Endlich frei?!

Endlich frei?!

Als MomPreneur fühle ich mich manchmal (eigentlich immer) als ob ich in einem Achterbahn-Waggon fahre. Letze Woche ging es steil nach unten und ich hatte Tränen in den Augen. Aber diese Woche habe ich „die Kurve gekriegt“. Und das habe ich auch dir zu verdanken. Denn in diesem Moment ist mir (wieder mal) bewusst geworden, was für tolle Frauen in der Community sind und dass ich mich nicht für dieses Tief schämen muss. Im Gegenteil. Es hat mich stärker gemacht. Zu wissen, dass es (da draußen) ganz viele Frauen gibt, denen es genauso geht und denen ich in diesem Moment Mut machen konnte und die mir umgekehrt Mut gemacht haben. Dafür möchte ich dir von Herzen danken!

Als MomPreneur hast du ja eh schon (zu) viele Hüte auf: Mutter, Unternehmerin, Partnerin, Hausfrau, Freundin, Taxifahrerin, Gärtnerin, Krankenschwester, Freizeit-Animateurin und und und. Dazu kommt, dass du (gerade am Anfang) oft alle Hüte in deinem Business aufhast: Strategie, Marketing, Sales, Social Media, Technik, Design, Business Development, Kooperationen, Buchhaltung, HR, Analytics und und und. Ganz schön viel, wenn man das mal aufschreibt, oder?

Und vermutlich bist du, wie viele von uns, alleine damit, d.h. du machst alles alleine und versuchst (oft verzweifelt) allen und allem gerecht zu werden. Damit besteht nicht nur die Gefahr, dass du ganz schnell den Spaß an deinem Business verlierst, sondern auch dass es dich tatsächlich aus der Bahn wirft. Und das wollen weder du noch ich.

Deshalb lass uns mal schauen, wie wir hier ein wenig Ordnung ins Chaos bringen können. Hast du dir Gedanken gemacht?

Dinge, die ich nicht gerne mache

Das sind Dinge, die du nicht gerne machst und die du gerne aufschiebst. Dinge, die dich manchmal verrückt machen. Bei mir sind das bspw. E-Mails. Natürlich beantworte ich gerne persönliche E-Mails, aber wenn dein Business wächst, dann kommen da auch bspw. SPAM Mails und „immer wiederkehrende Anfragen“ wie bspw. „Wie kann ich porträtiert werden?“ und ganz schnell ist dein Postfach ziemlich voll. Was ist es bei dir? Du kannst hier alles aufschreiben außer Sales. Darum musst du dich selbst kümmern. Denn du kennst dein Angebot und weißt wofür du stehst und warum das besonders ist!

Dinge, die ich einfach nicht kann

Du kannst und musst nicht alles können. Das kann keiner. Aber gerade am Anfang hast du kaum die Wahl, d.h. verbringst Stunden auf Youtube oder Google, um herauszufinden wie (entschuldige bitte) „der Scheiß funktioniert“. Ich habe mir letztes Jahr GIMP beigebracht, damit ich die Porträts schneiden und bearbeiten kann. Du willst nicht wissen wie viele Stunden ich am Anfang damit verbracht habe. Und ich erinnere mich nur zu gut an die Nächte, wo ich die MomPreneurs Seite gebaut habe und irgendetwas immer nicht funktioniert hat.

Dinge, die ich nicht machen sollte

Das ist die Liste, worüber du dir bestimmt die meisten Gedanken machst und das ist genau richtig. Hier geht es darum zu überlegen, wo du dich perspektivisch in deinem Business siehst. Ich gehe davon aus, dass du mit deinem Business Geld verdienen möchtest. Frag dich also: Welche Aufgaben kann genauso gut jemand anders machen? Das sind vor allem (einfache) Routine-Aufgaben wie bspw. das Einstellen von Blogposts oder Porträts oder das Schreiben von Rechnungen.

[Tweet „Es ist nicht zu wenig Zeit, die wir haben, sondern es ist zu viel Zeit, die wir nicht nutzen.“]

Deine Zeit ist kostbar. Wenn du dein Business voranbringen möchtest (und davon gehe ich aus) musst du deine knappe Zeit in Dinge investieren, die strategisch wichtig sind wie bspw. Content, Sale, Kooperationen. Das ist ein ganz wichtiger Schritt, den ich selbst erst lernen musste.

Hast du deine Liste? Wenn nicht, dann nimm dir bitte hierfür die Zeit. Das ist wichtig! Denn deine Listen sind nicht nur die Voraussetzung dafür, dass du Aufgaben auslagern kannst, sondern darüber hinaus dafür, dass du mehr Zeit hast für das, was wirklich wichtig ist – für dein Business, deine Familie und natürlich auch für dich!

Noch mal loslassen

Aufgaben auszulagern bedeutet, dass du loslassen musst. Loslassen von dem Wahn deiner Denke, alles alleine machen zu müssen. Egal, ob du lokal mit Menschen arbeitest oder virtuell. Dies gilt insbesondere für deine 3. Liste: „Dinge, die du nicht machen solltest“. Für solche Aufgaben macht es, aus meiner Sicht, am meisten Sinn, wenn du eine virtuelle Assistentin an Bord holst, die stundenweise nicht nur eine konkrete Aufgabe übernehmen kann, sondern gleich mehrere Admin-Aufgaben, die immer wieder auf deinem Tisch landen (und die dich langsam nerven) und die dir die Zeit für wichtigere Dinge rauben.

[Tweet „Jedes JA zu unwichtigen Dingen ist gleichzeitig ein NEIN zu wichtigen Dingen“]

Investiere!

Eine virtuelle Assistentin soll dir Zeit schenken. Das funktioniert allerdings nur, wenn du zunächst Zeit investierst und zwar bevor du zu irgendwelchen Job- oder Freelancer Seiten eilst. Warte! Und zwar so lange, bist du deine Listen wirklich fertig hast. Überlege dir ganz genau, was deine Anforderungen und Erwartungen sind, d.h. was deine virtuelle Assistentin konkret machen soll.

Bleiben wir mal bei wiederkehrenden Aufgaben wie bspw. 1x pro Woche einen Blogpost in WordPress einstellen, jede Woche eine Rechnung verschicken bzw. prüfen welche Rechnungen bezahlt sind, jede Woche die Termine auf der Webseite updaten etc. Schreibe hierfür eine Schritt-für-Schritt Anleitung – auch, wenn es noch so doof klingt. Ich persönlich finde es eine Erleichterung bspw. meinen Bildschirm abzufilmen und dabei zu erklären, was ich genau wann wo und wie mache (bspw. im WordPress Backend). Der große Vorteil liegt darin, dass du es nur 1x machen musst. Es ist gar nicht so unwahrscheinlich, dass du eben nicht auf Anhieb eine virtuelle Assistentin findest. Und was man hat, das hat man 😉 Hierfür gibt es bestimmte Tools, die sich bspw. auch gut eignen, wenn du vor hast, digitale Produkte zu erstellen. Ich denke Camtasia ist für PC eine gute Lösung und Screenflow für Mac. Ob sich das für dich lohnt oder nicht, musst du selbst entscheiden. Eine einfache Liste in Word tut es am Anfang genauso.

Vielleicht habe ich hier doch ein wenig mehr ausgeholt. Dennoch bin ich fest der Meinung, dass es sich lohnt, wenn du vorab die Zeit investierst und Klarheit gewinnst. Diese Zeit wird sich am Ende für dich auszahlen, glaube mir! Für diese Woche hast du erst mal genug zu tun. Nächste Woche erzähle ich dir wo und wie du eine virtuelle Assistentin findest und welche persönlichen Erfahrungen ich gemacht habe.

Was steht auf deinen Listen? Wenn du dich hierzu mit anderen MomPreneurs austauschen möchtest, dann komm in unsere MomPreneurs Facebook Gruppe oder triff Gleichgesinnte auf unseren MomPreneurs Meetups.

Titelbild: Esther Eisenhardt

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