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Anders denken zwischen Kinderkacke, KPIs und Keuchhusten

Mein Start ins neue Jahr war ehrlich gesagt nicht so der Brüller.

Umzug ist ja eh immer stressig und du bist froh, wenn dann alles rübergeschafft ist ohne größere Pleiten, Pech, Pannen, Unfälle oder Kollateralschäden.

So weit, so gut und inzwischen stresse ich mich auch nicht mehr wegen ein paar kleiner Kratzer. Egal wo. Let it be.

Ein 100 Jahre altes, portugiesisches Haus hat definitiv seinen Charme – erst recht, wenn es nahe am Meer ist. Hach!

Und so störte uns die Tatsache, dass es keine „richtige“ Heizung (so wie in Deutschland) gibt, nicht wirklich.

Allerdings dauerte es keine zwei Schultage, bis beide Kinder krank zu Hause waren. Klassiker eben.

Und das, wenn du nach der Weihnachtspause wieder durchstarten willst und lieber deine Projekte an- anstatt Kisten auspackst.

Nach 2 Wochen alleine mit 2 kranken Kindern zu Hause war ich echt durch. Inzwischen machte sich eine Armee an Viren und Bakterien auch an mir zu schaffen, mein fein ausgefeilter Q1 Plan flog langsam Richtung Atlantik aus dem Fenster, während die Kinder nichts besseres zu tun hatten, als sich wegen jeder Kinderkacke in die Haare zu kriegen. Arrrrrrgggh!!!

Crazy!

Tony Robbins sagt: „It is in your moments of decision that your destiny is shaped.

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Hatten wir ja eben erst, dass gerade wir MomPreneurs viel öfter anders denken müssen.

Also nix mit Hinschmeißen, Meckern und „Opfer“ spielen. Denn genau damit entpuppst du dich als „WannaMomPreneur“.

Stattdessen?

Ich habe drei Dinge gemacht, die ich auch dir ans Herz legen möchte:

1. Neu planen und noch kritischer priorisieren

Ich erinnere mich noch an meinen alten SCRUM Mentor, der immer, wenn das Management neue und noch mehr Sachen umgesetzt haben wollte, lächelnd gesagt hat: „Ok – und was lassen wir dafür weg?“ Gerade in crazy Situationen wie diesen muss ich immer wieder daran denken. Und genau das habe ich auch gemacht: In Ruhe neu geplant und noch kritischer priorisiert. Und ja, mein Q1 Plan ist jetzt ausgedünnt, aber ich habe ihn mit Puffern wieder aufgefüllt. Und damit sind wir bei Punkt 2.

2. Kräfte zurückholen, jetzt mehr denn je

Das Kinder-Krankenlager hat echt geschlaucht. Mehrere Nächte mit 2 kranken, hustenden Kindern im Bett. Heiliger Bimbam. Höchste Zeit, mich selbst nach vorne zu priorisieren! Also der perfekte Moment, um nicht immer nur von Yoga zu reden, sondern es endlich zu machen! Seit meiner Knie-OP vor 1,5 Jahren stresste mich alleine der Gedanke an einen Kniesitz und akrobatikartige Kniedrehungen, aber vermutlich gilt auch hier: „Einfach mal machen!“ Gesagt, getan! Und? Hammer! Nach den ersten beiden Yogastunden tut mir alles weh, aber ich bin zufrieden, glücklich und es tut mir und sogar meinem Knie gut. Crazy!

3. Vereinfachen!

Viele Dinge gehen nicht, weil sie entweder zu kompliziert sind, zu lange dauern oder beides. Auch, wenn es banal klingt: Ich stelle mir immer wieder (wenns crazy wird) die Frage „Wie kann es einfacher gehen?“. Muss die neue Webseite WIRKLICH erst da sein, bevor ich ein neues Angebot raushaue? Nicht wirklich. Kürzlich hat ein Freund sein Angebot mit einem Facebook-Post und einem Paypal-Link verkauft. Keine Landingpage, kein aufwendiges Video, keine Facebook-Ads, kein Funnel oder sonstwas. Hat trotzdem funktioniert.

Perfekte Verkäufe gibt es nicht und erst recht nicht „gar keine Verkäufe“. Stichwort „WannaMomPreneur“. Und auch, wenn du denkst, dein Angebot ist nicht gut genug/noch nicht fertig/nicht perfekt/nicht dies oder jenes… Ich bin mir sicher, dass du etwas Tolles zu bieten hast und dass es bestimmt anderen weiterhilft.

Geh raus damit und überlege, wie du es in einer ersten, einfachen Version anbieten kannst. Testen musst du so oder so und oft funktioniert eine einfache Version sogar besser!

Ich hoffe, ich konnte dich ein wenig inspirieren und motivieren, ANDERS ZU DENKEN, wenn du das nächste Mal zwischen Kinderkacke, KPIs und Keuchhusten denkst: Crazy!

2 Antworten

  1. Danke für diese Denkanstöße, Esther! Ich möchte noch eine Ideen hinzufügen.
    ad 2 (Kräfte zurückholen) – es muss nicht immer Yoga sein.
    Es gibt Situationen, in denen die Kinder, der Haushalt, körperliche Probleme oder die Distanz zum nächsten Studio Yoga oder jeden anderen Sport schlicht unmöglich machen. Ich habe festgestellt, dass auch 30 Minuten am Wochenende mit dem Buch, was man längst angefangen haben wollte, den Füßen hoch, dem Lieblingsheißgetränk und – ganz wichtig – der geschlossenen Zimmertür, Wunder wirken können. Man tankt auf, denkt nicht mehr an seine Probleme, sondern die Phantasie wird angeregt und die Träume werden entfesselt. So schön. (Wenn kein Raum mit schließbarer Tür zur Verfügung steht, und auch sonst sinnvoll: macht vorher mit Euren Kindern aus, dass die nächste halbe Stunde Euch gehört und – wenn sie noch zu klein sind, um sich selbst etwas zu suchen – helft ihnen, etwas auszusuchen, womit sie sich ausreichend lange selbst und ruhig beschäftigen können, z.B. schwieriges Puzzle, Hörspiel-CD, etc.)

    1. Ja – da bin ich ganz bei dir, liebe Esme! Wir MomPreneurs müssen uns einfach ab und zu „ausklinken“, um wieder Kräfte zu sammeln. Danke dir!

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