Wie du kinderleicht ohne Notizen präsentierst

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Wie du kinderleicht ohne Notizen präsentierst

Montagabend 20 Uhr. Zeit für die Einflugschneise ins Bett, aber weit gefehlt….

Während bei mir langsam die Rollläden runtergehen, gehe ich mit meiner großen Tochter noch einmal alle wichtigen Hausaufgaben für den nächsten Tagen durch.

„Mama, ich muss morgen noch präsentieren: 5 Minuten Vortrag, frei vor der Klasse.“

Ich atme tief durch. Hmm…

Leichte Nervosität breitet sich aus, denn ganz frisch sind wir beide nicht mehr.

Ok. Lass es uns versuchen….

Wir machen das mit dem Gedächtnispalast. Ich bring’s dir bei. Kriegst du hin.

Es ist gar nicht so schwer. Glaub mir…

Ich nutze das auch immer, um mir die wichtigsten Punkte zu merken, wenn ich präsentiere.

Vielleicht hast du dich auch schon mal gefragt: Wie schaffe ich es, ohne Notizen FREI zu präsentieren?

Wie kann ich mir die wichtigsten Punkte merken und auch in der richtigen Reihenfolge?

Die Frage ist besonders spannend, wenn man wie wir MomPreneurs notorisch unter Zeitnot leidet, denn mit dem Gedächtnispalast (auch bekannt als Loci-Methode), kannst du zudem auch Zeit und Nerven sparen.

Warum?

Du brauchst deinen Vortrag (auch) nicht 100 Mal wiederholen, damit du dir tatsächlich alles merken kannst.

Es lohnt sich also, die Methode eimal zu verstehen. Dann kannst du sie immer wieder anwenden und nutzen.

Denn eins ist sicher: Wenn du es mit deinem Business ernst meinst, dann musst du auf der Bühne stehen.

Du musst dich, dein Business und dein Angebot präsentieren. Auch, wenn du nervös bist.

Also, ohne noch weiter auszuholen, hier eine kurze Anleitung, wie der Gedächtnispalast in 3 Schritten funktioniert:

Schritt 1: Deine wichtigsten Punkte aufschreiben

Zuerst musst du dir überlegen, was deine wichtigsten Punkte sind, die du auf jeden Fall bringen möchtest. Ich persönlich nutze entweder eine einfache .txt Datei oder bei komplexeren Themen eine Mindmap.

Mindmeister ist übrigens ein super Tool, das einfach und gut funktioniert. Versuche, dich auf die wirklich wichtigen Punkte zu konzentrieren, d.h. eher 5 – 15 als 25+.

Zeit ist heute die Währung und weniger ist mehr! Wenn du die wichtigsten Punkte hast, dann bring sie in eine Reihenfolge. Mach dir eine einfache Liste.

Schritt 2: Deine wichtigsten Punkte verbildern

Es heißt ja nicht umsonst: Ein Bild sagt mehr als tausend Worte. Es liegt in der menschlichen Natur, dass wir uns Bilder viel einfacher merken können.

Erst recht, wenn wir sie mit einer Emotion verbinden. Umso stärker die Emotion, umso besser die Erinnerung!

Und genau das nutzen wir für deine Präsentation. Versuche, für jeden deiner wichtigen Punkte ein Bild zu finden, dass du dir merken kannst. Versuche dir das Bild durch ein Gefühl oder vielleicht auch eine Übertreibung besser einzuprägen.

Schritt 3: Deine wichtigsten Punkte verorten

Und jetzt kommt der spannende und mit auch wichtigste Schritt – jetzt schaffen wir deinen Gedächtnispalast: Wir platzieren deine wichtigsten Punkte ganz bewusst an einem bestimmten Ort.

Durch Verbinden von verbilderten Informationen und einem geeigneten Platz dafür entsteht ein „Ort der Erinnerung“.

Also nimm dir einen Raum, der dir gut vertraut ist und suche dir in diesem Raum ganz bewusst 5 eindeutige (große) Gegenstände aus, wenn dein Vortrag 5 wichtige Punkte beinhaltet: ein Schrank, ein Klavier, ein Tisch. ein Stuhl (bitte nicht Stuhl 1, Stuhl 2 und Stuhl 3…) und die Glasvitrine.

Die Empfehlung ist, im Uhrzeigersinn vorzugehen und so (in Gedanken) deine wichtigsten Punkte entlang zu gehen, denn daraus ergibt sich die Reihenfolge deiner Punkte.

Nehmen wir mal an, du beginnst mit dem Schrank und im Uhrzeigersinn steht im Raum als nächstes das Klavier, dann packst du dort deinen zweiten Punkt rauf usw.

Alternativ kannst du auch einen Weg nehmen, wenn du dir das besser merken kannst – zum Beispiel der Weg zur Kita oder Schule, den du mittlerweile in- und auswendig kennst: Du kommst erst an dem kleinen Cafe vorbei (Punkt 1), dann läufst du über den Markt (Punkt 2) rüber zur Kirche (Punkt 3) usw.

Dann gehst du in Gedanken ein paarmal deine Bilder und deinen Raum oder Weg durch und dann war’s das schon! Tadaaaa!

Es ist wirklich nicht so schwer und wenn du es einfach mal ausprobierst und übst, dann bin ich mir sicher, dass du das nächste Mal tatsächlich souverän und ohne Notizen präsentieren kannst.

Wenn du dir noch mal anschauen willst, wie ich es an dem besagten Abend mit meiner Tochter geübt habe, dann schau dir das Video an:

Bestimmt gibt es noch weitere tolle Möglichkeiten, Methoden und Tools, souverän ohne Notizen zu präsentieren. Was ist deine? Hast du einen Tipp für die Community, der uns allen Zeit, Geld und Nerven spart? Dann bin ich gespannt und freue mich wie immer über deinen Kommentar unten.

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