Friederike | Textilmanufaktur | 2 Kinder

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“Hör niemals auf zu träumen – unmöglich gibt es nicht.”

 

 

Wer bist du, was machst du und warum?

Mein Name ist Friederike. Ich bin 36 Jahre alt, habe zwei kleine Kinder und lebe mit meiner Familie in Südhessen. Neben meinen Mama-Dasein bin ich seit Mitte 2020 auch Gründerin des ökosozialen Teilzeit-StartUps “Herz im Glück”. 

Mein Ziel ist es Eltern Wertschätzung zu vermitteln und ein maximal familienfreundliches Arbeitsumfeld zu schaffen. In unserer Textilmanufaktur entwickeln und nähen wir, ein Team aus lauter Müttern und Vätern, in Teilzeit nachhaltige Baby-, Kinder-&Elternartikel hergestellt aus innovativen, regionalen Rohstoffen.

 

 

 

In einem Satz: Was ist deine Mission, das Wichtigste, was du für dich & andere bewirken möchtest?

Mit Herz im Glück möchte ich beweisen, dass ein Unternehmen sowohl wirtschaftlich als auch sozial ausgerichtet sein kann und das Arbeiten in Teilzeit völlig unterschätzt wird.

 

 

 

Was läuft bei dir als Mutter und Unternehmerin anders?

Jeder Tag muss absolut perfekt organisiert sein, um alles unter einen Hut zu bringen. Allerdings würde das alleine nicht reichen. Ohne meinen Mann, der mein Vorhaben tagtäglich begleitet und unterstützt, wäre der Weg nicht möglich gewesen. Und nicht zu vergessen unsere Omas und Opas, die immer da sind, wenn man sie braucht.

 

 

 

Wie sieht Erfolg für dich persönlich aus und was ist dein Weg dorthin?

Ich bewerte Erfolg nicht rein monetär. Natürlich muss das Unternehmen letztlich rentabel wirtschaften, dennoch sind für mich viele andere, weiche Faktoren der eigentliche Erfolg: Menschen, die jeden Tag gerne zur Arbeit gehen mit Freude an dem haben was sie tun; ein tolles Team, das zusammen hält und stetig wächst; das Schaffen neuer Arbeitsplätze für Menschen, die es sonst nicht so leicht haben, und das in einer Branche, die in Deutschland eigentlich gar nicht mehr existiert; eine vielschichtige Etablierung im Markt kombiniert mit dem Aufbau einer nachhaltigen Marke mit sozialen und umweltfreundlichen Wurzeln…und nicht zu vergessen die Möglichkeit eine gesunde Balance zwischen Arbeit und Familie für mich und andere herstellen zu können.

 

 

 

Wie ist dein Setup und wie schaffst du es, den alltäglichen MomPreneurs-Wahnsinn irgendwie zu meistern?

Für mich ist das Konzept Vormittags arbeiten, nachmittags Zeit für die Kinder zu haben einfach die perfekte Formel. In der kurzen Zeit am Vormittag arbeite ich maximal effizient und genieße dann, wenn ich zuhause bin, die Zeit mit meinen Kindern und die völlig anderen Themen. Auch habe ich ein wirklich tolles Team, das sich voll für die Idee einsetzt und sogar komplett ohne mich durch vier Quarantänen steuerte. Und was ich in den letzten Monaten gelernt habe: nimm Dinge nur ein Mal in die Hand, sei pragmatisch und rational und hab keine Angst davor Entscheidungen zu treffen.

 

 

 

Welche Top Drei Tipps & Tools bringen dir wirklich Ergebnisse im Business oder erleichtern dir deinen MomPreneurs-Alltag am meisten?

Drei Tipps sind für mich lebensnotwendig:

1) Schlaf eine Nacht drüber! Wenn an einem Tag nichts so läuft wie du es dir vorstellst und du am liebsten alles direkt hinschmeißen möchtest – raus in die Natur, abschalten und eine Nacht drüber schlafen. Das hilft immens und relativiert vieles.
2) Nichts ist so schlimm wie es scheint! Wenn du Panik bekommst oder Angst vor deiner eigenen Entscheidung hast, mach dir bewusst, dass niemand sterben wird, sollte sie mal nicht die Richtige sein.
3) You can get it if you really want! Man muss ganz fest an das glauben, was man macht, darf sich nicht beirren lassen und muss tapfer den Kurs halten. Sei kreativ und probier Dinge aus – nahezu nichts klappt beim ersten Anlauf.

 

 

 

Wie können wir in unserer Gesellschaft mehr MomPreneurship ermöglichen – welche Rahmenbedingungen braucht es dafür?

In meinen Augen braucht es eine bezahlbare Kinderbetreuung auch für Krippenkinder, mehr staatliche, finanzielle Hilfen in der Gründungsphase, flexible Homeoffice-Regelungen für den Partner und eine höhere Akzeptanz von Teilzeitmüttern als Gründerinnen in der Gesellschaft.

 

 

 

Dein wichtigstes Learning als MomPreneur für andere MomPreneurs?

Hör niemals auf zu träumen – unmöglich gibt es nicht.

 

 

Weitere Infos zu Friederike gibt es in dieser TV-Reportage vom ARD: “Teilzeit-Startup: Mütter gehen neue Wege”

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