Zweifel beiseite. Oder who cares?

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Selbstzweifel nagen manchmal an uns, wenn wir und unsere Entscheidungen ständig hinterfragt werden. Oder wenn wir etwas nicht so hinbekommen, wie wir es uns erwartet haben. Wenn es dann zu viel wird, verzweifeln wir auch mal.

Das Wort Zweifel hat seinen Ursprung in „twi“ (zwei) und „falt“, für Falte, also zwiespältig. Etwas ist ungewiss, verschiedene Meinungen treffen aufeinander und es kann zu keiner Entscheidung kommen.

Ein Vergleichen mit anderen lässt uns manchmal am eigenen Tun zweifeln. Andere Mamas starten ihr Business neben Kindergarten, Baby und Schulkind locker aus der Hüfte. Sind nach 6 Monate ausgebucht, während du nach einem Jahr noch vor dich hin dümpelst und nach Kunden ringst. Da können schon mal Zweifel aufkommen. Ganz klar. Du bist mit einer großen Vision in die Selbständigkeit gestartet, mach sie dir wieder bewusst, wenn es mal nicht so läuft, wie erhofft. Und finde deinen eigenen Weg.

Im Mompreneur Business gibt es nicht DIE eine Methode, die für uns alle gilt. Und wenn es jemand anders macht als du und dich regelrecht bekehren will, kann das ganz schön nerven. Die eine Mompreneur ist gerne in den sozialen Medien unterwegs, fühlt sich dort zu Hause und postet mit Leichtigkeit jeden Tag etwas Unternehmensrelevantes. Die andere ist auch privat weder auf Instagram noch auf Facebook zu finden und muss sich jeden Tag verbiegen, damit sie auch nur einen schwachen Post zusammenzimmert. Ihr liegt es viel mehr, Geschichten über ihr Business und sich selbst zu schreiben und diese in einen fantastischen Blog zu verwandeln. Hat sie anfangs gezweifelt? Ja ganz sicher sogar, denn wie komisch ist das denn, wenn man nicht auf Instagram ist?

Es gibt gute und schlechte Zweifel. Die Guten lassen uns manches Handeln überdenken und klären unseren Blick auf die Dinge. Das ist wertvoll und wichtig, damit wir wachsen und uns weiterentwickeln können. Diese können wir ruhig zulassen. Denn ist es nicht so, dass wir dazu neigen, zum Beispiel Stimmungen von anderen auf uns beziehen? Zweifle doch mal daran, ob die Laune deines Gegenübers überhaupt mit dir zu tun hat.

Die schlechten Zweifel sind die, die uns nachts wachliegen lassen, die uns Bauchschmerzen bereiten. Sie nagen an unserem Selbstwertgefühl und machmal bringen sie uns dazu, aufzugeben und machen uns das Leben – unnötig – schwer. Typische Sätze für diese Zweifel sind:

  • Wer sollte von mir schon kaufen?

  • Bin ich wirklich gut genug in dem, was ich tue, eigentlich kann ich das doch gar nicht.

  • Sicher finden sie meine Preise zu hoch.

  • Kann ich solch einen hohen Betrag für diesen kleinen Kurs verlangen?

    Hier wäre es doch schön, wenn uns öfter mal ein gepflegtes „Who cares“ über die Lippen kommt. Denn die, denen dein Produkt hilft, wird es kaufen. Du bist gut, sonst hättest du doch kein Business gestartet. Wenn ihnen deine Preise zu hoch sind, dann haben sie den Wert (noch) nicht erkannt. Ja, deine Preis sind sicher angemessen für deine Leistung, denn du hast sie dir ja gut überlegt.

    Blöde Zweifel abzuschütteln kann man ein Stück weit lernen. Es ist wie beim Muskelaufbau, übe regelmäßig und bleib dran, dann wird es was.

    Zweifle doch mal an den Zweifeln. Mache dir Gedanken, ob die Selbstzweifel überhaupt einen Sinn ergeben. Was hilft es dir, wenn du an dir selbst zweifelst? Ist es für irgendjemanden sonst relevant? Machen dich die Zweifel besser? Wenn nicht, dann lasse sie doch einfach weiterziehen.

    Lenke dich ab. Klingt erst einmal banal, aber du wirst sehen, wenn du dein Kind schnappst und mit ihm Eislaufen, Radfahren oder auf den Spielplatz gehst, bist du nach kurzer Zeit weit weg vom Gedankenkarussell des Zweifelns.

    Überlege mal, was du in deinem Leben schon alles erfolgreich geschafft hast. Wenn dir auf die Schnelle nichts einfallen will, gehe ganz weit zurück. Du hast gehen gelernt, sprechen. In welchem Schulfach warst du besonders gut? Kannst du gut zeichnen? Zuhören oder dich emotional auf andere Menschen einlassen? Und wenn dir negative Dinge einfallen, die, die du nicht geschafft hast, versuche Frieden mit ihnen zu schließen. Sie sind wie ein nerviger Wirbel am Haaransatz, der jede Frisur ruiniert. Aber lebe mit ihnen, ohne dass sie dich fertig machen. Nobody’s perfect.

Rede über deine Selbstzweifel. Mit einer guten Freundin zum Beispiel. Hier erfährst du, ob sich eure Wahrnehmungen decken. Sie sieht es eventuell ganz anders und viel weniger dramatisch. Sind deine Ansprüche an dich selbst vielleicht zu hoch?

Zweifeln ist okay, denn dann wägen wir ab und können lernen. Zweifel sollten uns nur nicht erobern und Löcher in unsere Bäuche bohren. Wenn du einer Vision folgst und andere belächeln sie, dann kannst du ihre Meinungen kurz beleuchten und danach weitermachen mit einem lockeren: Who cares? Das heißt natürlich nicht, dass wir wie ein Bulldozer über alle anderen Meinungen hinweg donnern. Wir hören uns die andere Seite an und wertschätzen sie. Wie wir dann weitermachen, entscheiden wir aber ganz alleine.

Ich weiß, ein lapidares „Who cares“ ist gar nicht so einfach über die Lippen zu bringen, vor allem wenn gerade etwas schiefgegangen, das Konto leergefegt, oder der große Wunschkunde abgesprungen ist. Springe zurück zu den Tipps, wie du mit unguten Zweifeln umgehst. Gehe über Los und ziehe 200 ein.

Auf einen zweifelsfreien Tag.

Photo by CoWomen on Unsplash

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