Willst du mein Kunde sein? Ja – nein – vielleicht

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Kundenakquise Teil 1: Freelancer

Bim Wort Kundenakquise verziehen sich gerne mal die Gesichter und Seufzer brechen sich den Weg an die Oberfläche. Ja, die Kundenakquise. Sie ist wie das Gemüse für unsere Kinder: Muss ich essen, damit ich groß und stark werde, obwohl ich gar nicht will. Auch wenn ich gar nicht probiert habe… Jeder von uns MomPreneurs Freelancern braucht Kunden, da müssen wir uns nichts vormachen, also: Augen zu und durch! Gerade wenn ich bei Null anfange und tatsächlich keine Kontakte aus einer vorherigen Tätigkeit mitgebracht habe oder es eben eine völlig andere Tätigkeit wird, ist die Kundenakquise eine große Hürde, die am Anfang steht. Daher wollen wir mit ein paar Tipps und Tricks zur Seite stehen.

Kaltakquise

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Bäh. Oft führen die ersten Schritte zu ihr: der Kaltakquise. Wildfremde Menschen anrufen, sich zum richtigen Ansprechpartner durchfragen und aus dem Nichts heraus sein Produkt oder seine Dienstleistung anbieten. Ganz ehrlich: In den seltensten Fällen ist dies der richtige Weg. Er kostet enorm viel Zeit, ist teils sehr unangenehm (schließlich drängt man sich ein bisschen auf) und bringt vergleichsweise wenig. Es mag einige Fälle geben, in denen man nicht darum herum kommt, aber dies als Akquiseschwerpunkt zu wählen, ist nicht zu empfehlen. Wenn du erfolgreiche MomPreneurs fragst, wie sie Kunden gewonnen haben, dann wirst du kaum zu hören bekommen: durch Kaltakquise!

Stellenanzeigen

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Klingt vielleicht zunächst widersinnig für Selbständige, aber es kann Sinn machen, sich in Stellenanzeigen umzusehen. Dort findest du Hinweise darauf, in welchen Unternehmen Personalbedarf besteht und es ist nicht immer ausgeschlossen, dass dort wo etwa ein Praktikant gesucht wird, nicht auch ein Freelancer beauftragt werden kann. Also, halte die Augen offen und informiere dich über Vakanzen.

Plattformen und Social Media

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Es macht immer Sinn Profile auf möglichst vielen Plattformen zu haben. Als Freelancer musst du es den Kunden maximal einfach machen, dich zu finden. Klar muss man Profile auch pflegen, aber wenn du eine andauernde Tätigkeit hast, gibt es da nicht so viel zu tun. Informiere dich über Plattformen, die in deiner Branche relevant sind (es gibt da für Kreative z.B. Feelancer.de, DasAuge, twago, etc.) und sei natürlich immer auch auf Xing und LinkedIn vertreten.
Je nachdem wie aktiv du in Social Media agierst, kannst du auch auf diesem Wege gut Kunden akquirieren. Zeig deine Kompetenz und lass Leute darauf aufmerksam werden. Platziere dich über gute und relevante Inhalte und stelle sicher, dass sie auch gefunden werden. Die meisten Menschen gehen heutzutage nun mal übers Internet, wenn sie Produkte oder Services oder überhaupt etwas suchen oder brauchen. Und hier auch wieder das Netzwerk- und Teilen Prinzip: Wenn du gute Inhalte hast, dann mache sie „teilbar“ so dass andere dich und deine Inhalte einfach weiterempfehlen können.

Empfehlungen durch Netzwerk

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Aber auch offline ist das Netzwerken ein niemals zu unterschätzendes Instrument. Wie oft hörst du, dass irgendwann die Kunden fast nur noch über Empfehlungen kommen. Wie kann man dich empfehlen wenn man dich nicht kennt? Das heißt: Geh zu Netzwerkveranstaltungen deiner Branche, nimm an Konferenzen etc. teil und zeig dich! Verkaufe deine Fähigkeiten (unbedingt über Wert 😉 und verteile Visitenkarten ( gute Visitenkarten mit der „richtigen“ Botschaft!). Irgendein Fisch wird anbeißen. Und wenn du eher introvertiert bist: Zwing dich zum Smalltalk oder höre einfach zu. Es ist auch von Vorteil zu wissen, was andere machen! Empfehlungen deiner Arbeit kommen auch über Empfehlungen, die du selbst aussprichst. Also quasi: Empfehlen und empfohlen werden. Bereite dich auf solche Gelegenheiten vor, damit du nicht im entscheidenden Moment herumdrucksen musst: ein guter Elevator Pitch gibt Sicherheit. Scheue dich auch nicht vor bspw. Vorträgen auf einer Konferenz, denn dort hast du viele Zuhörer aus deiner Branche.

Kooperationen

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Hast du auch schon darüber nachgedacht, über Kooperationen an deine Kunden zu kommen? Vielleicht gibt es einen Zwischenschritt zwischen dir und deinem Kunden, der dir nützen könnte. Sind beispielsweise in deiner Branche Agenturen unterwegs? Vielleicht macht es Sinn deine Dienstleistung über eine Agentur anzubieten. Dann sucht die Agentur den Kunden und du sparst dir diese Mühe. Meist fällt dabei eine Provision an oder die Agentur bietet deine Dienstleistung teurer an den Endkunden an, aber wenn du das in deinen Preis einkalkulierst, sollte es kein Problem sein.

Zu guter Letzt musst du einfach ausprobieren, was oder welche Mischung aus Akquisemethoden für dein Business funktioniert. Und keine Angst vorm Kunden – sie sind netter als du denkst!

Hast du noch Tipps zur Kundenakquise, die wir hier vergessen haben. Dann kommentiere diesen Blogpost! Und wenn du dich hierzu mit anderen MomPreneurs austauschen möchtest, dann komm in unsere MomPreneurs Facebook Gruppe oder triff Gleichgesinnte auf unseren MomPreneurs Meetups.

Titelbild: CC0 Public Domain/Pixabay

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