Ich habe davon keine Ahnung

Ich habe davon keine Ahnung

Ich habe davon keine Ahnung (Technik, Gründen, Betriebswirtschaft, x, y, z)

Etwas Eigenes auf die Beine zu stellen ist natürlich nicht leicht. Und bestimmt geht es dir dabei wie all den anderen. Du hast das Gefühl du musst nun ALLES alleine wuppen und hast von einigen Dingen einfach gar keine Ahnung. Und das führt u.U. dazu, dass du entweder gar nicht in die Gänge kommst oder dass du (im schlimmsten Fall) sogar resignierst. Willkommen zum letzten Teil unserer TOP 5 MomPreneurs Showstopper Serie.

Investiere in dich und überlege was du jetzt wissen musst

Wie du deine ersten Schritte gehst, hatten wir ja schon im 2. Teil „Wo soll ich nur anfangen?“ besprochen. Deshalb gehe ich davon aus, dass du inzwischen schon eine gute Vorstellung davon hast, wie dein Business aussieht – zumindest theoretisch. Aber jetzt geht es ja darum, Dinge umzusetzen und du fragst dich, wie das gehen kann, wenn du von x, y, z keine Ahnung hast? Vorab die gute Nachricht: Du musst nicht alles können und wissen, um zu starten.

Gerade heute ist die Versuchung groß, dass du im Gründungseifer versuchst „alles Interessante rund ums Gründen“ mitzunehmen. Dafür hast du als MomPreneur in der Regel keine Zeit. Deshalb: Überlege dir bitte sehr gut was wirklich wichtig ist, um zu starten bzw. dein Ziel zu erreichen und was du JETZT wissen musst. Und damit sind wir auch schon beim nächsten Punkt: „Lerne und investiere in dich“. Denn das bringt die Selbständigkeit mit sich: Es geht darum selbst etwas Eigenes aufzubauen. Etwas das es so vielleicht noch nicht gibt und deshalb musst DU selbst herausfinden und lernen was den Erfolg von DEINEM Angebot ausmacht. Die Erfahrung und das Wissen, dass du dabei sammelst, ist Gold wert. Und wenn es (wie bei den meisten) nicht auf Anhieb klappt, dann ist das kein Scheitern, sondern du bist reich an Erfahrung.

Nutze Komponenten und erfinde das Rad nicht neu

Ein relevantes und sehr grundlegendes Konzept ist das sog. „Gründen in Komponenten“, dass Prof. Faltin geprägt hat. Die zentrale Fragestellung ist hier „Was kann ich aus den vielen vorhandenen Komponenten Neues zusammenstellen?“ oder genauer „Wie kann ich andere Bausteine für mein eigenes Konzept nutzen?“ Das erspart dir als Gründerin nicht nur Geld, sondern auch die Notwendigkeit alles selbst zu verstehen und zu können.

Viele Ideen lassen sich auf wenige Geschäftsmodelle herunterbrechen. Im Internet sind das 7 Geschäftsmodelle. Für jedes dieser Modelle gibt es bereits Lösungen (Komponenten), die oftmals für wenig Geld einen Einstieg ermöglichen. Ein Beispiel hierfür ist das Verkaufen übers Internet (E-Commerce), wo du auf vorhandene Komponenten wie bspw. ein Call Center oder Shopsystem (zur Entgegennahme der Bestellungen), einen Logistik-Partner oder auch auf einen Partner für das Rechnungswesen (zur Erstellung der Rechnungen, Gutschriften etc.) zurückgreifen kannst.

Was du wissen musst ist

  1. Welche sind die für dich relevanten Komponenten?
  2. Welche Komponenten gibt es am Markt zu welchem Preis?
  3. Welche Komponenten möchtest du gerne auslagern bzw. wer sind für dich die „richtigen“ Partner?
  4. Wie koordinierst und kontrollierst du optimal das Zusammenspiel deiner Komponenten?

Dieses Wissen ist DEIN Kapital und für die Umsetzung deiner Idee ganz zentral. D.h. hier musst du recherchieren und herausfinden was für dich und deine Idee Sinn macht. Und das bringt mich zum letzten wichtigen Punkt, den ich dir in diesem Zusammenhang mitgeben möchte: Nutze und investiere in dein Netzwerk.

Nutze und investiere in dein Netzwerk

Zu wissen was oder welche Komponenten auch praktisch gut funktionieren, ist natürlich „von außen“ manchmal nicht so einfach zu beurteilen. Interessant ist ja vor allem, wie etwas praktisch funktioniert, d.h. welches Shopsystem ist einfach zu handhaben? Wie gut ist der Support, wenn Probleme auftreten usw.? Aber das gilt natürlich nicht nur für Komponenten, sondern hilfreich sind für dich natürlich auch echte Erfahrungen, wie man bzw. Frau praktisch im Chaos zwischen Business und Kindern klar- oder vorankommt und was mehr oder weniger wichtig ist.

Was hier extrem hilft, ist ein gutes Netzwerk. Und weil das so wichtig ist, habe ich für dich das MomPreneurs Netzwerk ins Leben gerufen. Hier kannst du Gleichgesinnte online und offline treffen und alle deine Fragen stellen. Aber damit das für alle einen großen Nutzen hat, gehört es auch dazu zu investieren, d.h. bspw. nicht nur zu nehmen, sondern auch selbst etwas weiterzugeben. Deshalb freue ich mich sehr, wenn du bspw. das Netzwerk mit deinem Wissen bereicherst und damit anderen hilfst, die dir vielleicht an anderer Stelle weiterhelfen können.

Fazit

Heute ist es möglich ein Business zu starten, ohne dass du dir vorher lange und viel Wissen aneignest. Der Schlüssel zum Erfolg liegt vielmehr darin, zu verstehen, was du wirklich selbst können und verstehen musst und wie wann und wo du vorhandenes Wissen, bspw. in Form von Komponenten, nutzen kannst. Wichtig hierfür ist ein gutes Netzwerk, auf das zu zurückgreifen kannst, in das du aber auch im Sinne von „Geben und Nehmen“ regelmäßig investieren musst. Und zuletzt spielt auch deine Einstellung eine wichtige Rolle, d.h. mach dich nicht verrückt, wenn du nicht die „Nonplusultra“ Lösung gewählt hast oder wenn es nicht klappt. Das kann viele Gründe haben. Aber zumindest erlangst du dadurch das Wissen, es das nächste Mal anders oder besser zu machen. Und der Charme, sein eigenes Ding auf die Beine zu stellen bedeutet natürlich auch, Risiken einzugehen und einfach anzufangen, bevor du alles weißt oder „bereit“ bist.

Du bist noch unsicher? Dann komm in unsere unsere MomPreneurs Facebook Gruppe oder triff Gleichgesinnte auf unseren MomPreneurs Meetups.

 

Teil 1: Top 5 Mompreneur Showstopper

Teil 2: Ich weiß nicht wo und wie ich anfangen soll?

Teil 3: Wie soll ich es alleine schaffen?

Teil 4: Ich habe nicht das Geld

Titelbild: wavebreakmedia/Shutterstock.com, Video: Prof. Faltin: Gründen in Komponenten

No Comments

Post A Comment