Du brauchst eine gute Idee?

Du brauchst eine gute Idee?

Ich treffe immer wieder Mütter in der Community, die so gerne etwas Eigenes machen möchten, aber keine Idee oder Vorstellung haben, womit sie sich eigentlich selbständig machen möchten? Wieder andere haben schon eine (vage) Idee und zögern, weil sie nicht wissen ob ihre Idee sich lohnt gut ist und manche wollen mit ihrer Idee nicht rausrücken, weil sie Angst haben, dass ihre Idee geklaut wird. Unsicherheit bringt dich nicht voran und deshalb möchte ich heute einige wichtige Gedanken hierzu mit dir teilen.

Heute ist es leichter denn je eine Idee publik zu machen: So gut wie jeder kann relativ einfach und schnell eine Facebook Seite einrichten, einen Blog oder eine Webseite starten oder seine Idee direkt live im Internet via Periscope senden. Einerseits ist das ja eine gute Sache, aber gleichzeitig ist es dadurch für jeden Einzelnen viel schwieriger geworden sich im Kampf um Aufmerksamkeit, Kunden und Follower zu behaupten. Und so frage ich mich immer mal wieder – auch in der MomPreneurs Community – „Warum kennt keiner diese tolle Idee?“ „Warum kommen einige mit ihren Ideen groß raus während andere (tolle) Ideen im Sand verlaufen oder schlimmer noch: aufgegeben werden, bevor sie eigentlich das Licht der Welt erblickt haben?“

Antworten auf diese spannenden Fragen gibt u.a. ein Buch, über das ich vor einiger Zeit gestolpert bin: „Stand out“ von Dorie Clark. Und weil ich denke, dass es doch einige von euch hier beschäftigt, teile ich hierzu meine eigenen Erfahrungen sowie einige relevante Konzepte von Dorie Clark.

Eine aus meiner Sicht wesentliche Voraussetzung, um andere Menschen (von deiner Idee) zu begeistern besteht darin, erst mal überhaupt eine Idee zu haben, die andere wertvoll finden: Eine Idee, die sie gerne teilen oder von der sie sogar Teil werden wollen. Es reicht heutzutage nicht (mehr) die eigene Idee einfach nur zu präsentieren. Es geht vielmehr darum einen Mehrwert für möglichst viele Menschen zu schaffen. Umso größer der Mehrwert für andere, umso wahrscheinlicher, dass die Idee erfolgreich wird.

Wie finde ich eine gute Idee mit Mehrwert?

Vorab: Die meisten Ideen sind nicht neu! Oft kann es schon reichen, etwas besser oder anders als andere zu machen. Vielleicht weißt du schon in welchem Bereich du starten möchtest, aber das ist einfach noch viel zu allgemein, um den ersten Schritt zu gehen oder zu wissen wo es lang gehen soll? Aber umso mehr du überlegst und umso mehr du grübelst, umso weniger fällt dir ein. Ideen lassen sich eben nicht erzwingen. Sie kommen vielmehr von ganz alleine, wenn dein Kopf und Geist frei ist, um Neues zu erschaffen.

In ihrem Buch Stand Out beschreibt Dorie Clark 5 Konzepte, die du nutzen kannst, um eine gute Idee zu finden:

  1. Nische: Fang in einer (kleinen) Nische an und erweitere diese schrittweise um relevante Angebote. So machen es bspw. viele, die zunächst ihr eigenes Problem lösen, weil sie bisher im Markt keine oder zumindest keine zufriedenstellende Lösung gefunden haben. Und natürlich ist es ein Vorteil, wenn du selbst Interesse und Leidenschaft hast bessere Lösungen nicht nur für dich, sondern auch für andere Menschen zu finden. So habe ich übrigens auch angefangen.
  2. Neu kombinieren: Wenn du in einem ganz bestimmten Bereich Expertin bist, dann ist es manchmal schwierig Dinge „von außen“ oder „aus einem anderen Blickwinkel“ zu betrachten. Aber darin liegt gerade das Potential, d.h. über den Tellerrand zu schauen und zu fragen: Wenn das in Bereich X funktioniert, dann kann es doch auch im Bereich Y funktionieren. Eine der ersten Abo-Boxen war bspw. Glossybox (Beautybox für Frauen), danach entstanden viele andere Boxen wie bspw. die Wummelkiste (Bastelbox für Kinder), Bitebox (Box für gesunde Snacks).
  3. Informations-Recherche: Die Welt verändert sich immer schneller. So gut wie jeder kann heute mit einem Klick seine Meinung kundtun. Wir haben zu viele Informationen und wissen dennoch (oft) nicht was wir tun sollen oder wie wir „richtig“ entscheiden sollen. Und genau hier ruht ein Potential für dich: Du kannst bspw. Recherchen, Umfragen, Experten-Interviews machen, wo du einen Mehrwert leistest, indem du sprichwörtlich „Licht ins Dunkel“ bringst und anderen Menschen, Zeit für eine aufwendige Recherche ersparst. Auf diese Weise kannst du Geld verdienen, indem du dein Experten-Wissen zur Verfügung stellst.
  4. Ein großes Problem angehen. Hier geht es darum ein großes Problem zu finden, was die Menschen nicht nur interessiert, sondern wirklich bewegt. Aber gleichzeitig bedeuten große Probleme auch große Herausforderungen, wo viele sich nicht rantrauen, weil sie der Meinung sind, dass sie alleine nichts bewirken können. Aber genau hier anzusetzen und zu zeigen, was jeder tun kann (bspw. Energiesparlampen verwenden, Wasser beim Zähneputzen nicht laufen lassen, konsequent recyclen etc.), um eine Klima-Katastrophe etc. zu vermeiden birgt ein großes Potential: Ein Sprichwort besagt: Der schnellste Weg um 1 Million zu verdienen ist es, 1 Million Menschen zu helfen!
  5. Vereinfachen und Strukturieren. Viele grundlegenden Probleme wurden in der Geschichte der Menschheit schon gelöst. Aber oft kennen viele Menschen die Lösung entweder nicht oder sie haben sie nicht wirklich verstanden. Das Potential (für dich) besteht also darin Lösungen oder Konzepte so runterzubrechen, dass andere sie verstehen und anwenden können. Ein bekanntes Beispiel ist die Bedürfnispyramide von Abraham Maslow, der mithilfe dieser auf einfache Art und Weise menschliche Bedürfnisse und Motivationen erklärt hat. Du musst nicht gleich zum weiblichen Pendant von Abraham Maslow werden, aber vielleicht kannst du für andere Menschen einen Mehrwert leisten, indem du in deinem Bereich komplexe Konzepte anderen Menschen zugänglich machst.

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Wie schaffe ich es meine Idee bekannt und erfolgreich zu machen?

Oft ist es so, dass Menschen, die (endlich) eine Idee gefunden haben, sofort beginnen diese via Social Media zu teilen oder darüber bloggen. Doch dann kommt einfach nichts zurück. Enttäuscht geben viele auf und denken „Das war eben doch keine gute Idee“.

Das ist sehr schade. Denn auf diese Art und Weise sterben viele Ideen viel zu früh. Das heißt aber noch lange nicht, dass die Idee einfach nicht gut ist oder war. Manchmal ist es einfach nur erforderlich die Idee ein klein wenig zu ändern, damit sie tatsächlich funktioniert oder einen echten Mehrwert bietet.

Damit eine Idee erfolgreich entwickelt werden kann, ist es vielmehr entscheidend strategisch vorzugehen. Das bedeutet Schritt für Schritt zu entscheiden mit wem und wann du diese teilst. Dorie Clark empfiehlt hierfür in drei Schritten vorzugehen:

  1. Pre-Check durch dein Erfolg-Netzwerk (1:1) Hier geht es darum ein erstes Feedback von Menschen zu bekommen, denen du vertraust und die dich unterstützen. Eines der besten Tools hierfür sind Masterminds.
  2. Nutzer-Check (1:n) Sobald du deine Idee im Vorfeld „getestet“ und vielleicht auch ein wenig optimiert hast, fängst du an diese mit deiner Zielgruppe zu teilen. Hierfür musst du nicht nur Klarheit über deine Zielgruppe haben, sondern auch wissen, wo und wann du diese findest und umgekehrt wie diese dich findet (Google Suche, Social Media, Blog etc.)
  3. Fan-Community (n:n) Wenn mehr und mehr Menschen von deiner Idee begeistert sind und in deiner Idee einen Mehrwert nicht nur für sich, sondern auch für mehr Menschen sehen, dann fangen sie an anderen von deiner Idee zu erzählen.

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Fazit

Ideen entwickeln sich. Entscheidend ist, dass du anfängst und herausfindest, wo du für andere Menschen ein wirklichen Mehrwert leisten kannst. Wo stehst du gerade mit deiner Idee? Vielleicht hast du sogar mehrere (gute) Ideen, die du selbst gar nicht umsetzen kannst? Ich bin gespannt auf deine Idee(n) entweder hier als Kommentar oder im MomPreneurs Netzwerk oder der MomPreneurs Facebook Gruppe.

 

Titelbild: FabrikaSimf/Shutterstock.com, Video: to-fu.tv

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