8 Tipps gegen und 1 Tipp für Aufschieberitis

Tipps gegen Aufschieberitis

8 Tipps gegen und 1 Tipp für Aufschieberitis

Gehörst du auch zu den Leuten, die davon überzeugt sind unter Druck besser arbeiten zu können und Aufgaben aufschieben?
Vielleicht ist aber auch der Wille da, alle für heute anstehenden Aufgaben zu erledigen, aber um dich auf den Tag einzustimmen, „musst“ du zuerst auf Facebook alle Neuigkeiten entdecken, anschließend einen Kaffee trinken, jetzt ruft auch noch deine Freundin an, etc. Ruck zuck ist der Tag vorbei und wieder bist du in die Falle getreten.

Prokrastination leitet sich von dem lateinischen Wort procrastinare ab und heißt „vertagen“. Das Wort ist eine Zusammensetzung aus pro „für“ und cras „morgen“ und steht also für das Aufschieben auf morgen oder später.
In den meisten Fällen ist Aufschieberietis völlig harmlos und manchmal erledigen sich Aufgaben von selbst 😉 Dennoch ist erwiesen, das Prokastination eine extreme Stressquelle für die Betroffenen ist. Obwohl deine ToDos bereits eine ganze Weile bekannt sind, schiebst du sie vor dir her und machst dich erst kurz vor Ablauf der Deadline an die Umsetzung. Das sorgt nicht nur für Stress, sondern du denkst auch permanent an deine unerledigten Aufgaben.

Aber keine Sorge, Aufschieberitis ist heilbar und es gibt auch einen wichtigen Grund, warum und wann Aufschieben sogar gut ist! Mit den folgenden 9 Tipps bekommst du das ständige Aufschieben deiner Aufgaben in den Griff und weißt, in welchem Fall du ganz bewusst aufschieben solltest.

  1. Keine Ablenkung!

Damit du konzentriert arbeiten kannst, ist es wichtig, dass du potenzielle „Störquellen“ ausschaltest. E-Mails, Telefon und Social Media sind in dieser Zeit tabu.

Auch ein unaufgeräumter Arbeitsplatz kann dich ablenken. Die leeren Kaffeetassen gehören in die Küche und herumliegende Zettel sollten abgeheftet werden oder an einem Ort gesammelt werden. Du wirst sehen, ein ordentlicher Arbeitsplatz hilft dir effektiver und effizienter zu arbeiten, weil du dich einfach besser konzentrieren kannst.

  1. Fang einfach an! Sofort!

Überwinde dich und fang einfach an. Die 72-Stunden-Regel besagt, dass du dein Vorhaben innerhalb von 72 Stunden umsetzten musst, sonst sinkt die Chance überhaupt anzufangen auf 1%. Lass keine Ausrede mehr zu, warum du diese Aufgabe jetzt nicht umsetzten solltest. Fordere dich selbst heraus, indem du Dinge einfach machst, auch, wenn du meinst, noch nicht bereit dafür zu sein.

  1. Nutze die Pomodoro Methode!

Wenn die Uhr tickt, dann hast du einfach keine Zeit zu verlieren! Du arbeitest 25 Minuten konzentriert und ohne Ablenkung an einem Thema und dann machst du 5 Minuten Pause. Wenn du 4 Pomodori (so heißen die 25 Minuten- Arbeits-Einheiten) geschafft hast, dann folgt eine längere Pause von 30 Minuten. Dann geht es wieder von vorne los. Auf diese Weise planst du auch Pausen ein, selbst wenn du der Meinung bist, einfach alles so schnell wie möglich erledigen zu wollen.

Ich persönliche nutze die kostenlose App Fokus Keeper, die super einfach ist und mich immer mit einem Gong erinnert, wenn es Zeit ist, eine Pause einzulegen.

  1. Erledige Unangenehmes zuerst!

Mit unangenehmen Aufgaben meine ich vor allem diejenigen, die dich zwingen deine Komfortzone zu verlassen. Aber es sind auch genau die Aufgaben, die dich und dein Business wirklich weiterbringen! Erledige unangenehme Aufgaben zuerst – am besten gleich morgens, sobald du am Schreibtisch bist. Auf diese Weise hast du das Wichtigste geschafft und für dich etwas bewegt, bevor dir der alltägliche Wahnsinn in die Quere kommt.

  1. Berücksichtige deine persönliche Leistungskurve

Kannst du dich morgens direkt nach dem Aufstehen am besten konzentrieren oder läufst du in den Abendstunden zu Höchstleitungen auf? Kenne deine Leistungskurve und richte deine Aufgaben danach aus. Am Nachmittag sinkt deine Konzentration? Dann plane für diese Zeit Aufgaben ein, die du schnell abarbeiten kannst.

  1. Schaffe dir eine Routine!

Deine Routine ist sehr wichtig, um Ziele zu erreichen. In der Regel blocke ich mir morgens die Zeit von 8-12 Uhr. Das ist meine Fokuszeit, in der ich mich auf die wichtigsten Aufgaben konzentriere. Alle weiteren Termine und Aufgaben plane ich außerhalb meiner Fokuszeit.

  1. Mach dir einen Plan!

Plane vorausschauend. Ich mache meine Wochenplanung am Sonntagabend. So kann ich in der neuen Woche direkt loslegen. Was sind die wichtigsten Aufgaben, die ich erledigen muss, damit ich meine Wochenziele erreiche? Welche Aufgaben mache ich gleich am Montag und welche Aufgaben können 2-3 Tage warten? Wo gibt es Abhängigkeiten? Braucht jemand etwas von dir, um weiterarbeiten zu können? Mein Lieblingstool für meine Planung ist Trello.

Setze dir außerdem klare, messbare und realistische Ziele. Ich plane jeweils für 3 Monate. Damit bleibe ich flexibel und kann mich klar fokussieren, weil der Zeitraum überschaubar und in der Regel planbar ist. Wichtig ist, dass du nicht nur Klarheit darüber hast, was nach 12 Wochen das Ergebnis ist, sondern vor allem was du jede Woche und jeden Tag tun musst, um dein Ziel zu erreichen. Vergiss nicht dir eine Belohnung zu gönnen, wenn du ein Ziel erreicht hast.

  1. Nutze Masterminds!

Du hast die ersten 7 Tipps bereits befolgt und kommst trotzdem nicht weiter? Dann nutze die ultimative Geheimwaffe: Masterminds. Es motiviert einfach, Gleichgesinnte um sich herum zu haben, voneinander zu lernen und Erfolge, Misserfolge, Learnings und Best Practices zu teilen. Wissen ist unbezahlbar und Masterminds können dir viel Zeit und Nerven ersparen. Und weil ich so überzeugt von Masterminds bin, biete ich diese auch exklusiv für MomPreneurs an.

  1. Schiebe ganz bewusst auf!

Ja, du hast richtig gelesen! Manchmal musst du Aufgaben ganz bewusst aufschieben, um Aufgaben zu erledigen, die dir in Zukunft mehr Zeit bringen. Das ist die Kernidee des Buchs „Procrastinate on Purpose“ von Rory Vaden.

Deine Zeit ist die wertvollste Ressource überhaupt und du musst diese jeden Tag ganz bewusst planen. Versuche ständig wiederkehrende Aufgaben entweder auszulagern oder besser noch zu automatisieren. Und ja, es ist nicht leicht eine Aufgabe zu automatisieren oder einen guten UND verlässlichen Babysitter zu finden, aber wenn du das erst mal geschafft hast, dann hast du damit mehr Zeit in der Zukunft. Das bedeutet im Klartext: Du musst alles andere aufschieben, bis du das einfach mal gemacht hast. Siehe auch Punkt 4 „Erledige Unangenehmes zuerst!“ 😉

Was sind deine besten Tipps gegen Aufschieberitis? Ich freue mich auf deine Tipps in den Kommentaren!

 

Bild: CITAlliance/de.depositphotos.com

1Kommentare
  • Andrea Bruchwitz
    Posted at 04:35h, 09 Mai Antworten

    „Ich plane jeweils für 3 Monate. Damit bleibe ich flexibel und kann mich klar fokussieren, weil der Zeitraum überschaubar und in der Regel planbar ist.“

    Guter Zeitrahmen und wertvoller als manch anderer Zeitmanagement-Tipp! Danke!

    Liebe Grüße,
    Andrea

    http://www.mindful-mag.com

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