Gewohnheiten ändern – Aus der Hölle in den Olymp

Gewohnheiten ändern – Aus der Hölle in den Olymp

Gerade musste ich an dich denken und daran, wie es dir wohl gerade geht? In den letzten drei Wochen habe ich viel über die Themen Fokus, Ziele und Produktivität geschrieben. Nicht nur, weil ich mir selbst vorgenommen habe, in diesem Jahr mehr für mich und andere zu bewegen sondern auch, weil du ein Teil meiner Vision bist: Ich möchte, dass auch du mehr für dich bewegst – sei es privat, dass du einfach nicht mehr so gestresst bist im ewigen Hin- und Her, Auf- und Ab zwischen Familie und Business oder sei es im Business selber, wo du dir vorgenommen hast, in diesem Jahr endlich das zu erreichen, was du dir schon sooooo lange vorgenommen hast.

Oft sind es sogar nur kleine Sachen, wie einfach mal „5 Minuten NICHTS tun“ oder „ein paar Minuten länger schlafen“ die im Alltag nicht umsetzbar erscheinen. Mich persönlich hat diese Frage regelrecht gewurmt und deshalb habe ich immer wieder neu probiert und experimentiert und schließlich einen Weg gefunden, der für mich einen echten Unterschied gemacht hat. Vielleicht erinnerst du dich noch an meinen Blogpost „Die Gewohnheit, die dein Leben verändert“. Inzwischen haben einige Gewohnheiten mein Leben weiter verändert und ich bin mir sicher, dass sie das genauso gut für dich tun können.

Die Macht der Gewohnheit oder: Was dir niemand sagt

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Veränderung ist immer schwer! Sehr schwer sogar. Genau dafür fehlt dir gerade die Bandbreite, Kraft, Ausdauer. Und genau deshalb klappt es wieder nicht, dass du Sport machst, dich kurz zwischendurch mal hinlegst oder einfach mal früher ins Bett gehst oder schlichtweg das schaffst, was du dir vorgenommen hast. So geht es den meisten Menschen immer wieder. Und sie sind frustriert, dass es wieder genau so ist wie immer.

Mir ging es übrigens auch so, bis ich in Hal Elrod´s Miracle Morning mehr oder weniger zufällig las, was mir bis dato nicht klar war: Es dauert (in der Regel) 30 Tage, bis eine neue Gewohnheit etwas verändert. Genauer: 30 Tage, bis du den inneren Schweinehund besiegt hast. Du kannst dir das wie einen Kampf vorstellen, der in der Regel immer gleich abläuft. Die Sache ist nur, dass die meisten eben doch verlieren, weil sie genau darauf nicht vorbereitet sind und nicht wissen, dass es absolut normal ist, dass es ein paar Mal hin- und her geht (im Eifer des Gefechts) und du zwischendurch einige Male am Boden liegst, bevor du mit zitternden Knien und mit letzter Kraft, deinen inneren Schweinehund quasi ko schlägst.

Wie du 30 Tage durchhältst

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Lass uns einfach mal das Thema „Ziele“ nehmen. Vielleicht ärgerst du dich bereits jetzt, dass der Januar fast vorbei ist und du auf dem besten Weg bist, dein erstes Monatsziel zu verfehlen, weil du deine „eine Sache“ noch nicht mal in Angriff genommen hast. Nicht, dass ich dich jetzt ärgern oder Salz in die Wunde streuen möchte. Ich möchte dir vielmehr zur Seite stehen und dir zeigen, wie du Gewohnheiten nutzen kannst, um Dinge zu schaffen oder „Kämpfe zu gewinnen“, die du dir bisher nicht zugetraut hast.

Phase 1

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Tag 1- 10 Unerträglich!

Egal, ob du dir vorgenommen hast, ganz früh aufzustehen, jeden Tag zu laufen oder dich ganz konsequent morgens für 2 Stunden nur auf deine „eine Sache“ zu konzentrieren: Die ersten 10 Tage sind die Hölle: Du bist entweder todmüde, dir tut alles weh, weil du ewig keinen Sport gemacht hast oder du bist kurz vor dem Nervenzusammenbruch, weil schon wieder Kind 1 oder Kind 2 krank ist und du NIE zu deiner Fokuszeit kommst.

Du denkst/fluchst: Ich kann das einfach nicht!! Ich war noch nie ein Frühaufsteher, ich bin unsportlich und als Mutter im Homeoffice kann ich es eigentlich auch gleich vergessen. Wenn sich das so anfühlt, dann ist das ganz sicher nichts für mich!! Warum sich das Leben zur Hölle machen? Warum sich auch das noch antun? Und eins zwei drei schmeißt du hin.

Oder du bist eine der wenigen und hältst tatsächlich bis zur nächsten Phase durch!

Phase 2

Tag 11- 20 Schön ist anders

Wenn du die ersten 10 Tage durchgehalten oder dich vielmehr durchgeschlagen hast, dann kannst du nicht nur stolz auf dich sein, sondern du bist vermutlich eine echte Kämpferin: Du weißt nicht nur, was du willst, sondern du weißt auch, warum du es willst. Dein „Warum?“ lockt dich quasi aus dem Bett. Ein ganz entscheidender Vorteil, weil gerade in dieser zweiten Phase dein Kampfgeist, deine Ausdauer und dein (Rück-) Schlagvermögen noch einmal aufs Äußerste getestet werden. Immerhin ging die erste Runde an dich und dadurch ist das Ganze auch nicht mehr ganz so unerträglich.

Zugegeben: Schön ist anders und ganz bestimmt wäre es komplett gelogen, wenn du sagst, es macht dir tatsächlich plötzlich Freude auf deinen kostbaren Schlaf zu verzichten oder du das Gefühl hast, du brauchst einen Sitzring, weil dir nicht nur die Beine, sondern auch der Hintern vom Laufen weh tut. Klar ist: Es macht einfach keinen Spaß und du hast immer wieder das Gefühl „das ist einfach nichts für dich“. Wenn gerade jetzt das eine zum anderen kommt und dir noch etwas anderes zusätzlich in die Quere kommt wie zum Beispiel Läuse, Glatteis oder Virusinfekt, dann ist es spätestens jetzt soweit: du gibst auf.

Oder du bist eine der wenigen und hältst tatsächlich bis zur nächsten Phase durch!

Phase 3

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Tag 21-30 Nicht zu glauben!

Wenn du den einen oder anderen Tag erlebst, an dem du morgens ohne Wecker aus dem Bett springst und dich sogar ein bisschen darauf freust zu laufen, dann ist es endlich soweit: Du bist in der „Nicht zu glauben!“ Phase angekommen. Bravo!! Vielleicht kannst du es selbst noch gar nicht glauben, dass du morgens von alleine aufwachst, obwohl du noch nie ein Frühaufsteher warst oder du am Vormittag „Gas gibst“ oder noch konzentrierter arbeitest (schöner Nebeneffekt), um ja nicht deine Laufeinheit zu verpassen, bevor du die Kinder in der Kita abholen musst.

Auch, wenn es das eine oder andere blaue Auge gekostet hat: Was für ein Erfolg! Damit hast du nicht nur das Zeug bewiesen, noch viel mehr zu schaffen sondern du hast einen klaren Wettbewerbsvorteil gegenüber all denen, die bereits in Phase 1 oder 2 auf der Strecke geblieben sind. Aber sei auf der Hut. Die Teufelchen im Kopf oder die Tücken des Lebens geben nach deinem ersten Sieg nicht gleich auf. Also: Weitermachen! Mindestens so lange, bis du gar nicht mehr anders kannst und du merkst, wie gut das Laufen (oder welche Gewohnheit auch immer du dir ausgesucht hast) nicht nur deiner Gesundheit, sondern auch deiner Arbeit tut. Wenn du merkst, dass die zusätzliche Zeit sich doppelt auszahlt, weil beispielsweise dein Körper fitter wird und dein Kopf durch die Sauerstoffpause einfach besser und schneller arbeitet.

Fazit

Zu wissen wie und vor allem DASS es geht ist ein riesen Hebel für dich und dein Business. Du kannst (wenn du willst) jeden Monat eine neue Gewohnheit testen und schauen, ob und wie diese für dich funktioniert: Wie wirkt sich die neue Gewohnheit auf deine Produktivität aus? Was fällt noch schwer? Was kannst du optimieren, damit es für dich funktioniert? Aber bitte immer nur eine Gewohnheit zurzeit!

Auch wenn viele andere MomPreneurs oder ich oder sonstwer es tut: Bleib dir selbst treu: Was für andere funktioniert muss noch lange nicht für dich funktionieren. Finde heraus, was für dich funktioniert und was auch zu dir passt! Ich selbst identifiziere mich voll und ganz mit „Laufen“ und „Gesund essen“. Das bin ich einfach. Ich laufe täglich oder mache morgens meinen Smoothie, weil es für mich mittlerweile so selbstverständlich ist wie Zähne putzen. Was ist es bei dir?

Last but not least: Es gibt nicht den perfekten Moment – schon gar nicht für uns MomPreneurs. Fang erst mal mit einer einfachen Gewohnheit an und gehe kleine Schritte: Nimm dir zum Beispiel jeden Tag 30-60 Minuten Fokuszeit vor, in denen du ganz konzentriert an deiner „einen Sache“ arbeitest. Wenn das funktioniert und du siehst, was du dadurch plötzlich alles schaffst, dann kannst du die Zeit steigern. Auf diese Weise erzielst du gleich zu Beginn Erfolge und bist motiviert, weiterzumachen. Auch wenn es einen Tag mal nicht klappt. Dann ist es halt so! Versuch es morgen wieder!

Ich hoffe, dass ich dich ein wenig motiviert habe, neue Gewohnheiten einfach mal für dich zu testen. Laufen fällt mir inzwischen sehr leicht, aber mit Meditation tue ich mich sehr schwer: Ich habe nach wie vor keinen Weg gefunden wie ich das zur Gewohnheit machen kann, aber ich arbeite daran 😉

Wenn du hierzu einen Idee hast oder einfach nur über deine neue Gewohnheit oder noch besser: deinen Fortschritt berichten möchtest, dann freue ich mich, wenn du hier deinen Kommentar hinterlässt. Ich bin gespannt!

Titelbild: AstroStar/Shutterstock.com

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2 Comments
  • Ying
    Posted at 22:22h, 09 Februar Antworten

    Hallo Esther,

    Ich versuche gerade mit meiner Gewohnheitsänderung Nr. 1: vor 12 schlafen und und vor 9 aufstehen. Als Gastronom verläuft ein Tag nämlich ganz anders und ungesund. Daher möchte ich dies ändern. Danke für den tollen Artikel! Das hat mich jetzt total motiviert! Ich werde mich daran halten, bis ich eines Tages nicht mehr anders kann. 🙂

  • Pingback:Wie ich faste, ohne aufs Essen zu verzichten: Vier Ideen für Erwachsene und Kinder - Hans Natur Blog
    Posted at 11:00h, 10 Februar Antworten

    […] für eine Weile von schlechten Angewohnheiten zu befreien. ja, auch das ist nicht einfach. Hier findet Ihr erhellende Anmerkungen, wie man neue Angewohnheiten erfolgreich ins Leben integriert […]

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