Sabrina | Grafikdesignerin | 2 Kinder

“Vergleiche dich nur mit dir. Du weißt nie, wie bei anderen die Rahmenbedingungen sind und es hinter den Kulissen wirklich aussieht.”

  

Wer bist du, was machst du und warum?

Mein Name ist Sabrina, ich bin 35 Jahre jung, glücklich verheiratet, Mama von zwei kleinen MiniMe-Rackern (2 und 4), selbstständig und immer voller Ideen. Ich habe ein Papeterie-Label und bin Head & Heart bei Brandtime.Design. Vor allem bin ich eins: glücklich und erfüllt.

Das war nicht immer so. Noch vor einigen Jahren war ich Sabrina, Lehrerin für Mathematik und Kunst, seit Jahren an einer Realschule tätig und hauptsächlich eines: unglücklich. Als ich kurz vorm Burnout stand, reduzierte ich meine Arbeitszeit, machte ein Fernstudium zur Grafikdesignerin und gründete 2016 nebenberuflich mein erstes Business: mein Papeterielabel „Prints&Princess“. Ich begann mich mit Persönlichkeitsentwicklung und meinen Werten zu beschäftigen und begriff, woher meine jahrelange steigende Unzufriedenheit stammte: Meine Werte passten in keinster Weise zu meinem Beruf als Lehrerin. Was dagegen zu mir passte: Unabhängig und frei mein Ding zu machen, neue Ideen umzusetzen und evtl. zu verwerfen, jeden Tag dazuzulernen und mich stetig weiterzuentwickeln. Ich brenne für gutes Design und liebe es, anderen Menschen weiterzuhelfen.

Ich bin hier, weil ich weiß, dass es da draußen großartige Frauen mit noch großartigeren Vision gibt. Ebenso weiß ich, wie schwierig es ist, sowohl sich und seiner Familie gerecht zu werden, als auch ein erfüllendes und erfolgreiches Business hochzuziehen und mit seiner Expertise sichtbar zu werden. So ist nach einigen Weiterbildungen mein Brandinglabel Brandtime.Design entstanden, mit dem ich Selbständigen und Unternehmerinnen helfe, ihre Expertise in einen authentischen Markenauftritt zu verpacken und überzeugenden Content zu erstellen. Als Grafikdesignerin bin ich überzeugt, dass das richtige Design alles verändern kann: Es macht aus einem Nein ein Ja, aus Followern Kunden und aus einem Traum Realität. Und das ist es, was ich mir wünsche: Mehr Frauen, die aus ihren Träumen Realität werden lassen.

 

In einem Satz: Was ist deine Mission, das Wichtigste, was du für dich & andere bewirken möchtest?

Ich wünsche mir eine Welt, in der Frauen ihre Vision erfolgreich in die Welt tragen und ein authentisches sowie erfüllendes Business führen – ohne sich zwischen ihrem Traum von finanzieller Unabhängigkeit und mehr Selbstbestimmung sowie erfülltem Mama-Dasein entscheiden zu müssen. Ich hoffe, dass meine Geschichte andere dazu ermutigt ihren Weg zu gehen und ihre Visionen zu verwirklichen.

Was läuft bei dir als Mutter und Unternehmerin anders?

Ich kann viel flexibler auf Ereignisse reagieren und mir meine Zeit und meinen Arbeitsort frei einteilen. Während vorher alles in ein relativ starres System passen musste, kann ich jetzt viel stärker auf meine und die Bedürfnisse meiner Kinder eingehen. Allein die Tatsache, dass keiner sich morgens irgendwohin hetzen muss und ich mir erstmal in Ruhe einen Kaffee machen kann, ist für mich Gold wert.

Wie sieht Erfolg für dich persönlich aus und was ist dein Weg dorthin?

Erfolg ist für mich mutig den eigenen Weg zu gehen, auch wenn er steinig ist. Im ersten Schritt bedeutet das zu erkennen, wer man wirklich ist, was einen inspiriert, erfüllt und glücklich macht im Leben. Hierbei hat mir ganz besonders die Beschäftigung mit Persönlichkeitsentwicklung, verschiedene Seminare und (Hör-) Bücher geholfen.

Im zweiten Schritt bedeutet Erfolg dann aber auch, diese Erkenntnis auf finanziell solide Beine zu stellen, um am Ende mit Freiheit belohnt zu werden. Nämlich die Freiheit meiner Entscheidung wo und wann ich arbeite, wie lange und mit wem. Vor allem der Austausch mit meinem Netzwerk ist hierbei eine große Unterstützung und Inspirationsquelle.

Wie ist dein Setup und wie schaffst du es, den alltäglichen MomPreneurs-Wahnsinn irgendwie zu meistern?

Meine Kinder gehen morgens für 5 Stunden in die Kita/Kiga. In diese Zeit versuche ich den größten Teil meiner Arbeit zu legen. Mein Mann arbeitet in Teilzeit und kann sich seine Arbeit dank Homeoffice relativ frei einteilen. Wenn bei mir also mal mehr liegen bleibt oder ein Termin am Nachmittag liegt, kann er einspringen. Wenn besonders viel zu tun ist oder etwas dringend fertig werden muss, arbeite ich aber auch abends, sobald die Kids im Bett sind. Mein Ausgleich ist mein abendlicher Spaziergang mit Hörbuch.

Welche Top Drei Tipps & Tools bringen dir wirklich Ergebnisse im Business oder erleichtern dir deinen MomPreneurs-Alltag am meisten?

  1. Canva – für mich ein unverzichtbares Grafik-Tool für alle Selbstständigen, die online und offline professionell auftreten wollen.
  2. Notion – inzwischen habe ich hier alles rund um mein Business liegen: von meiner Brand Identity, über Mitschriften, Social Media Planung, Workshop-Ideen, E-Mail-Texte usw.
  3. Mein Visionboard an meiner Wand: Hier hängen meine Ziele und meine Wünsche, aber auch meine Costumer Journey, meine Angebote und meine nächsten Steps.

Wie können wir in unserer Gesellschaft mehr MomPreneurship ermöglichen – welche Rahmenbedingungen braucht es dafür?

Frauen machen Business anders. Hier braucht es gesellschaftlich Toleranz und Mut, neue Wege zu gehen. Die Art, wie Unternehmen gedacht und gegründet werden, muss sich ändern oder zumindest neue Sichtweisen zulassen. Mir fällt da ein Gespräch mit einem Unternehmensberater ein, für den der Gedanke unvorstellbar war, dass eine Geschäftsführertätigkeit in Teilzeit ausgeführt werden könnte – mit anderen Worten unmöglich für eine Mutter. Zum Glück brechen die alten Arbeitsstrukturen und Denkweisen, wie Unternehmen zu funktionieren haben, gerade langsam auf. Ich hoffe, dass in diesem Zug viele Frauen mutig für ihre Vision von Arbeitswelt einstehen. Dazu braucht es noch mehr Netzwerke, in denen Frauen sich mit Rat und Tat zur Seite stehen. Gleichzeitig muss es aber auch innerhalb der Familien zur Selbstverständlichkeit werden, dass beide Elternteile gleichermaßen für die Kinder verantwortlich sind und beide ein Recht darauf haben, ihre (Business-) Ziele zu verfolgen.

Dein wichtigstes Learning als MomPreneur für andere MomPreneurs?

Vergleiche dich nur mit dir. Du weißt nie, wie bei anderen die Rahmenbedingungen sind und es hinter den Kulissen wirklich aussieht. Such deinen eigenen Weg, der zu dir, DEINEN Rahmenbedingungen und Bedürfnissen passt. Dabei ist es okay, sich auszuprobieren, hinzufallen und weiterzuentwickeln. Und es ist okay, wenn die Dinge manchmal einfach mehr Zeit brauchen. Nachhaltiger Erfolg kommt meistens nicht über Nacht.

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