So verdienst du Geld mit deinem Blog

So verdienst du Geld mit deinem Blog

Vor knapp zwei Jahren schrieb ich hier über Bloggen als Business, war selbst ziemlich neu in der Branche, und trotz meines damaligen Status „Anfängerin“ verdiente ich schon Geld mit meinem Blog. Es hat sich viel getan in der Bloggerszene. Aus diesem Grund habe ich diesen Gastbeitrag aktualisiert. Denn ich möchte dir ein paar Dinge an die Hand geben, wenn du aus deinem Blog ein Business machen möchtest.

Denn Fakt ist: Es funktioniert und es ist möglich. Doch es bedeutet sehr viel Arbeit. Und es erfordert neben viel Liebe und Leidenschaft zum geschriebenen Wort ein paar wichtige Voraussetzungen:

1. Mit hoher Frequenz bloggen

Für den Start als professionell betriebener Blog solltest du mindestens 2-3 Blogposts pro Woche veröffentlichen. Dabei ist es sehr wichtig, eine gute Mischung zu haben. Wer nur gesponsorte Posts veröffentlicht, wird schnell von den Lesern mit Ignoranz bestraft. Schaffe also eine gute Balance zwischen deinen Texten und werblichen Artikeln! Und gib deinen Lesern auf dem Blog die Möglichkeit, via Newsletter mit dir in Verbindung zu bleiben. So baust du dir eine feste Zielgruppe auf.

2. Soziale Netzwerke nutzen

Nutze unbedingt die sozialen Netzwerke, die zu dir passen. Facebook ist noch immer ein wichtiger Reichweitengenerator, bei Instagram kannst du mit guten Fotos auf deine Blogposts aufmerksam machen, bei Twitter findest du je nach Ausrichtung des Blogs vielleicht nicht deine Zielgruppe, aber andere Blogger, mit denen du dich austauschen kannst. Pinterest wird vor allem bei internationalen Bloggern als Promotion- und Reichweitentool genutzt und erfährt seit zwei, drei Jahren einen regelrechten Boom in Deutschland. Genau genommen ist es eben kein soziales Netzwerk, sondern „Google für Bilder“. Und genau so muss man es betrachten und nutzen. Ich kenne Blogs, die innerhalb von sechs Monaten mit Reichweiten über 100.000 Aufrufen im Monats sehr schnell groß geworden sind.
Und natürlich kannst du auch Snapchat und Youtube nutzen. Das kommt ganz auf die Positionierung deines Blogs an.

3. Gutes Design und klarer USP

Schaffe eine ansprechende Blogumgebung in Design, Look & Feel. Wichtig ist: Keine Rechtschreibfehler und ein klarer USP:

  • Wofür steht der Blog?
  • Was unterscheidet ihn von anderen?
  • Welche Tonalität verbindet der Leser mit dem Blog?
  • Was erwartet die Leser? Was bekommen sie? Und was wollen sie überhaupt?

Letzteres wirst du nach und nach feststellen, wenn du deine bisherigen Beiträge unter Berücksichtigung der Zugriffszahlen auswertest. Heißt: Was ist gut gelaufen, was nicht. Achte außerdem darauf, dass dein Blog auch auf mobilen Devices ansprechend und gut lesbar ist, kurzum muss dein gesamter Content responsiv sein. Tatsächlich kommt die Hälfte meiner Leser aktuell mobil auf den Blog. Tatsächlich kommen monatlich mehr als 70 Prozent meiner Leser mobil, also am Smartphone, auf den Blog, der Rest sind Desktop User, die Tablet-Leser liegen bei unter zehn Prozent. Ich finde die Entwicklung ziemlich interessant. Die Zahlen zeigen nämlich ziemlich gut, wie sich Blogs heute aufstellen müssen: mobile first.

Versuche, durch ein einprägsames Logo und Foto deine Darstellung in allen sozialen Netzwerken zu vereinheitlichen – das gilt auch für die Account- und Profilnamen: Sie sollten wie dein Blog heißen, um den Wiedererkennungswert zu stärken.

4. Netzwerken und Events besuchen

Baue dir ein gutes Netzwerk mit anderen Bloggern auf. Besuche Bloggerkonferenzen und Workshops, um von anderen zu lernen und Kooperationen zu knüpfen. Viele mögliche Kooperationspartner besuchen diese Konferenzen ebenfalls. Ich empfehle dir diese Events:

Ich empfehle außerdem Messebesuche, die zu dir und deinem Blog passen, um Partner kennen zulernen. Je nach Thema des Blogs zum Beispiel die Buchmessen, die Baby- und Kindmessen für Elternblogger, die Anuga für Food-Blogger und so weiter.

5. Blogger Relations: Wertschätzung monetarisieren

Wenn dein Blog schon im Netz ist, hast du sicher auch schon „unverschämte“ Anfragen bekommen. Nämlich die, in der die potenziellen Kooperationspartner zum Beispiel für ein Holzfigürchen einen ausgedehnten Blogpost von dir wollen, mit selbst produzierten, hochwertigen Fotos, mit Bewerbung auf allen Social Media Kanälen und vielleicht sogar noch einem Gewinnspiel für die Leser.

Was du davon hast? Na, ein Holzfigürchen! So darf es natürlich nicht laufen und ich empfehle dir: Schreib nicht für ein Holzfigürchen. Und das meine ich jetzt natürlich im übertragenen Sinne.

Wenn du mit deinem Blog Geld verdienen willst, musst du dir strategisch treu bleiben. Wer auf deinem Blog stattfinden will, der hat sich damit beschäftigt und wird auch dafür bezahlen. Von einem Holzfigürchen kannst du deine Kinder nicht ernähren. Und so ein Blogpost ist eine Menge Arbeit!

Es geht hier also auch um Wertschätzung! Die muss dir entgegengebracht werden. Der Dialog mit den Lesern in den sozialen Netzwerken macht nicht nur viel Spaß, er ist auch zeitaufwändig. Gewinnspiele sowieso, da sitzt du nochmals länger, was die Auslosung und Korrespondenz angeht. Ich erhalte täglich ein Dutzend Mails dieser Art von Anfragen. Die Argumente der „Partner“:
„Wir sind ein kleines Startup“, „Wir bringen dir mit unserem Produkt Reichweite auf deinen Blog“ oder „Du darfst dieses Produkt exklusiv testen“.

Denk daran: Das Kleinste aller Start-ups bist immer noch du selbst. Und die Arbeit liegt auch bei dir. Und dass ein Produkt Reichweite bringt, halte ich persönlich für einen Trugschluss. Eher bescherst du mit deinem Blog dem Produkt Reichweite. Ein Blogpost bedeutet viel Arbeit und kein Geld kannst du auch ohne Arbeit verdienen. Hinzu kommt: Wenn du deinen Blog hauptberuflich betreiben möchtest, arbeitest du mindestens 40 Stunden in der Woche. Du fotografierst, schreibst, programmierst; bist Buchhalter, Social Media Manager und „E-Mail-Abarbeiter“, denn, so viel muss gesagt werden, je größer ein Blog, desto mehr Anfragen. Es dauert lange, die Spreu vom Weizen zu trennen und obwohl ich mir das immer anders vorgenommen hatte, schaffe ich es mittlerweile nicht mehr, alle Anfragen zu beantworten — denn nebenbei verhandelst du ja auch noch, shootest und schreibst deinen Content, bildest dich weiter, bearbeitest Fotos und recherchierst. Du investierst Zeit in Social Media, um Reichweite und Leser zu bekommen. Das bringt viel Spaß, ist aber irre zeitintensiv. Hast du also eine Reichweite, die irgendwann attraktiv für kleine wie große Partner ist, solltest du das mit einrechnen: Die Zeit, die du investierst und investiert hast, um eine treue Leserschaft aufzubauen.

6. Preise und Konditionen: Das Mediakit

Es ist sehr mühsam und zeitintensiv, alle E-Mail-Anfragen zu beantworten. Ich empfehle dir also unbedingt ein Media Kit. Das kannst du als Antwort auf alle Anfragen verschicken und so bekommen sowohl Agenturen, die es ernst mit dir meinen, als auch das jeweilige „Start-up“ ein Gefühl für deine Preise. Und du setzt damit ein Statement: Ich schreibe nicht für ein Holzfigürchen!

In deinem Mediakit sollte stehen:

  • Worum gehts auf deinem Blog?
  • Wer betreibt ihn und seit wann?
  • Wie sind die Zahlen der einzelnen Nutzer und Seitenaufrufe im Monat?
  • Welche Art der Kooperationen bietest du? (Testberichte, Sponsored Posts, News, Reiseberichte…)
  • Welche Konditionen gelten? (Sponsored Posts müssen transparent mit Werbung deklariert werden!)
  • Was kostet was? Und was lieferst du dafür? (Erstellung von Text, Bild, Grafik)
  • Sonstige Hinweise (Vorkasse, Rechnung)
  • Kontaktdaten und Verlinkungen zu dir bzw. deinem Blog in sozialen Netzwerken mit Angabe von Followerzahlen.

Bei Mel von Gourmet Guerilla kannst du eine Vorlage für ein Mediakit kostenlos runterladen und für dich personalisieren. Kommen wir zu den Preisen. Ich erhalte viele Mails von anderen Bloggern, die wissen wollen, wie ich meine Preise festgelegt habe. Zugegeben, das war anfangs nicht leicht, denn: Auch ich hatte zu Beginn keine Reichweite und keine guten Zahlen.

Also habe ich meinen Tagessatz als freie Redakteurin zur Grundlage genommen, die Aufwände der unterschiedlichen Blogposts anhand von Stunden geschätzt, und die Arbeitszeit für Bilderstellung und Bildbearbeitung berücksichtigt. Mit diesen Zahlen bin ich in meinem Mediakit gestartet und seitdem ich gute Zugriffszahlen auf dem Blog habe, habe ich mein Mediakit stetig angepasst.

Die Bloggerszene hat sich in den letzten Jahren sehr professionalisiert, Instagram ist nicht nur eine wichtige Einnahmequelle für Blogger geworden – so mancher Influencer hat gar keinen Blog und verdient trotzdem Tausende von Euros jeden Monat. Blogger sind untereinander vernetzt, Agenturen entstanden, die Blogger oder Influencer vertreten. Die Professionalisierung hat den Vorteil, dass sich auch die Preise geändert haben. Partner, also potenzielle Kunden, die auf deinem Blog stattfinden möchten, bezahlen für:

  • deine Reichweite, also Seitenaufrufe, Sitzungen und Social Media Follower
  • deine Textqualität. Bist du ausgebildete Journalistin, Fotografin oder Redakteurin? Dann darf sich das auch in deinen Preisen bemerkbar machen.
  • die Nachhaltigkeit. Und damit meine ich SEO. Wenn dein Beitrag für einen Partner jahrelang bei Google gelistet und immer wieder gelesen wird, dann profitiert dein Kunde eben auch noch Jahre später.
  • deine Authentizität. Und damit meine ich nicht nur, wie „echt“ du rüber kommst, sondern wie „echt“ du bist. Dank Social Blade und influencerdb.net können potenzielle Kooperationspartner sehr schnell sehen, ob, wann und wieviele Follower du gekauft hast. Daher solltest du dies niemals tun, denn es schwächt dich und dein Business nicht nur – es ist auch extrem peinlich, denn deine Blogger-Kollegen werden das durchschauen. Nur eine ehrlich aufgebaute Leserschaft ist wirklich interessant für Partner!

Wenn du noch jung im Blogbusiness bist, freust du dich vielleicht darüber, wenn dir ein Partner 100 Euro anbietet. Das kann man machen, wenn das Bloggen ein Hobby und der Blog wirklich mini ist. Aber als Hauptjob ist das natürlich niemals tragbar. Denn – überlege nur, wie viele Kooperationen für 100 Euro du eingehen müsstest, um davon leben zu können, deine Steuern, deine Fixkosten und deine Krankenkasse zu zahlen, deine Kinder zu ernähren, in den Urlaub zu fahren, und und und? Überlege auch immer, wie viel am Ende netto übrig bleibt beim angebotenen Preis und rechne mal deinen Stundensatz aus.

Arbeite also an deiner Reichweite, dann kannst du auch deine Preise anpassen. Ich habe in meinem Mediakit noch immer einen Preis für Mompreneurs. Das ist ok, denn: eine Mutter, die sich gerade selbstständig gemacht hat, kann dir keine 1000 Euro aufwärts für einen Artikel zahlen.

Wenn dein Blog mindestens ein Jahr alt ist und wenn du mindestens 50.000 Aufrufe im Monat hast, solltest du – je nachdem, wie stark du auf Social Media bist – deine Preise ab 500-1000 Euro ansiedeln.

Man bekommt selbst ein gutes Gespür in Verhandlungen, wenn man es öfters macht.
Meinen Blog gibt es seit mehr als zwei Jahren. Mein Preis ist mittlerweile hoch, aber die Partner, die auf dem Blog stattfinden möchten, bezahlen ihn auch, weil sie wissen, wie ich arbeite. Und genau das muss dein Ziel sein: Erkläre, wie sich deine Preise zusammen setzen. Hab Mut in Verhandlungen. Und hab immer das Gesamtpaket im Hinterkopf – du arbeitest im Zweifel mehr als 40 Stunden wöchentlich, um überhaupt so eine Reichweite bieten zu können.

Bloggerin Jessica Weiß sagte 2015 Jahr bei „Rock The Blog“ auf die Frage, was sie vor dem Launch ihres Blogs als erstes getan hat: einen Businessplan erstellen.

Das kann ich dir ebenfalls nur ans Herz legen. Mit einem konkreten Plan siehst du auf den ersten Blick, wie viele gesponsorte Posts du im Monat brauchst, um nicht nur deine Kosten zu decken, sondern irgendwann von dem Blog leben zu können.

7. Kooperationen an Land ziehen

Gerade in meinem Umfeld fragen mich viele: „Ja und wie läuft das? Kommen die Unternehmen auf dich zu oder akquirierst du?“ Ich habe bislang keine Akquise betrieben, was aber mehr der Tatsache geschuldet ist, dass mir die Zeit dafür fehlt. Denn ich bin sicher, dass Akquise mit einem guten
Konzept in der Tasche funktioniert, sofern man einen ansprechenden, professionellen Blog betreibt.

Ich habe mich anfangs in die Blogger-Liste bei „Brigitte Mom“ eingetragen, später dann noch bei „Bloglovin“. Über Brigitte Mom kamen sehr viele Anfragen, aber auch eine Menge „Angebote“, die wie oben beschreiben, nur für eine Seite attraktiv waren: die Unternehmen selbst. „Bloglovin“ habe ich mittlerweile deaktiviert.

Es gibt viele Produkte, über die ich schreibe, weil ich von ihnen überzeugt bin. Ob Bücher oder Babyprodukte: Indem ich über diese Dinge blogge, weil sie mir gefallen, weil sie zu mir passen und weil ich hinter ihnen stehe, obwohl ich kein Geld dafür bekomme, schaffe ich damit Referenzen für PR-Agenturen, die so genau sehen, wie ich schreibe und wie ich Produkte in Szene setze.

Und allen, die fragen, kann ich sagen: Ja, Partner kommen tatsächlich auf einen zu – einfach so.
Bloggen ist zum eigenständigen Berufsfeld geworden, Agenturen beschäftigen Leute, die sich ausschließlich damit beschäftigen, neue Blogs aufzuspüren. Wenn du guten Content bietest und wenn du diesen in Social Media, Pinterest und gutem SEO verbreitest, wird man dich finden!

Solltest du mit deinem Blog schon länger auf dem Markt sein und zu wenig Anfragen erhalten, empfehle ich dir, dein Netzwerk mit anderen Bloggern auszubauen, Bloggerevents, Konferenzen und Messen zu besuchen und Recherchearbeit zu leisten: Welche Produkte passen zu deinem Blog und welche PR-Agentur kümmert sich um dieses Produkt? Das bedeutet viel Recherche, ist aber nicht unmöglich.

Du kannst dann dein Media Kit an die Ansprechpartner in den betreffenden Agenturen schicken, um deinen Blog einfach mal unverbindlich vorzustellen.

8. Das schnelle Geld: Affiliate und Social Channel Marketing

Vorab: Mit Affiliate kannst du Geld verdienen. Wenn du jedoch wenig Reichweite hast, ist das ein mühsames Vorgehen. Der Vorteil aber an Affiliate-Programmen und Artikeln ist: Wenn du gutes SEO machst, werden deine Artikel auch noch Monate und Jahre später von Google gefunden. Heißt: Affiliate muss nicht das schnelle Geld bedeuten, es wächst mit deinem Blog.

So meine Sicht als Blogger. Online-Marketer sehen das anders – und ihr Ansatz ist Werbung. Facebook-Werbung ist noch ziemlich günstig und überschaubar und lohnt sich bei Affiliate-Produkten auf jeden Fall.

Nehmen wir zum Beispiel einen Blogpost zum Thema „Die schönsten Geburtstagsgeschenke für Männer“. Wenn du diesen Artikel mit Affiliate-Links versiehst, verzeichnest du vielleicht anfangs ein paar Einnahmen, mit gutem SEO kannst du davon jedoch immer wieder profitieren. Weil es ein Thema ist, dass viele Frauen beschäftigt und immer wieder gegoogelt wird. Wenn du diese Möglichkeit nutzen möchtest, schau dir zum Beispiel das Partnernet von Amazon an.

Weitere Einnahmequellen sind Bannerwerbung oder komplette Blog-Sponsorings. Da die aber in den ersten Lebensmonaten eines Blogs ohnehin nicht erfragt werden, weil einfach die Reichweite fehlt, gehe ich darauf jetzt nicht näher ein.

9. Geld verdienen mit Instagram

Auch mit Instagram kannst du Geld verdienen und Fotos, die du selbst mit einem Produkt machst, verkaufen. Auf der Website www.influencerdb.net kannst du deinen Accountnamen eingeben und sofort einsehen, welchem Geldwert ein Instagram-Bild auf deinem Account entspricht. Achtung: Dies ist ein Richtwert, der noch nicht deine Arbeit abbildet, die du mit dem Foto hattest. Den Betrag, den influencerdb.net ausspuckt, kannst du mindestens verdreifachen.

Sobald du eine große Fanbase hast, kannst du also auch hier entsprechende Preise in dein Mediakit aufnehmen. Wie auch auf dem Blog und auf Facebook musst du diese Beiträge dann als Werbung deutlich kenntlich machen kennzeichnen. Das ist gesetzlich vorgeschrieben und nur konform mit deutlichen Hashtags wie #werbung oder #anzeige.

10. Hilfreiche Tools für erfolgreiches Bloggen

Zum Schluss ein paar Tools, die ich dir empfehlen kann: Arbeite mit einem Redaktionsplan! Den kannst du in einer einfachen Word-Datei pflegen oder dir hierfür einen Blogplaner zulegen, der deinen Blog und dein Leben organisiert. In diesen Redaktionsplan trägst du nicht nur Kooperationen ein, hier werden auch deine eigenen Beiträge vermerkt, vor allem aber Kommunikationsanlässe.

Diese Kommunikationsanlässe wie Feiertage, Weihnachten, Ostern, aber auch Frühling, Sommer, Herbst und Winter, Gedenk- und Aktionstage helfen dir bei der Ideenfindung, um neue Themen zu generieren.

Betreibe Newsjacking. Das ist böse gesagt „mediales Trittbrettfahren“, aber wenn du gewisse tagesaktuelle Dinge auf dem Blog postest und sie über die sozialen Netzwerke mit Hashtag teilst, kannst du sehr davon profitieren. Wenn dir das für den Blog zu aufwändig erscheint, bieten sich auch Facebook-Seiten oder Twitter dafür an.

Bilder kannst du auf dem Smartphone mit der App Afterlight oder Color Story bearbeiten und Collagen am Rechner mit Picasa Pic Monkey erstellen. Für kleine Grafiken eignet sich auch Canva sehr gut. Alle Tools sind kostenlos.

Ich empfehle dir eine gute Spiegelreflex- oder Systemkamera. Zur Bildbearbeitung reicht auch das kostenlose Tool Gimp, für alle, die kein Photoshop nutzen möchten.

Statistische Fakten für deine Recherche findest du unter statista.com. Infografiken kannst du kostenlos mit Piktochart erstellen. Als digitales Notizbuch empfehle ich dir Evernote. Hier kannst du alles eintragen, was dir gerade so einfällt, nach Themen, Erstelldatum oder Ort sortieren und: von allen Devices aus bedienen. Ob also am Smartphone oder am Rechner, mit Evernote hast du immer alles parat. Für mich ein wichtiges Tool, da ich viele Einfälle unterwegs habe und diese so schnell in der App loswerden kann, und sie damit nicht mehr vergesse.
 
Zur Autorin

Leonie Lutz ist Mama von zwei Töchtern: Lina (3) und Lilly (13). Sie hat viele Jahre im Bereich Medien gearbeitet, einige Bücher geschrieben, viele Zeitschriftenseiten mit ihren Artikeln gefüllt und TV-Serien als Digital Producer beraten. Heute bloggt sie für Mamas unter www.minimenschlein.de

Titelbild: CC0 Public Domain/Pixabay

17 Kommentare
  • Caroletta
    Posted at 08:19h, 20 Oktober Antworten

    Ein toller Artikel! Danke für die vielen Tipps!

  • Heidi
    Posted at 09:56h, 20 Oktober Antworten

    Liebe Leonie,

    vielen Dank für Deinen tollen Beitrag. Da ist viel dabei, was ich noch nicht wußte. Ich baue gerade meinen Blog http://www.simplybalance.de auf, der sich speziell an Mütter richtet die Tipps über eine gesunde Ernährung inkl. Sport für sich und ihre Kinder möchten. Mein Ziel ist es, dazu ein gutes Webinar anzubieten, welches dann gebucht wird. Hast Du damit auch schon Erfahrung? Dir weiterhin viel Erfolg.
    Liebe Grüße Heidi

    • Leonie Lutz
      Posted at 19:11h, 20 Oktober Antworten

      Liebe Heidi, wow, das ist toll! Ich bin immer auf der Suche nach tollen, neuen und gesunden Rezepten, da ich zwei Mal / Tag frisch koche. Vielleicht magst du ja mal ein einfaches, schnelles und gesundes Rezept auf meinem Blog teilen. Würde mich freuen. Liebe Grüße, Leonie

  • Gordana
    Posted at 10:33h, 20 Oktober Antworten

    Liebe Leonie,

    wow, klasse Artikel! Superhilfreich! Danke!
    Liebe Grüße,
    Gordana

  • Jenny Krapohl
    Posted at 11:10h, 20 Oktober Antworten

    Hallo Leonie,
    danke für den interessanten Artikel. Ich schreibe eBook Ratgeber, coache und blogge Artikel auf meiner Seite Wege ins Glück. Dabei dreht sich bei mir alles um das Thema, wie man das Glück in seinen Alltag bringt. Deine Anregung, sich bei Brigitte mom einzutragen, habe ich direkt umgesetzt.
    Danke Jenny Krapohl

    • Leonie Lutz
      Posted at 19:14h, 20 Oktober Antworten

      Liebe Jenny, ich war gerade auf deiner Seite, mag ich! Ich freu mich, dass du etwas für dich aus dem Artikel ziehen konntest und jetzt auch eine von den Brigitte Moms bist. Viele Grüße, Leonie

  • Anja Tödtmann
    Posted at 08:50h, 21 Oktober Antworten

    Hallo Leonie,
    wertvolle Tipps – lieben Dank dafür! Den ein oder anderen werde ich gleich mal bei Evernote archivieren. Davon bin ich genauso begeistert wie Du. Es funktioniert nämlich ganz prima als mein digitales Gedächtnis. Da finden neben meinen beruflichen Ideen und Notizen auch digitale Bedienungsanleitungen Platz (für Spülmaschine und Drucker beispielsweise) und ich spare mir die Zettelwirtschaft. Liebe Grüße, Anja

    • Leonie Lutz
      Posted at 17:33h, 21 Oktober Antworten

      Liebe Anja, das ist ja wohl ne großartige Idee mit den digitalen Bedienungsanleitungen! Mache ich auf jeden Fall nach! Diese Zettelwirtschaft kann ich nämlich auch so gar nicht ab 😉
      Viele Grüße, Leonie

      • Nora Hodeige
        Posted at 09:26h, 02 November Antworten

        Hihi, das habe ich auch bei Evernote! Eine tolle Sache diverse Notizzettelchen, die ich immer mal wieder brauche, habe ich dort archiviert! Das mag ich wirklich gerne. Genauso ein Fan bin ich auch von trello – vor allem in der gemeinsamen Zusammenarbeit für einen Blog! 🙂

  • Andrea vom Runzelfuesschen Blog
    Posted at 10:44h, 21 Oktober Antworten

    Liebe Leonie,

    vielleicht war es dir nicht so wichtig, aber ich hätte mich, bei einem Artikel, der sich explizit ja auch an Frauen richtet schon gefreut, wenn nicht immer das generische Maskulinum „der Leser“ benutzt worden wäre.

    Liebe Grüße,

    Andrea

    • Leonie Lutz
      Posted at 16:27h, 22 Oktober Antworten

      Liebe Andrea, da hast du Recht. Hab ich gar nicht drüber nachgedacht, aber vor dem Hintergrund, dass es an Leserinnen gerichtet ist, macht das natürlich total Sinn!
      Danke fürs Feedback und LG,
      Leonie

  • Anne
    Posted at 19:17h, 21 Oktober Antworten

    Liebe Leonie, vielen Dank für diesen Post. Er ist einer der besten und ausführlichsten Posts, die ich bislang zu diesem Thema gelesen habe. Danke, dass du ein paar Preise nennst. Ich denke, gerade das große Geheimnis, das in Bloggerkreisen häufig um das Thema Geld gemacht wird, erleichtert es Unternehmen unheimlich, Preise zu drücken und Blogger gegeneinander auszuspielen.

    • Leonie Lutz
      Posted at 16:30h, 22 Oktober Antworten

      Liebe Anne, die Preise sind Richtwerte, an denen sich viele Unternehmen orientieren. Am Ende aber legst du sie fest. Und es gibt auf der Seite von Vanessa (siehe Link im Text) noch eine genauere Aufschlüsselung als Hilfe, die höhere Preise ausspuckt. So oder so: Hauptsache ist, sich nicht und niemals unter Wert zu verkaufen. Liebe Grüße, Leonie

  • Neele
    Posted at 14:44h, 23 Oktober Antworten

    Vielen, vielen Dank für diesen tollen, super hilfreichen Beitrag! Da ich meinen Blog erst sehr kurz habe bin ich noch sehr unsicher, was Kooperationen etc. betrifft, da kommen deine Tipps gerade recht. Eine sehr gute, übersichtliche und informative Zusammenstellung, vielen Dank nochmal! Besonders gut finde ich die Richtwerte, wie viel man ungefähr für einen Beitrag verlangen kann. Viele Grüße aus Freiburg und ein schönes Wochenende, Neele

  • Nora Hodeige
    Posted at 09:24h, 02 November Antworten

    Liebe Leonie,
    vielen vielen Dank dafür, dass du dein Wissen mit uns teilst! Ich habe beim Lesen sehr viel gelernt und mir gleich ein Media Kit zusammengestellt – denn endlich (!!!!) möchte ich mit meinem Blog auch mal (wenigstens etwas) Geld verdienen. So viel Arbeit und so viel Herzblut und so viel Freude – das ja zum Glück sowieso! – das wäre doch ein echtes Sahnestückchen on top, wenn auch noch das ein oder andere Kleingeld dabei anfallen würde! Schön zu sehen, dass es gehen kann! Dann mal ran an die Kartoffeln (oder waren es die Pantoffeln…?) – und los geht’s! Liebe Grüße, Nora

  • Dana
    Posted at 09:56h, 02 November Antworten

    SUUUUUPER! Toll! Ein herzliches Dankeschön!
    Meinen Blog snyggbox.de gibt es schon seit 2,5 Jahren, aber nur nebenbei als Goody zu meinem Onlineshop nimmerland-shop.de.
    Und gerade jetzt die letzten WOchen habe ich mich mit der Frage herumgeschlagen: weiter machen ja oder nein, und wenn wie mehr Geld mit dem Aufwand verdienen, denn wie immer: die Zeit ist knapp, es gibt so viel zu tun… Ich fange gleich mal an….!

  • R.Janssen
    Posted at 07:25h, 27 September Antworten

    Danke für die Anrregungen bezgl. des Net(t)zwerkens!!

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