Schulferien: Gar nicht so easy, oder doch?

Schulferien: Gar nicht so easy, oder doch?

Ich gebe es zu: Ferien sind bei uns nicht einfach. Zumal nicht nur Mama und Papa, sondern langsam auch die beiden Mädels unterschiedliche Vorstellungen von Ferien haben:

Papa möchte einfach (nur) mal „richtig“ Urlaub machen. „Richtig entspannen“, „Richtig schlafen“, „Richtig gute Gespräche“, „Richtig gutes Essen“, „Richtig….

…….und bei „richtig“ ist garantiert kein Rechner dabei 😉

Und Mama möchte einfach mal nicht „zuständig sein“ und gerne den Rechner dabei haben. Alleine schon für die Kindle eBooks, das Prime Video, was bei „Schlechtwetterstimmung“ zum Notnagel wird und um hin- und wieder zu checken, ob im Business alles gut ist.

Die große Tochter möchte (endlich) auch mal was alleine machen, ohne die kleine Schwester. Und bei der Kleinen wird es (ganz) schwierig, wenn sie nicht ihr Ding machen kann.

Kein Wunder also, dass das Thema „Ferienplanung“ bei uns oft und lange verdrängt wird. Und „alle Jahre wieder“ ist es so wie Weihnachten: Ganz plötzlich sind sie da: Die großen Ferien. Und ganz plötzlich schwanken die Gefühle – ähnlich wie das Wetter – zwischen „endlich Ferien“ bis „ohne mich!“.

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Wie wir trotz allem alles und alle irgendwie unter einen Hut bekommen haben und welche AHA-, Freudens- und Schreckensmomente wir und insbesondere ich als MomPreneur erlebt habe, davon erzähle ich dir in den nächsten Wochen.

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Episode 1: Easy!

Noch heute erinnere ich mich an meine Schulferien. Das ist ja schon ewig her, aber ich weiß noch genau wie aufgeregt ich war, wenn es wieder losging. Zeit für große Abenteuer! Wobei „groß“ gar nicht bedeutete eine „große“ Reise nach Übersee oder sonst wo zu machen, sondern zusammen mit meinen beiden Geschwistern neue Sachen zu entdecken.

Besonders aufregend war es, als ich das erste Mal mit meiner Zwillingsschwester und meinem 2 Jahre älteren Bruder im Harz – wo wir fast jedes Jahr hinfuhren – alleine losdurfte.

Nur unser Hund „Ferry“ war dabei – unser „Lassy“ sozusagen, der auf uns aufpasste und alles mitmachte. Das war herrlich!! Und das Beste war: Niemand funkte dazwischen. Wir machten unser Ding: Wir bauten unsere eigenen Höhle, stiegen auf Kirschbäume, fielen runter (mit Kirschen an den Ohren), besuchten unseren Lieblingsbauern und rannten davon, wenn entweder der Hund oder der Ziegenbock los war.

Und heute?

Heute ertappe ich mich immer wieder „Programm“ zu machen oder machen zu wollen. Wollte ihr dieses, wollt ihr jenes? Warum nicht das? Das ist doch toll?!! Das war sooo teuer! Und jetzt habt ihr keine Lust?? Ist das euer Ernst?! Verwöhnte Gören!

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Und wenn die Kinder anders wollen, dann gibt es Stress. Stress für alle und dann heult mindestens einer. Garantiert.

Und darauf hat (ehrlich gesagt) keiner Bock.

Und genau deshalb haben wir im Urlaub einfach mal „easy“ gemacht: Wir haben bspw. morgens zusammen überlegt und gemeinsam abgestimmt, was wir machen: Zusammen und auch mal alleine.

Damit jeder im Urlaub mal zum Zug kommt.

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Die Kinder wollten (wie wir damals) vor allem „ihr Ding“ machen: Bei einer Wanderung außer Sichtweite vorrennen, mit den Tieren auf der Alm spielen, während Mama und Papa einfach mal in Ruhe essen und oder reden konnten. Alleine zwischen den Bäumen klettern oder alleine die Sommerrodelbahn runterrasen…

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Und das hat es für uns (Eltern) viel einfacher gemacht. So konnten wir auch mal durchatmen und in Ruhe Zeit zusammen verbringen. „Win-Win“ oder ein Hauch von  „richtig Urlaub machen“.

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Und mein Ding habe ich einfach spontan gemacht: Morgens alleine „in Ruhe“ schwimmen gehen oder nach dem Business sehen, wenn die Mannschaft noch im Tiefschlaf war 🙂

Und klar, hat es zwischendurch auch mal gekracht, aber irgendwie war das dann auch nicht so schlimm. Denn das ist doch auch irgendwie normal. Easy!

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Ich persönlich denke, es zahlt sich aus, wenn du die Kinder schon früh mehr alleine machen lässt (ich arbeite immer noch daran, dass die Kinder sich morgens auch alleine mal das Frühstück machen). Umso mehr Freiraum hast du selbst und umso mehr lernen die Kids Dinge selbst zu machen. Wie wichtig das ist, brauche ich dir nicht erzählen. Meine Große will schließlich ja auch mal MomPreneur werden – so wie Mama 🙂

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Wie geht es dir gerade in den Ferien? Ist es bei euch eher easy oder ganz und gar nicht? Ich bin wie immer gespannt auf deinen Kommentar unten. Oder wir hören uns in der MomPreneurs Facebook Gruppe oder sehen uns auf einem der nächsten MomPreneurs Meetups.

Ach ja, bevor ich es vergesse – das nächste Mal erzähle ich dir, warum ich mitten  im Sommer meine Jahresplanung mache, warum Planung irgendwie doch die „halbe Miete“ ist. Und last but not least: Habe ich ein neues, kleines Produktivitätstool entdeckt, was so richtig klasse funktioniert. Sei also gespannt!

P.S. Ist es nicht praktisch, dass du als MomPreneur auch mal wieder „klein“ sein darfst?

 

Bilder + Video: Esther Eisenhardt

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