Wie werde ich empfohlen?

Wie werde ich empfohlen?

„Mund-zu-Mund-Marketing“ für MomPreneurs

Stell dir einen ganz normalen Tag in deinem Leben als MomPreneur vor: Kinder gerade so noch rechtzeitig (also eigentlich zu spät) in Kita und/oder Schule abgeliefert, die Lunchbox/das Kostüm/den Kuchen vergessen und schnell ins Büro oder an den heimischen Schreibtisch gehetzt, massenweise E-Mails „abgearbeitet“ und schnell noch ein „Frühstück“ in den Mund geschoben. Und in diesem Takt den Rest des Tages irgendwie überstanden. Wie gerne wir alle da Zeitfresser wie Recherche und stundenlanges Herumsuchen, am besten noch „offline“, eliminieren, muss man wohl nicht sagen. Und so geht es auch noch vielen anderen. Kein Wunder also, dass wir nicht nur Empfehlungen gerne vertrauen, sondern sogar dankbar sind, weil wir selbst gar nicht wüssten, wo wir anfangen sollen zu suchen. Also: Investiere in dein „Mund-zu-Mund“-Marketing. Kein Kunde ist so nachhaltig wie ein empfohlener Kunde.

Mach Empfehlungen einfach!

Mundpropaganda ist Gold wert! Und nicht nur das, sie ist auch noch praktisch kostenlos. Aber wie wirst du eigentlich empfohlen? Was musst du dafür tun? Natürlich kommt es ganz auf dein Business an. Hast du ein gutes haptisches Produkt, vielleicht in einem Laden oder einem Restaurant, kann der Kunde relativ einfach ein Foto des Produkts in den sozialen Medien teilen. Bist du aber z.B. ein Dienstleister, oder dein Produkt ist vielleicht einfach nicht so „fotogen“, dann tust du gut daran, deinen Kunden eine Empfehlung so einfach wie möglich zu machen. Frag auch einfach danach! Je genauer du weißt, wen du ansprechen willst, desto besser. Ein Beispiel: Wenn du sagst: „Ich suche neue Kunden“, führt das sehr viel unwahrscheinlicher zu einer Empfehlung, als wenn du sagst: „Ich suche Mütter mit Kindern von 1-3, die gern Yoga machen.“ Auf diese Weise hat dein Gegenüber ein sehr genaues Bild, wem du zu empfehlen bist.

Wenn du Empfehlungen einfach machen willst, solltest du auch darauf achten, dass du es allen einfach machst, dein Produkt zu verstehen. Du musst ein klares Bild davon vermitteln, was du machst. Niemand möchte bei einer Empfehlung Stunden damit verbringen, zu erklären, worum es überhaupt geht. Und wenn du eine klare Außenwirkung hast, dann überlege, ob für dich vielleicht Goodies, Give-Aways oder Bonuskarten Sinn machen. Auch so vereinfachst du eine Empfehlung. Denn wenn eine Empfehlung auch dem Empfehlenden noch einen Mehrwert bringt, ist das vielleicht genau der Schritt, der ihm zu einer Empfehlung gefehlt hat.

Hast du und brauchst du Testimonials?

Wenn du es schon geschafft hast, Kunden glücklich zu machen und sie von dir zu überzeugen – um Gottes Willen NUTZE DAS! Dort hast du Erkenntnisse aus erster Hand, warum du empfohlen werden solltest und für wen du den größten Mehrwert bringst. Solche Testimonials sind eine unabhängige und sehr glaubhafte Bestätigung für deine Qualität, ohne dass du selbst in dein eigenes Horn bläst. Was für eine Ressource! Deine potentiellen Kunden hören viel lieber solche Bewertungen als deine eigene Werbung. Versuche also deine Testimonials dazu zu animieren. Es hilft, wenn die Kunden sagen, was konkret ihnen weitergeholfen hat, d.h. Ergebnisse, die das Business wirklich weitergebracht haben und nicht nur „Ja – war nett/hilfreich“. So erreichst du eine maximale Glaubhaftigkeit und einen maximalen Nutzen für Neukunden. Und ja, du musst deinen Testimonial wahrscheinlich darum bitten, aber es lohnt sich wirklich!

Empfehle, um empfohlen zu werden – aber nicht um jeden Preis!

Natürlich ist auch Mundpropaganda ein Geben und Nehmen. Vielleicht hast du gemerkt, dass du durch Netzwerken und der Präsenz in bestimmten Kreisen häufiger empfohlen wirst, weil du auch selbst empfiehlst. Auch das ist ein wichtiger Faktor des „Mund-zu-Mund“ Marketing. Besonders in sozialen Netzwerken ist hier Dialog gefragt und nicht die schamlose Eigenwerbung.

Es gibt aber natürlich auch Fälle, in denen es für dein Business keinen Sinn macht, Empfehlungen auszusprechen. Und auch hier musst du deinen Standpunkt kennen und vertreten. Hat dich eine gute Freundin vielleicht um Hilfe gebeten, aber ihr Angebot passt beim besten Willen nicht zu deinem oder du stehst zwar privat, aber beruflich vielleicht nicht 100%ig hinter ihrem Angebot. Du solltest dein Business nämlich auch nicht durch falsche Empfehlungen beschädigen.

Das gleich gilt, wenn du jemanden nicht wirklich kennst und nicht sicher bist, ob er oder sie ein wirklich gute Empfehlung ist. Gerade im Internet gibt es immer mal wieder schwarze Schafe, wie ich erst kürzlich selbst erfahren musste.

In solchen Fällen musst du freundlich und professionell absagen können. Empfehle niemals Produkte auf der Basis von Schuldgefühlen, Loyalität, Verpflichtung oder wenn du die Leistung nicht wirklich selbst kennst! In solchen Fällen sag einfach die Wahrheit: du findest die Idee gut, hast aber den Grundsatz, dass du nur Dinge empfehlen kannst, die du selbst aus erster Hand ausprobiert hast. So ist es ja auch!

Wie sind deine Erfahrungen zum Thema „Weiterempfehlung“? Wann und wie empfiehlst du jemanden gezielt weiter? Wenn du dich hierzu mit anderen MomPreneurs austauschen möchtest, dann komm in unsere MomPreneurs Facebook Gruppe oder triff Gleichgesinnte auf unseren MomPreneurs Meetups.

Titelbild: Esther Eisenhardt

1 Comment
  • Elke Janßen - Systemische Beratung & Coaching
    Posted at 16:44h, 22 November Antworten

    Super Idee, „alte Kunden“ danach zu fragen, was IHnen konkret weiter geholfen hat. Ich glaube, dass werde ich mal aktiv ausprobieren. Obwohl ich im Bereich Beratung und Coaching arbeite. Und das dann ja manchmal persönlicher sein kann. Danke für den Tipp, Elke

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