Warum du auf die Bühne musst

Warum du auf die Bühne musst

Langsam werde ich etwas nervös: Im Juni werde ich auf zwei Konferenzen sprechen, dem MVPreneur Day in Rostock und auf der EntreFem in Berlin, ein MomPreneur Meetup und einen MomPreneur Workshop veranstalten. Puuuh – ganz schön aufregend. Und ja – ich freue mich sehr darauf, aber gleichzeitig bin ich auch ganz schön aufgeregt.

Als MomPreneur stehst du früher oder später vor der Herausforderung, in irgendeiner Form präsentieren zu wollen oder vielleicht sogar zu müssen. Sei es, dass du potentielle Geldgeber oder einen zukünftigen Mitstreiter von deiner Idee überzeugen möchtest, ein Webinar halten oder auf einer „echten“ Bühne präsentieren musst. Aber eine gute Präsentation zu halten ist einfacher gesagt als getan. Das weiß ich natürlich. Und gerade deshalb möchte ich heute mit dir teilen, wie ich mich auf die Präsentationen vorbereite, warum das eine tolle Chance für dich und dein Business ist und einige Tipps mit dir teilen.

Beginnen wir mit dem Warum? Warum sollst du dich nun eigentlich ins Rampenlicht werfen?

Etwas bewegen

Als Redner hast du die Möglichkeit deine Inhalte zu teilen. Je mehr Zuhörer oder Zuschauer du hast, umso mehr Menschen kannst du mit deiner Botschaft (auf einen Schlag) erreichen. Und mehr noch: Deine Botschaft kann etwas bewegen, d.h. dass Menschen durch deine Inhalte oder Botschaft etwas verändern, was bspw. ihr Problem löst oder ihre Situation verbessert – und das ist ja genau das, was du möchtest.

Expertenstatus

Nicht jeder traut sich auf eine Bühne. Die meisten Menschen (auch ich) haben Angst davor. Das ist ganz normal. Wenn du aber über deinen Schatten springst, dann hast du damit die Möglichkeit „aus der Masse hervorzustechen“ und dich im besten Fall als Experte zu positionieren: DU stehst (da oben) auf der Bühne und DU hast die Aufmerksamkeit. Wow!

Neue Möglichkeiten

Wenn du bspw. auf einer Konferenz sprichst, dann ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass du vor Menschen sprichst, die dich nicht kennen und die du so nicht erreicht hättest – schließlich weißt du nie, wer alles im Publikum sitzt. Aber du hast in diesem Moment die Möglichkeit, Menschen für dich und dein Business zu begeistern und daraus ergeben sich wiederum potentiell neue Möglichkeiten. Nutze diese Chance!

Geld verdienen

Gute Präsentationen sind viel wert. Aber damit sie gut werden, musst du üben, üben, üben und nochmals üben! Und deshalb ist es (aus meiner Sicht) auch völlig in Ordnung, wenn du es erst mal kostenlos machst. Denn was du immer davon hast, sind nicht nur die drei Punkte oben, sondern auch die Übung und die Erfahrung, die du jedes Mal mitnimmst. Und wenn du sicher auf der Bühne bist, es verstehst Menschen zu begeistern, dann kannst du damit natürlich auch Geld verdienen. Entscheide welche Veranstaltungen und Möglichkeiten für dich mehr oder weniger attraktiv sind.

Spaß!

Auch wenn ich immer aufgeregt bin und bei jeder Präsentation, bspw. in Form eines MomPreneurs Meetups, etwas dazulerne: Es macht einfach Spaß! Es ist ein tolles Gefühl, wenn es gut gelaufen ist und sich bspw. jemand bei dir bedankt – mich macht das sehr happy!

Aber wie kommt man eigentlich auf die Bühne? Ich hatte tatsächlich Glück: Ich wurde gefragt und habe spontan ja gesagt. Aber wie es so oft ist: Wenn du etwas möchtest, dann musst du dich darum bemühen. Recherchiere doch mal Konferenzen in deinem Bereich, trag dich in die Speakerinnen Liste ein oder bewirb dich bei der Women Speaker Foundation.

Vielleicht macht es auch Sinn eine Meetup Gruppe zu gründen? Damit hast du deine eigene kleine Bühne und wenn du regelmäßig Meetups machst (was du übrigens auch super als Referenz verwenden kannst), dann kannst du jeden Monat üben und wirst merken, dass du jedes Mal besser wirst. Melde dich gerne bei mir, wenn du mal auf einem MomPreneurs Meetup sprechen möchtest.

Wenn du bspw. auf einem Event bist, dann kannst du herausfinden, wer der Veranstalter ist und kannst dich vorstellen (übrigens auch eine kleine Mini-Präsentation) und einfach fragen, ob du bspw. beim nächsten Event sprechen kannst? Und wenn du dich erst mal traust und in der Öffentlichkeit sprichst, dann ergeben sich daraus potentiell neue Möglichkeiten.

Aber bevor du auf der Bühne stehst, einige Gedanken, damit du dir nicht vorab schon zu viele Gedanken machst: 😉

Mindset

Du wirst nervös sein! Dir werden ganz viele Sachen durch den Kopf gehen! Alle Augen werden auf dich gerichtet sein! Und es ist ganz normal, dass du aufgeregt bist. Das ist aber ein gutes Zeichen und zeigt, dass es dir wichtig ist – schließlich hängst du an deinem Business! Als MomPreneur gehört es auch dazu (immer wieder) Neuland zu betreten. Mach es! Und mach dich nicht verrückt. Falls du denkst, dass du dich bestimmt blamieren wirst: Deine Zuschauer meinen es gut mir dir! Sie sind auf deiner Seite und einige werden dich sogar beneiden! Sei stolz, dass du den Schritt gewagt hast. Sieh es als Lernerfahrung – egal wie es läuft.

Aber eine Sache, die dich wirklich komplett nervös machen kann ist, wenn du deine Inhalte nicht kennst oder (auch schön) wenn bspw. der Beamer ausgeht und du ohne Slides nicht präsentieren kannst. Ein Ausdruck mit deinen Slides als Handzettel kann dann der willkommene Notnagel sein.

Du kannst Nervosität von Anfang an begegnen, indem du einfach rechtzeitig mit der Vorbereitung anfängst. Selbst die besten Redner und Rednerinnen brauchen lange, um eine gute Präsentation vorzubereiten – und gerade eine, die aussieht, als ob sie eben mal aus dem Stehgreif gehalten wurde. Also: Fang rechtzeitig an. Ich finde es persönlich sehr spannend TED Talks zu schauen – vielleicht kannst du dir da das eine oder andere abschauen. Wenn du live üben möchtest, was ich unbedingt empfehle, dann kannst du bspw. einen Toastmasters Club o.ä. in deiner Nähe suchen.

Wenn du soweit bist und ein Thema und einen Termin hast, wann und wo du präsentierst, dann geht es an die Vorbereitung. Hier einige Tipps:

Zielgruppe

Es ist ganz wichtig zu verstehen: Wer ist deine Zielgruppe? Wie „ticken“ die? Was bewegt und interessiert sie? Was ist vielleicht ihr Problem? Versuch dich in ihre Lage zu versetzen. Das Verständnis darüber ist wichtig, um deine Präsentation möglichst genau darauf abzustimmen, d.h. die Überlegung, ob du dein Publikum eher emotional (durch Geschichten) oder analytisch (Zahlen und Fakten) überzeugen kannst.

Dein Thema

Bei einer Präsentation besteht immer die Gefahr, dass man in Versuchung kommt, möglichst viele interessante Inhalte zu bringen. Das kann ganz schnell dazu führen, dass deine Zuhörer entweder überfordert sind oder schlichtweg das Interesse verlieren. Deshalb: Überlege dir, was die eine wichtige Sache ist, die du deinen Zuhörern „mitgeben“ möchtest. Eine Sache, an die sie sich erinnern, wenn sie bspw. im Nachhinein gefragt werden: „Worum ging es in der Präsentation?“ Tipp: Fang nicht an, indem du Powerpoint öffnest. Nimm dir lieber ein Blatt Papier und versuche deine Inhalte auf einer Seite aufzuschreiben.

Deine Präsentation

Die Art deiner Präsentation hängt tatsächlich vom Thema und von deiner Zielgruppe ab. Ich persönlich halte nicht so viel von Powerpoint Folien mit viel Text und 8 Bulletpoints. Es ist einfach zu anstrengend – gerade bei einem komplexen Thema – dir zuzuhören und gleichzeitig viel Text auf den Folien an der Wand zu lesen. Folien sollen das was du sagst unterstützen und nicht davon ablenken. Ich persönlich bin ein Fan von Bildern oder davon, nur wenige Worte auf ein Slide zu schreiben. Die meisten Menschen können und wollen auch nicht 30 Minuten oder länger konzentriert zuhören. Gönn ihnen zwischendurch eine Pause, indem du bspw. eine kleine Anekdote erzählst oder einfach mal innehältst. Weniger ist oft mehr!

Üben, üben, üben, üben, üben!

Und wie schon gesagt: Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Du musst üben, üben und nochmals üben. Sprich deine Präsentation laut, vor dem Spiegel, vor einer Freundin oder vor deinen Kindern. 🙂 Du wirst merken, dass sich dadurch noch der eine oder andere Knoten im Kopf auflöst.

Wie sind deine Erfahrungen? Hast du noch weitere Tipps zum Thema „Reden & Präsentieren“? Wenn du dich hierzu mit anderen MomPreneurs austauschen möchtest, dann komm in unsere MomPreneurs Facebook Gruppe oder triff Gleichgesinnte auf unseren MomPreneurs Meetups.

Titelbild: Esther Eisenhardt

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