Gute Idee! Und weiter?

Mit einer guten Idee in die Selbständigkeit starten

Gute Idee! Und weiter?

Gute Idee! Und weiter?

­Da ist sie: Die Idee! Du bist so begeistert, aufgeregt, nervös und voller Glück, dass du gar nicht weißt, wo du anfangen sollst. Am liebsten würdest du – falls du noch im Job bist – diesen gleich hinschmeißen und sofort in die Selbständigkeit starten. Aber bevor du alles über Bord wirfst, Gefahr läufst zu rennen, bevor du genau weißt wohin, hier einige wichtige Tipps.

Vorab

­Die meisten erfolgreichen Gründer fangen mit einem kleinen Projekt an, dass sie abends oder am Wochenende vorantreiben. Keine Energie mehr, dass „auch noch“ neben den Kindern abends zu machen? Dann fehlt entweder die Überzeugung oder die Leidenschaft. An dieser Stelle noch einmal das Zitat von Bea Beste: Wenn du etwas willst, dann findest du Wege. Wenn du etwas nicht willst, dann findest du Gründe. Na also!

1. Zuerst die Hausaufgaben

­Bedenke: Das positive Feedback von deinen Freunden bedeutet NICHT, dass das Marktpotential da ist. Investiere deine Zeit in eine gute Markt- und Wettbewerbsrecherche. Mache einen einfachen Finanzplan, um zu sehen ob und wie sich deine Idee für dich rechnen kann. Wenn du (weiterhin) überzeugt bist, überlege, wie du so einfach, wie möglich testen kannst, ob potentielle Nutzer dein Produkt wirklich nutzen oder kaufen würden – anstatt deine knappe Zeit in einen 80-seitigen Businessplans zu stecken.

2. Erzähle von deiner Idee

­Nutze die Chance für Feedback und Interesse und bereite dich auf deinen „Elevator Pitch“ vor. Du musst deine Idee kurz und knackig auf den Punkt bringen können. Also: Üben, üben, üben. Du wirst merken was gut funktioniert und was nicht funktioniert. Und vergiss nicht: Feedback ist eben nur Feedback. DU entscheidest was du tust. Vertraue dir selbst und deiner Intuition, was für dich wertvoll oder weniger wertvoll ist. Und ganz wichtig: Sei du selbst. Sei überzeugt und mutig – auch, wenn du (noch) nicht auf alles Antworten hast. Falls du Angst hast, jemand könnte deine „große“ Idee „noch größer“ machen, dann bedenke: Nicht die Idee zählt, sondern die Umsetzung.

3. Netzwerke und stelle Fragen

­Als Mompreneur zu starten, bedeutet Neuland zu betreten. Das ist genauso, wenn du dein erstes Baby bekommst und tausend Fragen hast. Das Gute ist: Du bist nicht allein. Suche den Austausch und den Rat von anderen MomPreneurs und anderen erfahrenen Gründern und Gründerinnen. Eine gute Gelegenheit hierfür bieten lokale Netzwerkveranstaltungen wie bspw. unsere Mompreneurs Meetups oder unsere MomPreneurs Facebookgruppe. Wichtig ist: Sei präsent, trau dich, stelle Fragen und sei offen für Feedback und Kritik. Es lohnt sich!

4. Finde deine Nische und starte ganz einfach mit deiner Selbstänsigkeit

­Starte eine Facebook-Fanpage oder Facebook-Gruppe. Erstelle einen Blog oder eine einfache Seite mit WordPress, Squarespace oder Wix. Schreibe über deine Idee, dein Produkt, erzähle was du machen willst, was du gelernt hast oder spannende Markttrends. Das ist mehr als „nur“ von deiner Idee zu berichten. Der Unterschied liegt darin, dass du hier bereits nicht mehr in der Theorie, sondern mitten in der Praxis steckst und damit die Chance hast, mit Interessenten und oder potentiellen Kunden zu interagieren. Und noch mehr: Du hast bereits jetzt die Möglichkeit dir einen gewissen Namen zu machen. Also nutze diese Gelegenheit!

5. Gib nicht auf

­Es liegt nahe zu denken, dass alle anderen dein Produkt oder Service genauso klasse finden wie du und du bist fest davon überzeugt, dass die Kunden kommen, sobald du online bist. In der Realität ist das leider nicht so. Die meisten Businesses brauchen lange um herauszufinden, wie sie ihre Zielgruppe am besten erreichen und überzeugen können. Deshalb: Wenn erst mal die Kunden ausbleiben, dann gib nicht gleich auf. Sei kreativ: Experimentiere, teste und versuche möglichst früh Daten zu gewinnen bspw. mit Google Analytics oder Piwik. Du wirst viel lernen und überrascht sein, dass Dinge funktionieren, denen du vorher vielleicht keine Chance gegeben hättest.

6. Geh raus

­Und zwar nicht nur aus deiner Komfortzone. Etwas selbst auf die Beine zu stellen bedeutet Risiken einzugehen, Schwierigkeiten und immer wieder neuen Herausforderungen zu begegnen. Das ist normal bzw. geht allen Gründern so, zumindest denen, die es ernst meinen. Das wichtigste für dich ist, das du dich zwischen deinem Business, dem Haushalt und deinen Kindern nicht zerreißen solltest. Statt sich festzubeißen und zu verzweifeln, plane Ruhe und deine persönlichen Auszeiten ganz bewusst ein. Fang bitte nicht an neben dem Rechner zu essen, sondern verlasse deinen Arbeitsplatz ganz bewusst, um eine Pause zu machen. Und für alle, die regelmäßig bspw. von zu Hause arbeiten, haben wir noch einen guten Buchtipp: Remote – Office Not Required

Fazit

­Es ist alles andere als leicht, als Mom in die Selbständigkeit zu starten. Darum: mach es dir nicht so schwer! Starte klein, damit du gleichzeitig sowohl das Risiko als auch das Budget begrenzen kannst. Vergiss bitte nicht die finanzielle Sicherheit, d.h. kündige erst deinen Job oder gründe erst eine Rechtseinheit, wenn du den Beweis hast, dass dein Projekt funktioniert und das Geld bringt, was du brauchst.

Wir wünschen dir viel Erfolg. Starte jetzt! Noch unsicher wie es losgehen soll? Wir beraten dich gerne. Kontaktiere uns hier.

Titelbild: spass/Shutterstock.com

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