufangen und nicht so „reinzustolpern“. Mitlerweile stehe ich auch gegen fünf auf und kann dann oft sogar noch zwei Stunden arbeiten, bevor mein Sohn aufsteht.

    (Wer sich für den Artikel interessiert findet den unter http://happyhacker.de/2015/06/warum-du-deinen-tag-mit-stille-beginnen-solltest/)

  • Alex
    Posted at 16:40h, 30 Juli Antworten

    Sehr interessanter Artikel! Ich bin noch eine relativ frischgebackene Mutter und fange gerade an zu gucken, wo ich auch in Zukunft meine „Zeit für mich“ in den Alltag integrieren kann. Ein Versuch ist der „mircale morning“ allemal wert!

  • Sabine
    Posted at 13:00h, 20 September Antworten

    Hallo Ihr Lieben,

    ja dieser Miracle Morning ist schon seit vielen Jahren meine Strategie. Und weil ich das so gut kann, nutzen das nat. mein Mann und mein Sohn um sich geschniegelt und mit leckerem Frühstück in den Tag schicken zu lassen. Nun kommt bald unser zweites Kind und ich wünsche mir soooo sehr einfach mal nicht an diesen perfekten Morgen zu denken, sondern einfach liegen zu bleiben so lang ich will.

    Liebe Grüße aus Leipzig.

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